Industrie 4.0
09.05.2018

Genua steigert Umsatz 2017 um 43 % auf 30,1 Mio. €

Der deutsche IT-Sicherheitshersteller Genua hat im Jahr 2017 seinen Umsatz auf 30,1 Mio. € und seinen Gewinn auf 4,6 Mio. € vor Steuern (2016: 1,8 Mio. €) gesteigert. Als Wachstumstreiber werden vor allem Beteiligungen an IT-Großprojekten, zahlreiche umgesetzte Fernwartungslösungen bei Industriekunden sowie die starke Nachfrage der öffentlichen Hand nach IT-Sicherheitssystemen für den Geheimschutzbereich angegeben.

Marc Tesch ist Geschäftsführer der Genua GmbH (Bild: Genua)

Außerdem profitierte Genua von der Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei, zu deren Unternehmensgruppe der IT-Sicherheitsspezialist seit 2015 gehört.

Genua bietet Firewalls zum Schutz von sensiblen Netzwerken, Systeme zur verschlüsselten Datenübertragung via Internet sowie Lösungen zur sicheren Vernetzung und Fernwartung von Maschinenanlagen. Auf dem wettbewerbsintensiven Markt konzentriert sich der Hersteller auf Kunden in der Industrie und im öffentlichen Bereich mit hohen Sicherheitsanforderungen. Deshalb werden alle Lösungen in Deutschland entwickelt und hergestellt. Die zuverlässige Sicherheitsleistung der Lösungen belegen Zertifikate vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Zulassungen für den staatlichen Geheimschutzbereich. "Die Digitalisierung verspricht in nahezu allen Branchen große Vorteile, wird aber nur erfolgreich sein, wenn sie zuverlässig abgesichert wird. Dazu bieten wir die passenden Lösungen und investieren viel in die Forschung und Produktentwicklung, um unsere Position als führender IT-Sicherheitshersteller für Industrieunternehmen, Behörden und Organisationen im Gesundheitsbereich auszubauen", sagte Marc Tesch, Geschäftsführer der Genua GmbH.

Produktneuheit GS.Gate für die Industrie

Im Juni bringen die Sicherheitsexperten das Industrial Gateway GS.Gate auf den Markt. Die Lösung lässt sich herstellerunabhängig an Maschinen anbinden, um Zustands- und Leistungsdaten zu erfassen, zu analysieren und über sichere Verbindungen in die Cloud weiterzuleiten. Hier können dann weitere Industrial Analytics durchgeführt werden, um wichtige Informationen zu gewinnen: Wo sind noch Produktionskapazitäten verfügbar, wie ist der Zustand von Verschleißteilen, wann ist der beste Zeitpunkt für den nächsten Wartungs-Service?

Ein zentrales Merkmal des GS.Gate ist der Aufbau nach dem Security-by-Design-Prinzip: Von einem gehärtetem Microkernel-Betriebssystem werden strikt getrennte Bereiche für Analyseanwendungen und Sicherheitssysteme erzeugt. Nach außen Richtung Netzwerkanbindung sind nur die Sicherheitssysteme sichtbar, die gegen alle aktuellen Bedrohungen gewappnet sind und das Gateway sowie die angebundene Maschine vor unbefugten Zugriffen schützen. So können Industrieunternehmen bei der Digitalisierung ihrer Produktionsbereiche ein hohes Sicherheitsniveau erreichen.

Das GS.Gate ist eine gemeinsame Entwicklung des Spezialisten für industrielle Computertechnik Schubert System Elektronik GmbH und der Genua GmbH.

Mit digitaler Signatur Quantencomputern trotzen

Quantencomputer sind eine große Herausforderung für die IT-Sicherheit. Weltweit werden erhebliche Anstrengungen in die Entwicklung dieser leistungsfähigen Rechner gesteckt, und sobald sie einsatzfähig sind, können die derzeit verwendeten Public-Key-Verschlüsselungsverfahren keinen Schutz mehr bieten.

Dies gilt auch für digitale Signaturen, mit denen Softwarehersteller ihren Kunden die Echtheit von zugesandten Updates garantieren. Dann wäre es bspw. möglich, dass Angreifer Kunden manipulierte Update unterschieben, um über eingeschleuste Backdoors Zugang zu sensiblen Daten zu erlangen. Die Technische Universität Darmstadt und Genua haben diese Herausforderung angenommen und in einem gemeinsamen Forschungsprojekt ein marktfähiges Signatur-Verfahren entwickelt, das Quantencomputern standhält. genua nutzt dieses bereits, um Kunden die Echtheit zugesandter Software-Updates zu Sicherheitslösungen wie Firewalls und VPN-Appliances zu garantieren. In Kürze soll das Verfahren als erster Internet-Standard (Request for Comments, RFC) zu Post-Quantum-Signaturen veröffentlicht werden. Damit wird es zum universell gültigen Standard.

www.genua.de

 

 

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