Industrie 4.0
01.08.2019

Microsoft präsentiert Forschungsbericht IoT Signals

Microsoft hat seinen Forschungsbericht IoT Signals vorgestellt. Laut diesem nimmt die IoT-Akzeptanz in Deutschland "stark zu": 88 % der Befragten in Deutschland gaben an, bereits IoT-Projekte durchzuführen; 92 % denken, dass IoT entscheidend für den Geschäftserfolg ist. Parallel gibt Microsoft an, bis 2022 5 Mrd. US-$ in die Felder IoT, intelligente Spitzentechnologien und Ökosysteme zu investieren.

(Bild: fotolia_NicoElNino)

Für den Bericht IoT Signals hat Microsoft weltweit mehr als 3.000 Entscheider in Unternehmen befragt. Die Befragten gehen davon aus, dass schon in zwei Jahren 30 % des Umsatzes ihres Unternehmens auf IoT-Projekte entfallen werden. Gleichzeitig sehen die Verantwortlichen "erheblichen" Nachholbedarf bei ihrer IoT-Implementierung sowie Herausforderungen bei der Komplexität und Sicherheit von IoT-Lösungen.

Im Rahmen der Veröffentlichung seines Berichts verweist Microsoft auf die IDC-Studie Global DataSphere IoT devices and data, nach der es bis 2025 weltweit rund 41,6 Mrd. vernetzte Geräte geben wird. Daten werden zum gemeinsamen Nenner und sorgen für einen Mehrwert für Gesellschaft, Industrien und öffentliche Institutionen, heißt es dort. Die Ergebnisse des Microsoft-Berichts IoT Signals stützen diese Erkenntnisse.

Zentrale Ergebnisse des Forschungsberichts:

  • 85 % der weltweit Befragten (Deutschland: 88 Prozent) führen bereits eigene IoT-Projekte durch,
  • von den IoT-Anwendern gehen 88 % davon aus (Deutschland: 92 %), dass das IoT entscheidend für den Geschäftserfolg ist,
  • IoT-Anwender erwarten innerhalb von zwei Jahren ein Return on Invest (RoI) von 30 %, zu dem auch Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen beitragen,
  • die wichtigsten Technologietreiber für den IoT-Erfolg sind aus Sicht der befragten Unternehmen in den kommenden zwei Jahren künstliche Intelligenz (KI), Edge Computing und die schnelle Netzwerktechnologie 5G,
  • fast alle Befragten (97 %, in Deutschland 95 %) äußern aber auch Sicherheitsbedenken bei der Umsetzung von IoT-Projekten. Die Akzeptanz der Technologie bleibt davon aber unberührt,
  • nur 38 % der IoT-Anwender nennen Komplexität und technische Herausforderungen bei der Nutzung von IoT-Technologien als Hindernis für die weitere Einführung von IoT-Lösungen,
  • dagegen stellt der Mangel an Fachkräften und Ausbildung fast die Hälfte der Unternehmen vor Herausforderungen: 47 % beklagen einen Mangel an verfügbaren und qualifizierten Fachkräften, 
  • zudem scheitert fast ein Drittel der Projekte (30 %) bereits in der frühen Phase eines Proof-of-Concepts (PoC), weil die Implementierung zu teuer oder der Nutzen unklar ist.

Weitere Investitionen in IoT-Technologien

Zahlreiche weltweit tätige Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen setzen bereits auf IoT und Edge Computing, darunter Starbucks, Chevron, Bühler AG, Steelcase und Thyssenkrupp. Um den Erfolg von Kunden und Partnern im Internet of Things weiter voranzutreiben, hat Microsoft bis 2022 Investitionen in Höhe von 5 Mrd, US-$ (rund 4,5 Mrd. €) in intelligente Spitzentechnologien und Ökosysteme angekündigt. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen seinen IoT-Lösungen und -Plattformen mehr als 100 neue Funktionen und Dienste hinzugefügt. Zudem gibt Microsoft an, mit mehr als 10.000 IoT- und Intelligent-Edge-Partnern zusammenzuarbeiten, die auf der Basis von Microsoft-Technologien eigene IoT-Lösungen entwickeln und vertreiben.

Weitere Informationen:

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