Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Z

Z?hler

→ Counter (Zähler sind in der Digitaltechnik Schaltungseinheiten zum Abzählen und Abspeichern von Impulsmengen, die z. B. diskreten Werten von Wegen, Winkeln oder Mengen von abzuzählenden Objekten entsprechen. Die gezählten Impulsmengen werden entweder zur Anzeige gebracht oder bestimmte Zählerstände zur Auslösung von Schalthandlungen benutzt, beispielsweise zur Abschaltung des Antriebs einer Wickelmaschine, nachdem die Arbeitswelle eine bestimmte Zahl von Umdrehungen erreicht hat. Eine wichtige Rolle spielt in Mikroprozessoren der sogenannte Befehlszähler, der die Speicheradresse des jeweils in die CPU zu holenden nächsten Befehls enthält.
Elektronische Zähler bestehen aus zweistufigen binären Speicherelementen, meistens JK-Master-Slave-Flipflops. Je nachdem, wie die Ein- und Ausgänge der einzelnen Flipflops miteinander verbunden werden, lassen sich Vorwärts- und Rückwärtszähler und je nach der Zuführung des Taktsignals zu den einzelnen Speicherelementen asynchron bzw. synchron arbeitende Zähler realisieren)

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/dig/0210222.htm

Zahlensysteme

→ Number Systems (mathematische Formalismen zur Darstellung von Größen, Werten und Mengen. Für die numerische Darstellung und Verrechnung von Größen interessieren in der Automatisierungstechnik das dezimale, das duale, das oktale und das hexadezimale System. Alle vier gehören zu den sogenannten polyadischen Zahlensystemen. Der Wert einer Zahl Z wird darin als Summe von Produkten dargestellt: Z = znBn + zn-1 Bn-1 + ... + ziBi + ... + z1B1 + z0B0,
von denen jedes aus zwei Faktoren besteht, und zwar aus einer Potenz Bi der frei wählbaren Basis B mit einem ganzzahligen Exponenten i und einer Ziffer zi, die angibt, wie vielmal die Potenz Bi vorhanden ist.

Zur Darstellung der Zahl Z ist die Stellenschreibweise üblich, in der die Ziffern zi der betreffenden Zahl aneinandergereiht sind:
Z = zn zn-1 ... z1z0 .
Je nach Wahl der Basiszahl B erhält man unterschiedliche Zahlensysteme, die mehr oder weniger Ziffern zi haben. Um in Zweifelsfällen den Wert einer Zahl aus einer gegebenen Ziffernfolge richtig ablesen zu können, muss ein Hinweis auf das zugrundeliegende Zahlensystem gegeben werden. