Industrie 4.0
24.07.2018

Omron integriert Cisco-Sicherheitstechnologie in seine SPS-Systeme

Die Omron Corp. und die Cisco Systems G. K. geben ihre Partnerschaft bekannt, nach der Omron die Netzwerk- und Sicherheitstechnologie von Cisco in seine SPS integrieren wird. Dadurch sollen sowohl die funktionale Sicherheit als auch die Datensicherheit in den immer intelligenter werdenen Fabriken verbessert werden.

(Bild: fotolia_NicoElNino)

Infolge der weiteren Umsetzung des IoT-Gedankens rechnet Omron damit, dass die Anzahl der vernetzten Geräte bis 2020 voraussichtlich 50 Milliarden erreichen wird. Außerdem seien Hersteller auf der ganzen Welt bestrebt, ihre globale Wettbewerbsfähigkeit und ihren Unternehmenswert zu erhöhen, indem sie ihre Produktionskapazitäten ausbauen. Ferner wird für die Industrie die Herausforderung gesehen, dass Fertigungsstandorte durch den Einsatz digitaler Technologien intelligenter gemacht werden müssen. Dadurch seien diese Standorte jedoch ernsthafteren Bedrohungen als je zuvor ausgesetzt, wie die gemeldeten Fälle von Produktionsausfällen durch Angriffe mit Ransomware und anderer Schadsoftware belegen.

Außerdem verlangt der Markt aus der Erfahrung von Omron immer höhere Qualitäts- und Sicherheitsstandards durch strengere Vorschriften bei Lebensmitteln und Medikamenten sowie Rückverfolgbarkeit, um die Qualität einzelner Komponenten in der Elektronikindustrie zu gewährleisten. "Wenn die Hersteller die Fertigungstechnologien weiter zu verbessern und gleichzeitig die genannten Themen im Produktionsbereich umsetzen und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden wollen, stehen sie vor großen Herausforderungen", heißt es von Unternehmensseite.

Aus diesem grund arbeiten Omron und Cisco zusammen, um sichere Prozesse zu ermöglichen, in denen SPS als zentrale Automatisierungskomponenten eine Sicherheitsauthentifizierung in dreifacher Hinsicht durchführen: für das Personal im Produktionsbereich, für Maschinen und mit Fertigungslinien vernetzte Geräte sowie die ausgetauschten Daten. "Durch die Integration der weltweit bewährten Netzwerk- und Sicherheitstechnologie von Cisco in die Controller-Technologie von Omron, die Steuerung und Information zusammenführt, werden wir dazu beitragen, dass das IoT in der Fertigung sicher eingesetzt werden kann und so einen wichtigen Beitrag für die Verwirklichung der intelligenten Fabrik leisten", heißt es in der Pressemeldung weiter.

Bevor diese technologischen Partnerschaft vereinbart wurde, hatte Omron mit den Maschinen-Controllern der NJ-Serie das Flaggschiff seiner SPS-Welt entwickelt. Diese Controller haben standardmäßig einen OPC-UA-Server an Bord und sind konform mit diesem weltweiten Standard für eine sichere Kommunikation. Die neuen SPS sollen eine sichere Datenkommunikation mit Software und Geräten ermöglichen, die OPC UA unterstützen.

Außerdem wollen die beiden Unternehmen durch die im Zuge ihrer technologischen Zusammenarbeit vereinbarte Kombination der SPS von Omron mit der Netzwerk- und Sicherheitstechnologie von Cisco das Spektrum der verfügbaren Lösungen für die Authentifizierung von Personen und Geräten erweitern.

Sicherheitsauthentifizierung von Personen, Geräten und Daten mit SPS:

Personen/Benutzer-Authentifizierung:

  • Die SPS authentifizieren den Benutzerzugriff und erlauben nur berechtigten Benutzern einen sicheren Fernzugriff (VPN), was eine sichere Überwachung von SPSen und Maschinen an Produktionsstandorten ermöglicht.

Geräteauthentifizierung:

  • Die SPS erkennen Verbindungen zu Geräten, blockieren den Zugriff von nicht berechtigten Geräten und senden Alarme in Echtzeit.

Datenauthentifizierung:

  • Die SPS verschlüsseln Kommunikationsdaten und stellen sicher, dass die Informationen entsprechend den jeweiligen Anforderungen übertragen werden. Außerdem erkennen und protokollieren sie nicht berechtigte Zugriffe und Sicherheitsbedrohungen durch eine detaillierte Überwachung und grafische Darstellung der Daten im Netzwerk.

https://industrial.omron.de/de

 

 

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