Industrie 4.0
05.09.2019

Siemens PLM Software: Integriertes IoT-Angebot und neuer Name

Siemens präsentiert mit Xcelerator ein integriertes Portfolio aus Software, Services und einer Plattform für die Entwicklung von Applikationen. Das Angebot lässt sich personalisieren und an kunden- und branchenspezifische Anforderungen anpassen. Damit sollen Unternehmen jeder Größe unterstützt werden, den Schritt in Richtung eines digitalen Unternehmens zu gehen. Gleichzeitig hat Siemens PLM Software bekannt gegeben, zukünftig unter dem Namen Siemens Digital Industries Software zu firmieren.

(Bild: www.siemens.com/presse)

Xcelerator kombiniert das gesamte Portfolio an Siemens-Software für Konstruktion, Engineering und Fertigung mit einer erweiterten Mendix-Plattform für die Entwicklung von Low-Code- und Multiexperience-Applikationen. Die Mendix-Plattform umfasst jetzt auch Cloud- und App-Services für Digital Engineering und Internet of Things (IoT). Sie basieren auf Mindsphere, dem cloudbasierten, offenen IoT-Betriebssystem von Siemens, sowie den einheitlichen Low-Code- und No-Code-Entwicklungsumgebungen von Mendix. Mit Xcelerator will Siemens die digitale Transformation voran treiben, indem es als einzige Plattform jedem Beteiligten, einschließlich Endbenutzern und Ingenieuren, ermöglicht, die Datenlandschaft und Systeme einfach zu erstellen, zu integrieren und zu erweitern. Gleichzeitig gibt das Unternehmen bekannt, dass es von Siemens PLM Software zu Siemens Digital Industries Software wird. Mit der Namensänderung soll das Wachstum des Ökosystems und des Portfolios an Lösungen, Anwendungen, Tools und Dienstleistungen widergespiegelt werden, die die digitale Transformation in Unternehmen auf der ganzen Welt vorantreiben. 

„Siemens ist seit Langem für seine Innovationen bekannt, hebt dabei die Grenzen zwischen Engineering und Betrieb auf und verbindet die virtuelle und die reale Welt miteinander. Xcelerator setzt diese Tradition fort. Die Lösung kombiniert das komplette Softwareportfolio – von Electronic Design Automation bis hin zum Product Lifecycle Management – mit der Mendix-Plattform und Mindsphere für IoT. Das Einzigartige an Xcelerator ist die Möglichkeit, personalisierte Applikationen zu entwickeln. Es erfasst Informationen zu Feedback und Leistung und lässt diese in die Konstruktion und Fertigung zurückfließen – dadurch löst es das Versprechen der Digital Enterprise an die diskrete und Prozessindustrie ein“, so Tony Hemmelgarn, CEO von Siemens Digital Industries Software. „Ich freue mich auch darauf, dass wir als Siemens Digital Industries Software den nächsten Schritt in die Zukunft machen. Diese neue Identität bildet unser breites Portfolio an Software und Services für die Digitalisierung ab, die dort ansetzen, wo Konstruktion, Engineering und Fertigung von morgen aufeinandertreffen.“ 

Integrierte Plattform

Siemens verfügtüber ein breites Softwareportfolio für Elektronik und Mechanik, Systemsimulation, Fertigung, Betrieb und Lifecycle Analytics. Xcelerator vereint und integriert dieses Portfolio mit Embedded Tools und Datenbanken, die sich mit der bestehenden Umgebung aus Informations-, Betriebs- und Konstruktionstechnologien verbinden. So entstehen Workflows, die von einem breiten Spektrum an Siemens-Technologie profitieren. Die Capital-Software von Mentor wurde in die NX™ Software integriert, damit Experten aus allen technischen Disziplinen gemeinsam neue Produkte entwickeln können. Die Siemens-Lösung Opcenter wurde mit Valor kombiniert, um den digitalen roten Faden von der Konstruktion bis zur Fertigung zu verlängern und sicherzustellen, dass sich die Qualität kontinuierlich verbessert. Zudem hat Siemens vor Kurzem mehrere Validierungstools für den Automotive-Bereich integriert, um die autonome "PAVE360"-Pre-Silicon-Validierungsumgebung zu erstellen. Damit sollen eine schnelle Innovationen und eine zügige Validierung von Produkten und Prozessen ermöglicht werden. Dazu wird ein präziser digitaler Zwilling erschaffen, der modellbasierte Simulationen mit Testdaten und Analysen der realen Performance kombiniert.

Mit seinem Digital-Enterprise-Portfolio will Siemens Digital Industries Unternehmen jeder Größe ein umfassendes Angebot an Produkten, Lösungen und Services zur Integration und Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette bieten. Xcelerator ist die technische Softwarebasis für das Digital Enterprise. Das Xcelerator-Portfolio setzt sich zusammen aus einer Vielzahl an Anwendungen und Lösungen für Product Lifecycle Management (PLM), Electronic Design Automation (EDA), Application Lifecycle Management (ALM), Manufacturing Operations Management (MOM), Embedded Software und Internet of Things (IoT). Dieses integrierte Portfolio soll bei der Automatisierung eines Unternehmens unterstützen - von der obersten Ebene bis zur Produktion - und organisiert den Informationsfluss zwischen allen Beteiligten des Xcelerator-Ökosystems. So soll ein nachvollziehbarer digitaler roter Faden entstehen, der eine offene und kollaborative Umgebung, eine hohe Geschwindigkeit und große Agilität ermöglicht.

Mendix, Anbieter von Low-Code- und No-Code-Lösungen, wurde im letzten Jahr von Siemens übernommen. Mit der Erweiterung der Mendix-Plattform profitieren Kunden von der Leistungsfähigkeit der Cloud. Sie können nun Apps entwickeln, die ihre bestehenden Lösungen um neue Datentypen, Systeme und für neue Benutzer erweitern. "Mit den zusätzlichen App-Services für IoT powered by Mindsphere, Digital Engineering und Systemintegrationen kann die Mendix-Plattform nun noch mehr Daten aus jedem System nutzen und bidirektional mit Anwendungen und Geräten verbinden. Die Mendix-Plattform bietet Xcelerator-Kunden die Möglichkeit, Multiexperience-Applikationen zu erstellen und Daten auf jedem Gerät, von überall aus, in jeder Cloud und auf jeder Plattform auszutauschen und schneller von der digitalen Transformation zu profitieren", heißt es in einer Pressemeldung.

"Xcelerator befähigt Anwender, Apps zu erstellen, die Daten aus einer Vielzahl von IT-Systemen und -Anwendungen aufnehmen und bereitstellen. Unternehmen jeder Größe und an jedem Punkt der Lieferkette können ihr Geschäft so durch personalisierte, anpassungsfähige Softwarelösungen digital transformieren und neue Arbeitsweisen unterstützen. Ganz gleich, ob Unternehmen auf On-Premises-Lösungen, einen Mix aus Cloud-basierten Lösungen oder ausschließlich auf die Cloud setzen: Xcelerator ermöglicht es ihnen, ihre digitale Zukunft in dem Tempo und der Weise zu realisieren, die am besten zu ihnen passen", fasst das Unternehmen zusammen.

http://sw.siemens.com

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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