Industrie 4.0 Innovation Award 2019



Harting Electronics GmbH: Harting T1 Industrial

HARTING Electronics GmbH: HARTING T1 Industrial

Kurze Produktbeschreibung:

Kernelement der neuen Harting-T1-Industrial-Steckverbinderfamilie ist eine nach IEC 63171-6 genormte und industrietaugliche Schnittstelle für Single Pair Ethernet, die von IP20 bis IP65/67 allen Anforderungen gerecht wird. Dazu kann das Steckgesicht, welches einer Art Containerprinzip folgt, beliebig in bekannte Standardgehäuseformen integriert werden. So wird es Schnittstellen in M8-Gehäusen geben, später in M12 und weiteren bekannten Bauformen. Harting hat aber nicht nur Steckverbinder und andere Komponenten im Blick, sondern ein ganzes Single-Pair-Ethernet-Ökosystem. Dazu gehören neben Schnittstellen und Kabeln auch die geräteseitigen Anforderungen bis auf die Platine und die passende Ansprache von potenziellen Teilnehmern dieses Ökosystems aus weiteren Märkten. Dabei basieren alle Versionen auf einem einheitlichen Steckgesicht und decken alle vom Markt geforderten Spezifikationen ab. Das waren die Gründe, weshalb sich der Harting-Vorschlag für ein einheitliches Steckgesicht bei allen internationalen Normungsgremien wie ISO/IEC, TIA, IEEE durchgesetzt hat. Die IEC 63171-6 wurde als „Community Draft for Voting“, kurz CDV bestätigt und wird zeitnah veröffentlicht.

Kriterien aus Sicht des einreichenden Unternehmens, die das Produkt zu einer Industrie-4.0-Innovation machen:

Ethernet reicht bisher nur bis in die Steuerungsebene und muss dann über Gateways in die Welt der Bussysteme wechseln. Mit SPE kann die große Zahl an Sensoren in der Feldebene mit schnellem Ethernet direkt angesprochen werden. Das bietet Anwendern eine neue Durchgängigkeit und mit TSN auch Echtzeitfähigkeit. Harting sieht SPE als Alternative zu den bisherigen feinen Verzweigungen der Feldebene. SPE und T1 Industrial bringen Ethernet von der Cloud bis an jeden Sensor und ermöglichen so das IoT.

Produktnutzen für den Kunden:

  • Ethernet wird durchgängig von der Cloud bis an den Sensor nutzbar,
  • höhere Datenraten bis ins die Feldebene,
  • Power over Dataline (Daten und Power),
  • gezielte Adressierung über TCP/IP,
  • Echtzeitfähigkeit über TSN,
  • Materialeinsparung, ein Aderpaar statt zwei oder vier,
  • Steckgesicht genormt nach IEC 63171-6,
  • ausgewählt als Standard bei ISO/IEC JTC 1 / SC 25 / WG3, die Gruppe die die internationale Verkabelungsnorm 11801-x erstellt und auch bei TIA TR42 (Verkabelungsnormen Nordamerika),
  • Steckgesicht auch bei IEEE 802.3cg 10 Mbit/s bis zu 1.000 m im Standard als Geräteschnittstelle in Abstimmung,
  • Steckgesicht als universeller Container nutzbar für diverse Gehäuse (M8, M12, weitere),
  • Gewichtsersparnis 1,6 kg pro 100 m Kabel in der Bahn als Einsparpotenzial sowie
  • Torsions- und Biegezyklen dünnerer Kabel bei der Roboterbewegung geringer.

Nachweis der Alleinstellungsmerkmale bzw. des Kundennutzens in der praktischen Anwendung?

Da der Markt für Single Pair Ethernet momentan erst entsteht, gibt es logischerweise erst Prototypen und Design-in-Projekte, aber noch keine fertige Applikation. Harting hat intern allerdings schon einen Ethernet-Switch entwickelt und auf der Hannover Messe gezeigt. Hier wurde deutlich, dass durch eine in den Abmessungen reduzierte Schnittstelle auch das Gerätemaß und die Gestaltung von Platine und Innenleben optimiert werden können. Weitere praktische Anwendungen werden mit der Verbreitung der Technologie entstehen.

 



 

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