Industrie 4.0
04.11.2019

IFR: Indien verzeichnet bei Industrierobotern Wachstum um 39 %

Die International Federation of Robotics (IFR) hat ihr statistisches Jahrbuch World Robotics 2019 veröffentlicht. Zu den herausragenden Ergebnissen zählt, dass der Absatz von Industrierobotern in Indien mit 4.771 neu installierten Einheiten im Jahr 2018 einen neuen Rekord erzielt. Das ist ein Plus von 39 % gegenüber dem Vorjahr (2017: 3.412 Einheiten). Damit belegt Indien bei den jährlichen Installationen weltweit Platz elf.

"Indien ist eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften unter den Schwellenländern Asiens", sagt Junji Tsuda, Präsident der International Federation of Robotics. "Während die jüngsten globalen Absatzergebnisse recht moderat ausfielen, verzeichnete Indien 2018 eine beeindruckende Wachstumsrate von 39 %. Die Anzahl der Roboterinstallationen steigt seit einigen Jahren rasant. Zwischen 2013 und 2018 lag die durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate in Indien bei 20 %." 

Die Automobilindustrie bleibt mit einem Anteil von 44 % an den Gesamtinstallationen die mit Abstand größte Kundenbranche. Der stärkste Wachstumstreiber im Jahr 2018 war jedoch das allgemeine Industriesegment (General Industry) mit einem Plus von 28 %, bestehend aus der Gummi- und Kunststoffindustrie, der Metallindustrie und der Elektro-/Elektronikindustrie. Der Robotereinsatz in der Nicht-Automobilfertigung schließt zum Automobilsektor auf. 

Bei den jährlichen Installationen liegt Indien nun auf dem elften Platz der globalen Nachfrage - drei Plätze besser als im vergangenen Jahr und damit jetzt vor Singapur, Kanada und Thailand. Der Betriebsbestand an Robotern stieg auf rund 23.000 Einheiten (+21 % gegenüber 2017). 

Das Automatisierungspotenzial des Landes zeigt sich an der noch sehr niedrigen Roboterdichte in der Automobilindustrie: 99 Industrieroboter pro 10.000 Mitarbeiter sind weniger als ein Viertel der indonesischen Quote (440 Einheiten) und weit weg von China (732 Einheiten) und dem Spitzenreiter Korea (2.589). In der Fertigungsindustrie erreicht Indiens Roboterdichte nur einen Wert von vier Industrierobotern pro 10.000 Mitarbeiter. 

Ausblick

Die Aussichten für weiter steigende Roboterinstallationen sind lauf der IFR vielversprechend: Das indische Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2019 Prognosen zufolge um mehr als 7 % wachsen und Unternehmen vieler Branchen planen, ihre Kapazitäten zu erweitern. Indien verfügt über eine junge Bevölkerung mit starker Nachfrage nach neuen Arbeitsplätzen. Das Land muss seine Fertigungsindustrie ausbauen, um das Beschäftigungsangebot zu erweitern. Steigende Löhne und der wachsende Anteil wohlhabender Bürger sind die Hauptgründe für einen prosperierenden und vielversprechenden Verbrauchermarkt in Indien.

www.ifr.org

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Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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