Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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RCCB

Residual Current Operated Circuit Breaker [without Integral Overcurrent Protection] → Fehlerstrom-/Differenzstrom-Schutzschalter ohne integrierten Überstromschutz (der Auslösemechanismus des Schalter vergleicht den über die Zuleitungen zu einem Gerät hin- und rückfließenden Strom. Sobald sich zwischen beiden, z. B. infoge eines Erdschlusses im Gerät eine Differenz ergibt, löst er aus)

http://www.hv-doerner.de/NewsLB2010/Doepke/NEWS_Doepke.pdf

http://www.gcsescience.com/pme9.htm

RCD

Residual Current protective Device / Residual Current Operated Device → Fehlerstromschutzeinrichtung (FI-Schutzschalter. Sie trennen das geschützte Objekt vom Netz, wenn der Fehlerstrom einen bestimmten Wert überschreitet. Sie dienen dadurch dem Personen-, Anlagen- und Brandschutz)

http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter

http://www.gcsescience.com/pme9.htm

RCM

Reliability Centered Maintenance → Zuverlässigkeitszentrierte/Zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung (systematischer Ansatz zur Entwicklung von angepassten Instandhaltungsstrategien, die unter Berücksichtigung von anlagenspezifischen Kosten-, Sicherheits-, Umwelt- und anderen Aspekten insbesondere auf den wirtschaftlichen Funktionserhalt einer Anlage abzielen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Reliability_Centered_Maintenance

http://www.msc-gmbh.info/html/was_ist_rcm_.html

RCM

Residual Current Monitor → Differenzstrom-Überwachungsgerät (Gerät bzw. Gerätekombination nach DIN EN 62020 (VDE 0663), das den Differenzstrom [Differenz zwischen hin- und rückfließendem Strom] in Stromkreisen ständig überwacht und eine Meldung abgibt oder sofort oder kurzzeitverzögert auslöst, sobald ein eingestellter Ansprechwert überschritten wird. Dazu werden alle aktiven Leiter des zu überwachenden Abgangs durch einen Messwandler geführt. Ist die Summe aller hin- und rückfließenden Ströme gleich Null, wird im Wandler keine Spannung induziert. Fließt dagegen ein Fehlerstrom nach Erde ab, verursacht die Stromdifferenz am Wandlerausgang eine Spannung, die wahlweise zum Melden oder Schalten benutzt werden kann. Der Einsatz solcher Überwachungsgeräte schützt vor fehlerstrombedingten unerwarteten Betriebsunterbrechungen und erhöht die Verfügbarkeit von Anlagen. Darüber hinaus wird die elektrische Sicherheit [Personenschutz] verbessert. Differenzstrom-Überwachungsgeräte gibt es in verschiedenen Varianten, und zwar für die Erkennung von Wechselfehlerströmen und pulsierenden Gleichfehlerströmen und als allstromsensitive Variante, die zusätzlich reine Gleichfehlerströme erkennt) )

http://www.hv-doerner.de/NewsLB2010/Doepke/NEWS_Doepke.pdf

http://www.youtube.com/watch?v=YnC-kdVNh5U&feature=related

RCoax-Kabel
RCU

Residual Current Unit → Fehlerstrom-Auslöser (zum Anbau an Leistungsschalter)

RDRAM

Rambus DRAM (von der Firma Rambus Inc. entwickelter DRAM, der Arbeitsgeschwindigkeiten bis zu 600 MHz zulässt)

