Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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ZLS

Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (zuständig für die Akkreditierung und Überwachung von Prüflaboratorien, Zertifizierungsstellen und Inspektionsstellen die im Vollzug des europäischen Gemeinschaftsrechts sowie des nationalen Rechts die Sicherheit von Geräten, Maschinen und Anlagen überprüfen und zertifizieren)

www.zls-muenchen.de

Zuf?llige Fehler

→ Random Errors / Random Faults (Zufällige Fehler äußern sich bei der Funktionsausübung technischer Objekte im Ausfall bzw. Versagen funktionswichtiger Bauteile [Bauelemente, Verbindungen u.ä.] durch die kombinierte, nicht vorhersehbare Einwirkung vieler Einzeleinflüsse. Sie können sich nach ihrer Beseitigung jederzeit wiederholen. Zufällige Fehler sind eine mögliche Begleiterscheinung bei Hardware. Software kennt keine zufälligen Fehler. Siehe auch Systematische Fehler)

Zufallsausf?lle

→ Random Failures (sind gekennzeichnet durch einen nahezu konstanten Wert der Ausfallrate. Sie kennzeichnen das Ausfallverhalten von Bauelementen zwischen Frühausfallphase und Verschleißausfallphase und werden den meisten praktischen Zuverlässigkeitsbetrachtungen zugrundegelegt)

http://www.cloodt.de/Dateien/PDF/1lebensd.pdf

Zugriffsverfahren

→ Access Methods (Regeln, wie Teilnehmer auf ein Kommunikations-Medium, z. B. einen Bus, zugreifen können. Grundsätzlich ist zwischen kollisionsbehafteten [CSMA/CD, CSMA/CA] und kollisionsfreien Verfahren [z. B. Token Bus, Token Ring u. a.] zu unterscheiden. Unter Kollision versteht man dabei das Ereignis, wenn zwei oder mehr Stationen zufällig gleichzeitig auf das Übertragungsmedium zugreifen/senden wollen. Kollisionsfreier Betrieb wird durch die Zuteilung einer Sendeberechtigungsmarke [Token] an die einzelnen Netzstationen erreicht)

http://as-interface.net/academy/content/specials/glossary/frameset.de.html

http://www.netzmafia.de/skripten/netze/netz2.html

http://de.mimi.hu/infotech/zugriffsverfahren.html

Z?ndschutzarten

→ Ignition Protection Types (elektrische explosionsgeschützte Betriebsmittel können je nach Art und Funktion der Geräte nach Normen der Reihen DIN EN 60079-0 (VDE 0170-1) und DIN EN 61241 (VDE 0170) in den folgenden Zündschutzarten ausgeführt sein: Druckfeste Kapselung "d", Erhöhte Sicherheit "e", Eigensicherheit "i", Vergusskapselung "m", Ölkapselung "o", Überdruckkapselung "p", Sandkapselung "q", oder Zündschutzart "n")

http://explosionsschutz.net/ignition_protection/ignition_protected_01.html

http://service.foxboro-eckardt.com/de/ex/zuendschutzarten.htm

www.ptb.de/de/suche/suche.html > Suche: Zündschutzarten

Zustandsgraph

→ State Graph (gerichteter Graph in der Weise, dass die möglichen Zustände eines diskreten Systems den Knoten des Graphen zugeordnet sind und die möglichen Übergänge zwischen Zuständen durch richtungsbehaftete Kanten dargestellt werden. Letztere werden dabei mit den Bedingungen bezeichnet, unter denen jeweils der Zustandsübergang erfolgt. Die Simatic-S7-HiGraph-Programmiersprache beispielsweise benutzt Zustandsgraphen als Mittel zur Beschreibung der Zustandsfolgen bei einfachen technologischen Prozessen)

Zustandsorientierte Instandhaltung

→ Condition-oriented Maintenance (Instandhaltungsmethode, die sich auf die Zustandsüberwachung versagenskritischer Anlagen- bzw. Systemkomponenten stützt. Ziel dabei ist es, auf Basis prägnanter Fehlermerkmale quantifizierbare Aussagen über den aktuellen und nach Möglichkeit auch künftigen Zustand von Komponenten, Maschinen und Anlagen zu erhalten. Dadurch wird eine möglichst frühzeitige Erkennung sich anbahnender Schäden ermöglicht, um eine ausreichend lange Vorwarnzeit zur Vorbereitung und Durchführung von Abhilfemaßnahmen zu gewinnen. Dies versetzt die Anlagenbetreiber in die Lage, Wartungsintervalle zu verlängern, den Anteil unvorhergesehener Störungen zu minimieren und damit den Prozessablauf zu optimieren)

http://www.katiundjoerg.de/joerg/home_joerg/Job/Literatur/AKIDA_02_SMS.pdf

Zustandsregelung

→ State Control (Vektorregelung. Der Zustandsregler berechnet aus dem Führungsgrößenvektor w und dem Zustandsgrößenvektor q den Vektor der Steuergröße u so, dass der Zustandsgrößenvektor auf einer durch ein Gütekriterium vorgegebenen Bahn verläuft)

