Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Regelstrecke

→ Controlled System (eine Regelstrecke ist innerhalb des Wirkungsweges eines Regelkreises derjenige Teil, der die zu regelnde physikalische Größe, z. B. Drehzahl, Lage, Druck, Temperatur, Füllstandshöhe, u. a. enthält. Sie wird über einen Regler so beeinflusst, dass darin trotz einwirkender Störgrößen das vorgegebene Niveau der zu regelnde Größe [Regelgröße] eingehalten wird. Charakterisierung, mathematische Beschreibung und Identifikation von Regelstrecken siehe folgende Website)

http://de.wikipedia.org/wiki/Regelstrecke

Regelung

→ Closed-Loop Control / Feedback control (die Regelung bzw. das Regeln ist ein Vorgang, bei dem eine Größe, die zu regelnde Größe [Regelgröße], fortlaufend erfasst, mit einer anderen Größe [Führungsgröße] verglichen und abhängig vom Ergebnis des Vergleichs im Sinne einer Angleichung an die Führungsgröße beeinflusst wird. Der sich dabei ergebende Wirkungsablauf findet in einem geschlossenen Kreis, dem sogenannten Regelkreis statt. Bekannte Beispiele für Regelungen sind die Drehzahlregelung und die Lageregelung bei elektrischen Antrieben)

Regelungstechnik

→ Control Engineering (Teilgebiet der Automatisierungstechnik, das die ingenieurmäßige Behandlung und technische Umsetzung selbsttätiger Regelungen zum Gegenstand hat)

http://www.rn-wissen.de/index.php/Regelungstechnik

http://www.beer-net.de/download/pdf/regtech.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Regelungstechnik

www.mertech.de/rt/index.html#0

Register

→ Registers (in der Digitaltechnik bestehen aus parallel oder seriell angeordneten binären Speicherelementen [Flipflops]. Sie dienen als

  • Datenregister → Data Registers, Auffang- oder Pufferregister zur Zwischenspeicherung n-stelliger Informationseinheiten. Sie sind in dieser Eigenschaft Bestandteil zahlreicher elektronischer Schaltkreise, u. a. der Eingabe-/Ausgabe-Tore bei Mikrorechnern; als
  • Schieberegister → Shift Registers dienen sie zum
    o Links- und Rechtsverschieben eingespeicherter binärer Muster und Informationen,
    o zur Serien-Parallel- bzw. Parallel-Serien-Umsetzung digitaler Signale,
    o zur Zeitraffung bzw. Zeitdehnung von seriellen Informationen. Schnell eingetaktete Informationen können z. B. langsam ausgegeben werden und umgekehrt. Und als
  • Ringschieberegister → Circulating Registers, in denen eine einmal eingespeicherte Information taktgesteuert umläuft, werden sie zur Erzeugung spezieller Impulsfolgen, beispielsweise für die Ansteuerung von Schrittmotoren oder auch für die Erzeugung von Zufallsimpulsfolgen benutzt)

http://de.wikipedia.org/wiki/Schieberegister

http://de.wikipedia.org/wiki/Ringzähler

http://de.wikipedia.org/wiki/Register

Regler

→ Controller (sind Bestandteile von Regelkreisen, welche die Regelstrecke so beeinflussen. dass darin trotz einwirkender Störgrößen das vorgegebene Niveau der zu regelnden Größe [Regelgröße] eingehalten wird. Dazu vergleichen die Regler fortlaufend das Signal des Sollwertes mit dem gemessenen und zurückgeführten Istwert der Regelgröße und ermitteln aus dem Unterschied der beiden Größen, der Regelabweichung [Regeldifferenz] eine Stellgröße, welche die Regelstrecke so beeinflusst, dass die Regelabweichung im eingeschwungenem Zustand zu einem Minimum wird. Da die einzelnen Regelkreisglieder ein Zeitverhalten haben, muss der Regler den Wert der Regelabweichung verstärken und gleichzeitig das Zeitverhalten der Regelstrecke so kompensieren, dass die Regelgröße den Sollwert in gewünschter Weise [aperiodisch bis gedämpft schwingend] erreicht. Nach dem prinzipiellen Verhalten werden steitige und unstetige Regler unterschieden. Zu den bekanntesten stetigen Reglern gehören: P-Regler, I-Regler, PI-Regler, PD-Regler, PID-Regler)