RDT

Remote Data Transmission → Datenfernübertragung

Redundanz

→ Redundancy (Überfluss, Übermaß, Überschuss. Funktionsbereites Vorhandensein von mehr als den zur Funktionserfüllung unbedingt erforderlichen technischen Mitteln, die der Erhöhung der funktionalen Sicherheit von Geräten und Systemen dienen. IEV 351-21-38)

http://de.wikipedia.org/wiki/Redundanz

Re-Engineering

→ Überarbeitung / Umstrukturierung / Neugestaltung (Re-Engineering oder Reengineering ist die grundlegende, zyklisch oder ereignisgesteuert ausgelöste, mehr oder weniger radikale Überarbeitung bzw. Neugestaltung von Software, Systemen oder Geschäftsprozessen mit dem Ziel einer optimalen Anpassung an neue Anforderungen. Grundlegende Aufgaben dabei sind das zielgerichtete Aufspüren und effektive Eliminieren von Problemfeldern in existierenden Systemen, um letztendlich zu gravierenden Verbesserungen in entscheidenden, messbaren Leistungsgrößen in den Bereichen Funktionalität, Kosten, Qualität, Service und Zeit zu kommen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Re-Engineering

http://reengineer.org

Refurbishing

→ Aufpolieren, Renovieren, Modernisieren, Sanieren (bezeichnet in Technischen Bereichen die qualitätsgesicherte Überholung und Instandsetzung von in der Regel bereits abgeschriebenen Produkten zum Zweck der Weiterverwendung und Weitervermarktung an kaufschwache Kunden, beispielsweise von Produktionsmaschinen und ganzen Produktionsanlagen in Entwicklungsländer. Durch das Refurbishing wird der Lebenszyklus von Produkten erhöht. Dadurch werden im Sinne nachhaltigen Wirtschaftens Abfälle vermieden und Primärressourcen geschont)

http://de.wikipedia.org/wiki/Refurbishing

Regeleinrichtung

→ Control System (Regler und Stellglied)

Regelgr??e

→ Controlled Variable (Größe, beispielsweise Druck, Temperatur, Drehzahl, Füllstand eines Behälter u. Ä., die im Sinne einer Regelung beeinflusst wird)

Regelg?te

→ Control Quality (für die Beurteilung der Qualität einer Regelung werden folgende Kriterien benutzt, und zwar die

  • Anregelzeit → Control Rise Time: Sie ist die Zeit, die nach einem Sprung der Führungsgröße oder einer Störgröße vergeht, bis die Regelgröße erstmals in den vorgegebenen Toleranzbereich des neuen Beharrungszustandes eintritt;
  • Überschwingweite → Overshoot: Sie ist die größte vorübergehende Sollwertabweichung der Regelgröße beim Übergang von einem Beharrungszustand in einen anderen nach einer sprungförmigen Änderung der Führungsgröße oder einer Störgröße;
  • Ausregelzeit → Control Setting Time: Gesamte Zeitspanne, die nach einer sprungförmigen Änderung der Führungsgröße oder einer Störgröße vergeht, bis die Regelgröße in den Toleranzbereich des neuen Beharrungszustandes eintritt, in dem sie danach verbleibt)
Regelkreis

→ Control System / Control Loop / Closed Loop (in sich geschlossener Wirkungsablauf zur gezielten Beeinflussung einer physikalischen Größe [Regelgröße], z. B. Konstanthalten der Drehzahl [Drehzahlregelkreis] oder Nachführen einer Größe entsprechend einer vorgegebenen Führungsgröße [Folgeregelkreis]. Wesentlich dabei ist die Rückführung des aktuellen Wertes der Regelgröße an den Eingang des Regelkreises und der kontinuierliche Soll-Istwert-Vergleich mit einer vorgegebenen Führungsgröße. Strukturelemente eines Regelkreises sind im Wesentlichen die Regelstrecke, z. B. ein Motor, auf den Störgrößen wie Belastungsmoment und Versorgungsspannungsschwankungen einwirken, deren Einfluss auf die Motordrehzahl ausgeregelt werden soll und ein Regler, der den Soll-Istwert-Vergleich realisiert und aus der erkannten Differenz, der sogenannten Regelabweichung eine Stellgröße bildet und diese der Regelstrecke zuführt, sodass die Regelabweichung im eingeschwungenen Zustand zu einem Minimum wird)

http://de.wikipedia.org/wiki/Regelkreis

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