Industrie 4.0 Innovation Award 2019



B&R Industrial Automation GmbH: Acopostrak

B&R Industrial Automation GmbH: ACOPOStrak

Kurze Produktbeschreibung:

Als Besonderheiten des Langstatorlinearmotor-Systems Acopostrak wird zum einen die Weiche angegeben. Sie funktioniert rein elektromagnetisch und damit verschleißfrei. Sie löst bei voller Geschwindigkeit der Shuttles aus und beeinträchtigt damit nicht die Produktionsgeschwindigkeit. Mithilfe der Weichen lässt sich ein Produktstrom auf mehrere Bearbeitungsstationen verteilen und anschließend wieder zusammenführen. Einzelne Bearbeitungsschritte, die länger dauern, verlangsamen nicht mehr die Geschwindigkeit der Produktion. Eine weitere Eigenschaft des Transportsystems ist, dass sich die Shuttles im laufenden Betrieb und ohne Werkzeug tauschen lassen. Noch effizienter wird die Umrüstung, wenn eine Servicelinie am Track vorhanden ist. Auf der Servicelinie werden die neuen Shuttles angebracht und über eine Weiche in die Produktivlinien des Tracks eingeschleust und die nicht mehr benötigten Shuttles ausgeschleust. Das flexible Design des Acopostrak erlaubt es, alle möglichen offenen und geschlossenen Formen zu bauen und miteinander zu kombinieren. Das Track-System erfüllt die 3-A-Hygienestandards und ist im Kern ein Linearmotor, der modular aus vier Elementen aufgebaut wird: ein Geraden-Element, ein 45°-Element und zwei 22,5°-Elemente, eins nach rechts und eins nach links gebogen. Acopostrak ermöglicht somit neue Maschinenkonzepte und -designs.

Kriterien aus Sicht des einreichenden Unternehmens, die das Produkt zu einer Industrie-4.0-Innovation machen:

Produzierende Unternehmen suchen nach Lösungen, um neue Produkte immer schneller auf den Markt zu bringen. Die Digitalisierung reicht nicht aus, um Losgröße 1 und die individualisierte Massenproduktion umzusetzen. Es sind auch innovative Ansätze in Mechanik und Antriebstechnik nötig. Eben solche Ansätze bilden den Kern eines neuen, intelligenten Transportsystems. Mit dessen besonderer Konzeption lassen sich adaptive Maschinen und Anlagen für eine flexible und wirtschaftliche Produktion bauen.

Produktnutzen für den Kunden:

Konsumenten sind bereit, für personalisierte Produkte höhere Preise zu zahlen und fragen solche Produkte verstärkt nach. Individualisierte Massenfertigung bietet daher ein attraktives wirtschaftliches Potenzial. Die rentable Umsetzung dieser Art von Produktion ist in den meisten Industriesegmenten jedoch eine große Herausforderung. Die notwendige Flexibilisierung der Anlagen geht zumeist mit einer sinkenden Gesamtanlageneffizienz – auch Overall Equipment Effectiveness (OEE) genannt – einher. Ziel einer individualisierten Massenproduktion muss demnach sein, dass die drei OEE-Komponenten Verfügbarkeit, Performance und Qualität im Vergleich zur reinen Serienproduktion nicht sinken. Es sollte zudem ein attraktiver Return on Investment (ROI) und eine möglichst niedrige Time-to-Market (TTM) für neue Produkte oder Produktänderungen gewährleistet sein. Nur so lässt sich die Individualisierung von Massenprodukten im großen Stil wirtschaftlich umsetzen.

Nachweis der Alleinstellungsmerkmale bzw. des Kundennutzens in der praktischen Anwendung?

Die Kunden Krones, Marco-Labelling sowie die Firma Weiss haben bereits Maschinen mit dem Acopostrak-System umgesetzt.


Neue Seminarreihe Industrie 4.0

Der Informationsbedarf rund um das Megathema Industrie 4.0 ist enorm. Als renommierter Fachverlag greift der VDE VERLAG deshalb dieses Thema nun auch in einer eigenen Seminarreihe Industrie 4.0 auf. Innerhalb dieser wird  fundiertes Fachwissen über die komplette Breite des Themas vermittelt.

Lesen Sie mehr...

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

» Weiterlesen ...

Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 18.08.2019