http://de.wikipedia.org/wiki/Regler

Reihenklemmen

→ Modular Terminal Block (Reihenklemmen sind in erster Linie ein Bauteil zum Anschließen oder Verbinden elektrischer Leiter. Sie können zusätzlich aber auch mit elektronischen Bauelementen ausgestattet sein, die Zusatzfunktionen ermöglichen, z. B. mit LED ausgestattete Klemmen für die Realisierung einfacher Anzeigefunktionen, mit Varistoren, Transzorbdioden oder Gasentladungsableitern bestückte Klemmen zur Realisierung von Überspannungsschutzfunktionen bis hin zu Anschlussklemmen mit Optokopplern oder Relais zur galvanischen Entkopplung. Konstruktiv sind sie an- oder aufreihbar auf Tragschienen [Hutschienen] ausgeführt und haben im Allgemeinen zwei voneinander unabhängig wirkende Klemmstellen je Pol. Einpolige oder mehrpolige Reihenklemmen (Blöcke) können zu Klemmenleisten zusammengestellt werden. Solche Klemmenleisten werden in Schaltschränken zum Anschluss zu- und abgehender Kabel und Leitungen benutzt)

http://www.phoenixcontact.com > Suche: Reihenklemmen

http://www.weidmüller.de > Produkte

http://www.wago.com > Produkte

Relais

→ Relay (elektrisches Gerät, das durch Änderung einer Wirkgröße im Eingangskreis [Strom, Spannung oder deren Ableitung nach der Zeit, als auch Summe, Differenz, Produkt oder Quotient mehrerer elektrischer Größen] definierte Änderungen in einem oder mehreren elektrischen Ausgangskreisen bewirkt. Nach VDE 0435 werden hinsichtlich des Wirkprinzips folgende Arten unterschieden:

  • Elektromechanische Relais → (Electromechanical Relays, EMR), wenn ihre Funktion durch die Bewegung mechanischer Elemente als Folge der Wirkung eines elektrischen Stroms im Eingangskreis zustandekommt,
  • Elektrothermische Relais → (Thermo- oder Bimetallrelais) Thermal Relays, wenn ihre Funktion durch die Verformung thermischer Elemente ? vorzugsweise direkt oder oder indirekt durch den Eingangsstrom beheizte Bimetallstreifen ? zustandekommt,
  • Statische Relais bzw. Halbleiterrelais → (Solid State Relays, SSR) wenn ihre Funktion durch elektronische, magnetische, optische oder andere Mittel ohne Bewegung mechanischer Elemente oder thermischer Glieder verwirklicht wird.

Darüber hinaus werden nach dem Verwendungszweck Schaltrelais und Messrelais unterschieden. Schaltrelais werden als Steuerrelais, Hilfsrelais, Zwischenrelais, Zeitrelais, Fortschaltrelais, Melderelais und in noch anderen Spezifikationen zur Realisierung einfacher Steueraufgaben verwendet. Messrelais erfüllen als Schutzrelais, Überlastrelais, Überwachungsrelais, Differentialrelais, Distanzrelais, Schieflastrelais und in noch anderen Ausführungen Überwachungs-Schutz- und Diagnosefunktionen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Relais

http://www.schaltrelais.de

Reliability Engineering

→ Zuverlässigkeitsorientierte Ingenieursarbeit (umfasst alle Engineering-Prozesse, die darauf gerichtet sind, zuverlässig arbeitende Systeme zu schaffen und zuverlässigkeitsorientiert zu pflegen)

http://en.wikipedia.org/wiki/Reliability_engineering

http://www.weibull.com

Reluktanzmotoren

→ Reluctance Motors (Elektromotoren, die zur Erzeugung eines Drehfeldes eine einphasige oder dreiphasige Ständerwicklung haben. Der Läufer ist unbewickelt und nicht rotationssymmetrisch genutet. Aufgrund dieser Konstruktion zeigt der Reluktanzmotor sowohl asynchrones wie synchrones Drehzahl-Drehmomentverhalten. Der konventionelle Reluktanzmotor ist für kleine Leistungen, hohe Drehzahlen, für Netzbetrieb aber auch für frequenzgesteuerte Gruppenantriebe an einem Umrichter geeignet. In neuerer Zeit gewinnt der geschaltete Reluktanzmotor SRM an Boden)

http://www.kaiser-motoren.de/de/reluktanzmotoren.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Reluktanzmotor

http://www.servotechnik.de/forum/themen/th_0045.htm

Repeater

Wiederholer, Verstärker (sind Netzwerkelemente zum Verstärken und Regenerieren von Signalen in einem Netzwerk. Sie arbeiten auf der Bitübertragungsebene. Informationen, die einen Repeater passieren, können größere Entfernungen zurücklegen als sie es ohne Unterstützung durch den Repeater könnten. Einfaches, preiswertes Mittel, um ein LAN zu erweitern)

