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13.05.2019

Gateway zur Welt der Augmented Reality

Mit Augmented Reality wird die reale Welt um virtuelle Aspekte erweitert. Das Schweizer Softwareunternehmen „holo|one“ hat eine standardisierte Augmented-Reality-(AR-)Plattformlösung für den B2B-Markt entwickelt, welche Unternehmen die Möglichkeit bietet, die AR-Technologie kostengünstig, zielgerichtet und gewinnbringend einzusetzen. Die Lösung hat den zweiten Platz des Industrie 4.0 Innovation Award 2018 belegt.

Die drei Module der AR-Business-Plattform „sphere“

Die drei Module der AR-Business-Plattform „sphere“

Oftmals haben Unternehmen bereits erste, eigene AR-Anwendungen entwickelt oder in Auftrag gegeben, die jedoch selten über das Prototypenstadium hinauskommen und somit nie produktiv eingesetzt werden. Die Business Suite „sphere“ bereitet diesem Status quo ein Ende – durch standardisierte Module, die sämtliche, kundenseitige Anforderungen an die AR-Technologie erfüllen und damit eine Vielzahl von Funktionen vereinen. Unternehmen haben so die Möglichkeit, den vollen Nutzen aus der Augmented Reality zu ziehen. Außerdem wird durch Integrationen über Schnittstellen mit übergeordneten Systemen sichergestellt, dass sich „sphere“ nahtlos in die bestehende ­Infrastruktur einfügt.

Die Suite umfasst aktuell drei Module, welche die ­Bereiche Fernunterstützung („EXPERT“, Kollaboration („WORKSPACE“) und Arbeitsabläufe („TASK“) neu definieren. Die Module sind jedoch nicht etwa isoliert, sondern greifen nahtlos in­einander über. Damit wird das Arbeiten, zum Beispiel an Produk­tionsanlagen, neu definiert: Die Mitarbeiter wissen stets, ­welche Arbeitsschritte zu welchem Zeitpunkt ausgeführt werden müssen, währenddessen Fehler aufgrund menschlichen ­Versagens ausgeschlossen werden. Sollten unvorhergesehene Probleme auftreten, können Experten von überall auf der Welt unterstützen, um eine reibungslose Produktion sicherzustellen. Es geht also nicht nur um die Funktionalitäten der einzelnen Module, sondern darum, deren Synergien zu nutzen, um daraus relevante Informationen zum richtigen Zeitpunkt verfügbar zu machen, ein besseres Verständnis über die eigenen Prozesse zu erlangen und basierend auf neuartigen Daten Produktivität und damit Rentabilität zu steigern.

Know-how und Fach­wissen an ­jedem Ort

Bei dem Modul „EXPERT“ geht es darum, Know-how und Fachwissen überall dort hinzubringen, wo es am dringendsten ­benötigt wird. Es findet in jeder Industrie Anwendung, wo regelmäßige Reparaturen, Wartungen und Troubleshooting-Eingriffe erforderlich sind. Sobald ein Techniker vor Ort Unterstützung benötigt, wird eine Verbindung zwischen seiner Augmented-Reality-Brille und einem oder mehreren Experten via Computer, Smartphone oder Tablet hergestellt. Danach bietet das Modul mehr Möglichkeiten als ein simpler Videoanruf: Der audiovisuelle Stream kann mithilfe verschiedener ­AR-Werkzeuge beidseitig ­manipuliert werden. So können alle Teilnehmer der Konferenzschaltung in die Umgebung des Technikers zeichnen sowie Dokumente, Bilder, ­Videos oder sogar 3D-Modelle teilen, um das vorliegende Problem schnell und fachmännisch zu lösen. Damit erübrigen sich die Reisekosten des Experten und Produktionsausfälle werden drastisch reduziert.


Dominik Trost und Sven Brunner, die Gründer der holo|one AG, präsentieren stolz den Industrie 4.0 Innovation Award (2. Platz)

Dominik Trost und Sven Brunner, die Gründer der holo|one AG, präsentieren stolz den Industrie 4.0 Innovation Award (2. Platz)


Präsentieren, besprechen und gestalten

„WORKSPACE“ stellt 3D-Modelle in den Vordergrund. Die integrierte Pipeline, welche CAD-Inhalte automatisch AR-kompatibel macht, ersetzt zeit- und kostenintensive, physische Modelle und ermöglicht komplett neue Anwendungsbereiche: So können digitale 3D-Modelle etwa im Table-Top-Modus dargestellt und von mehreren Teilnehmern einer Session betrachtet werden, um beispielsweise Produktedesigns zu überarbeiten. Die Personen müssen dabei nicht zwingend die gleiche Umgebung teilen, sondern können sich irgendwo auf der Welt befinden. Werden Manipulationen am Modell ausgeführt, werden diese in Echtzeit auf allen AR-Brillen synchronisiert. Weiter kann das digitale Modell, beispielsweise einer Maschine, in 1:1 Größe dargestellt und mit der ­Umgebung überlagert werden, um Layoutdis­kussionen und Mock-up-Studien durchzuführen. ­Außerdem wird durch Überlagerungen eine effi­ziente Art der Baufortschrittskontrolle möglich. Das ­Modul erlaubt zu jedem Zeit­punkt das Einblenden zusätzlicher Inhalte wie ­Dokumente, Fotos und ­Videos, um die Diskussionen zu ergänzen.

Prozesse optimieren

Das wohl vielseitigste der Module heißt „TASK“: Es unterstützt die User bei Routinearbeiten durch holografische Checklisten, Manuals und anderen Medien, welche im direkten Kontext zur Umgebung eingeblendet werden. Es hilft unter anderem Fehler zu eliminieren und Durchlaufzeiten zu verringern. Dabei können Informationen direkt aus übergeordneten Datenbanken der Firma abgegriffen werden, um die Verwaltung mehrerer Systeme zu verhindern. Weiter können über entsprechende Schnittstellen Live-Maschinendaten integriert werden. Task stellt somit sämtliche relevanten Informationen zur Verfügung, um Kunden sowie Mitarbeiter zu schulen und kritische Eingriffe schrittweise zu begleiten. Wenn bei Routineprozessen regelmäßig eine AR-Brille getragen wird, kann das Modul Daten zu dem Prozessablauf erfassen und analysieren. Somit ist es einfacher, Fehler und Engpässe zu eruieren und schließlich zu beheben.

Vertrieb über Partnernetzwerk

Beim Vertrieb der AR-Plattform „sphere“ setzt der Hersteller unter anderem auf ein Partnernetzwerk. Partner können etablierte Unternehmen wie auch externe Berater sein, die ihr bisheriges Portfolio auf Basis der Augmented-Reality-Technologie erweitern und so ein zukunftsorientiertes Standbein aufbauen wollen.

www.holo-one.com


Autor:

Dominik Trost
ist Marketing Director und Mitgründer der holo|one AG in Lenzburg/Schweiz.

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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