Data for New Business Models
29.10.2019

Plattform Industrie 4.0: Gaia-X gestartet

Die Plattformökonomie ist eine Chance für die deutsche Industrie. Ihr einmaliges Produktions-Know-how verschafft ihr einen Vorteil bei Nutzung und Aufbau von B2B-Plattformen. Damit dieser Vorteil zum Erfolg führt, entwickelt die Plattform Industrie 4.0 in einem internationalen Netzwerk die Grundlagen: Sie war Geburtshelferin für das Projekt Gaia-X. Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier stellte es nun auf dem Digital-Gipfel als verteilte, offene Dateninfrastruktur vor. Damit Unternehmen digitale Geschäftsmodelle auch umzusetzen können, soll sie die Plattform mit Beispielen und Empfehlungen, sowie einem digitalen Zwilling für die Industrie 4.0 unterstützen.

(Bild: Plattform Industrie 4.0)

Digitale Technologien sind aus Sicht der Plattform Industrie 4.0 in den Fabrikhallen angekommen - nun geht Industrie 4.0 in die nächste Phase: Über die Zusammenführung von Daten und den Einsatz von KI sind neue Services und Geschäftsmodelle möglich. Vor allem bei Nutzung und Aufbau von B2B-Plattformen kann die deutsche Industrie ihr branchenspezifisches Fachwissen ausspielen und neue Marktanteile gewinnen. Doch dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen: Dateninfrastruktur, -sicherheit und -interoperabilität sind Voraussetzungen für die Entstehung neuer, digitaler Ökosysteme (vgl. Leitbild 2030). Die Plattform Industrie 4.0 und ihre Partner schaffen dafür zentrale Grundlagen.

Es wird davon ausgegangen, dass der Mittelstand in einem sicheren Umfeld in digitale Geschäftsmodelle investieren und sensible Daten mit Partnern teilen wird. Die Plattform Industrie 4.0 initiierte deshalb ein Projekt für den Aufbau einer europäischen Dateninfrastruktur, die den Bedarf des Mittelstands adressiert. Inzwischen steht das Projekt auf einer breiten Basis von Beteiligten und eigenen Füßen. Die Akteure der Plattform Industrie 4.0 gestalten den Aufbau der Dateninfrastruktur weiterhin intensiv mit und die Industrie wird zu den zentralen Anwendern gehören.

Sicherheit schafft Vertrauen und macht so den Austausch sensibler Daten erst möglich. Die Plattform Industrie 4.0 erarbeitet deshalb Sicherheitslösungen für die Industrie 4.0 in Kooperation mit (inter-)nationalen Partnern und überführt sie in Pilotprojekte. Für die KI-gestützte Analyse von Maschinendaten müssen sie in großer Menge und hoher Qualität aggregiert werden. Dafür hat die Plattform die Verwaltungsschale als Grundlage für digitale Zwillinge für die Industrie 4.0 entwickelt. Die Projekte Verwaltungsschale vernetzt und Recht-Testbed führen die Konzepte in die Anwendung.

Neben den technischen Voraussetzungen für digitale Wertschöpfung brauchen Unternehmen umsetzbare Empfehlungen. Die Plattform Industrie 4.0 zeigt Praxisbeispiele, identifiziert Grundmuster und betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte von datenbasierten Geschäftsmodellen auf. Zudem analysiert sie, welche organisatorischen Anforderungen mit digitalen Geschäftsmodellen einhergehen.

www.plattform-i40.de

 

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 19.11.2019