http://de.wikipedia.org/wiki/Zustandsregelung

Zustands?berwachung

→ Condition Monitoring (ähnlich wie beispielsweise eine regelmäßige medizinische Vorsorgeuntersuchung dazu dient, den Gesundheitszustand eines Menschen zu überwachen und zu beurteilen, sich anbahnende Erkrankungen anhand dafür relevanter Symptome zu erkennen und ein rechtzeitiges Einschreiten dagegen zu veranlassen, basiert das Condition Monitoring auf einer zeit- oder ereignisabhängig gesteuerten oder auch kontinuierlichen Erfassung des Zustands technischer Objekte [Geräte, Maschinen, Anlagen] durch Messung von Größen, die eine aussagefähige Bewertung des Objektzustands in Bezug auf Sicherheit und Wartungsnotwendigkeit zulassen, um ungewollte Stillstände und damit verbundene Produktionsausfälle zu vermeiden. Echtzeitfähige Zustandsüberwachungssysteme [Condition-Monitoring-Systeme] können darüber hinaus im Zusammenspiel mit schnell reagierenden Sicherheitssystemen die Notabschaltung von Anlagen veranlassen und aufgrund der erfassten Daten zur Störfallaufklärung beitragen)

http://www.pruftechnik.com/de/zustandsueberwachung.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Zustandsüberwachung

www.zustandsueberwachung.de

Zustimmschalter / Zustimmungsschalter

→ Enabling Switch (manuell zu betätigender Sicherheitsschalter, mit dem unter bestimmten Bedingungen, z. B. im Einricht-, Service- oder Probebetrieb von Maschinen, bewusst die Zustimmung erteilt werden kann, die Schutzwirkung einer Schutzeinrichtung aufzuheben. Mit ihm allein dürfen allerdings keine gefahrbringenden Zustände eingeleitet werden. Dafür ist ein zweiter, bewusst erteilter Befehl erforderlich)

Zuverl?ssigkeit

→ Reliability / Dependability (in technischem Kontext: Fähigkeit eines Systems an seinem vorgesehenen Einsatzort unter den dort herrschenden Einsatzbeanspruchungen vereinbarte Leistungen, z.?B. eine spezifizierte Funktion innerhalb definierter Wahrscheinlichkeitsgrenzen und Zeitabschnitte korrekt zu erbringen bzw. definitiv nach DIN EN 13306: Fähigkeit einer Einrichtung, eine geforderte Funktion unter gegebenen Bedingungen für einen gegebenen Zeitraum zu erfüllen. Das heißt, die Zuverlässigkeit eines technischen Produkts charakterisiert ganz allgemein den Grad seiner Eigenschaft unter gegebenen Einsatzbedingungen während seiner gesamten Lebensdauer verlässlich zu funktionieren. Wichtige charakteristische Zuverlässigkeitskennwerte sind: bei instandsetzbaren Systemen die Verfügbarkeit V, und die mittlere fehlerfreie Betriebszeit MTBF, bei nicht instandsetzbaren Systemen die mittlere Lebensdauer MTTF und bei Bauelementen bzw. Komponenten die sogenannte Ausfallrate. Für die Bewertung und den Nachweis der Zuverlässigkeit von Systemen werden verschiedenen Zuverlässigkeitsmodelle herangezogen. Ergänzend siehe Software-Zuverlässigkeit)

www.ias.uni-stuttgart.de/?page_id=35&show=umdruck

www.fh-fulda.de/~fd9006/Reliability/R&S-Terms.html

de.wikipedia.org/wiki/Zuverlässigkeit_(Technik)

http://goethe.ira.uka.de/seminare/ftv/bewertung

Zuverl?ssigkeitsblockdiagramm

→ Reliability Block Diagram (Hilfsmittel zur Modellierung und Analyse der Zuverlässigkeit großer Systeme. Ereignisdiagramm, das erkennen lässt, welche Elemente eines Systems zur Erfüllung der geforderten Funktion intakt sein müssen und welche ausfallen können, ohne dass die Systemfunktion beeinträchtigt wird [redundante Elemente]. Die Erstellung des Blockdiagramms erfolgt, indem man das betrachtete System in Elemente zerlegt, die je eine klar definierte Teilfunktion zu erfüllen haben. Diese Elemente werden dann zu einem Blockdiagramm so zusammengefügt, dass darin die für die Erfüllung der Systemfunktion unbedingt erforderlichen Elemente in Serienschaltung und die redundanten Elemente in Parallelschaltung erscheinen)

http://goethe.ira.uka.de/seminare/ftv/bewertung

http://www.reliabilityeducation.com/rbd.pdf

Zuverl?ssigkeitsmodelle
ZVEI

Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie → German Electrical and Electronic Manufacturers' Association (vertritt die wirtschafts-, technologie- und umweltpolitischen Interessen der deutschen Elektroindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Automationsrelevant ist die Forschungsgemeinschaft Automation im ZVEI [siehe www.zvei.org/?id=4680#10059])

http://www.zvei.de

Zwangsgef?hrte Kontakte

→ Positively Driven Contacts / Positive Action Contacts (im Bereich der Relaistechnik ein Begriff, der bei Sicherheitsrelais Besonderheiten des Kontaktsatzes gemäß EN 50205 kennzeichnet, und zwar besteht ein sogenannter zwangsgeführter Kontaktsatz aus mindestens einem Öffner und mindestens einem Schließer mit einer mechanischen Vorrichtung, die verhindert, dass Öffner und Schließer gleichzeitig geschlossen sein können. Diese Anforderung gilt insbesondere für den gestörten Zustand [Fehler], verursacht z. B. durch Öffnungsversagen eines Kontakts, für die gesamte Lebensdauer. In einer Schaltung hat dies zur Folge, dass ein geöffneter Schließer durch einen geschlossenen Öffner und umgekehrt erkannt werden kann. Der Fehler "Öffnungsversagen", d. h. dass ein Kontakt entgegen der Erwartung nicht öffnet, ist damit detektierbar)

http://www.schaltrelais.de/ccc1.htm

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