http://as-interface.net/academy/content/specials/glossary/frameset.de.html

Requirements Engineering

→ Anforderungserhebung (ingenieurmäßig basiertes, systematisches Erheben und Spezifizieren, d. h. Aufspüren, Erfassen, Beschreiben, Vereinbaren und Prüfen aller funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen an ein zu schaffendes Produkt/System/eine Leistung. Dieser Spezifikationsprozess wird ausgehend vom Lastenheft in enger Kooperation zwischen Auftraggeber/Kunden und Auftragnehmer durchgeführt. Er verläuft in der Regel iterativ und ist dann abgeschlossen, wenn alle Anforderungen an das zu entwickelnde Produkt/System hinreichend vollständig und eindeutig vorliegen. Sie werden im Pflichtenheft [Anforderungsspezifikation, System Requirements Specification] niedergelegt] dokumentiert)

http://de.wikipedia.org/wiki/Anforderungserhebung

http://www.meport.net > Indexliste

http://www.resg.org.uk

RESG

Requirements Engineering Spezialist Group → Verband der Requirements Engineering Spezialisten

http://www.resg.org.uk

Resolver

→ Resolvers (abgeleitet vom Englischen 'to resolve' = auflösen, sind induktiv arbeitende Geräte für die Erfassung und Übertragung von Drehwinkeln. Moderne Ausführungen lassen Genauigkeiten bis zu ±3 Winkelminuten zu. Sie werden im Bereich hochdynamischer Antriebslösungen eingesetzt. Konstruktiv handelt es sich dabei um kleine Wechselstrommaschinen in Präzisionsausführung, die eine einsträngige Läuferwicklung und eine zweisträngige Ständerwicklung haben, deren Stränge um 90 Grad räumlich gegeneinander versetzt im Stator angeordnet sind. Wird die Läuferwicklung mit einer Wechselspannung (gewöhnlich 10 kHz) konstanter Amplitude gespeist, werden auf transformatorischem Wege in den beiden Statorwicklungen Spannungen der gleichen Frequenz induziert, deren Amplituden dem Sinus bzw. dem Cosinus des Läuferdrehwinkels proportional sind. Über diese Amplituden und eine Arctan-Berechnung lässt sich der Läuferdrehwinkel erfassen. Das heißt, der Resolver arbeitet in diesem Fall als Drehwinkelgeber. Werden dagegen den beiden Ständerwicklungen Wechselspannungen zugeführt, deren Amplituden dem Sinus bzw. Cosinus eines gewünschten Winkelsollwertes proportional sind, entsteht im Läufer eine Spannung, die der Differenz zwischen Drehwinkel-Soll- und -Istwert entspricht. In diesem Fall arbeitet der Resolver als Drehwinkelgeber mit integriertem Soll-Istwert-Vergleich)

www.ltn.de/DE/Resolver/resolver.html

http://www.atas.cz

Ressourceneffizienz

→ Ressource Efficiency (natürliche Ressourcen wie Rohstoffe, fossile Energieträger aber auch Wasser, Luft und Bodenflächen bilden die Grundlage aller wirtschaftlichen Aktivitäten. Angesichts des anhaltenden Wachstums der Weltbevölkerung und der weltweiten Steigerung der Produktion von Bedarfsgütern ist im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens eine effizientere Nutzung aller Ressourcen zwingend erforderlich. Wesentliche Maßnahmen dazu sind:

  • die entsprechende Optimierung der Produktionsprozesse,
  • der Einsatz energie- und materialsparender Technologien,
  • die Entwicklung neuer umweltfreundlicherer Technologien,
  • die Produktentwicklung lebenszyklusweit ressourceneffizient anzulegen,
  • neue Recyclingpotenziale zu erschließen,
  • Arbeitsprozesse und Produktionsabläufe ressourcensparend zu verbessern und
  • entsprechendes Know-how in der Aus- und Weiterbildung aufzubauen)


http://www.netzwerk-ressourceneffizienz.de/de/to_know/kurz_amp_knapp/index.html

www.wupperinst.org/uploads/tx_wiprojekt/care_kp2_1.pdf

www.pruysintercom.de/download/CCC/1108.pdf

http://www.bundestag.de/gremien/welt/glob_end/7_7_2.html

http://www.netzwerk-ressourceneffizienz.de

http://www.vdi-zre.de

Restrisiko

→ Residual Risk (Risiko, das nach der Anwendung entsprechender Risiko-Abwehrmaßnahmen verbleibt)

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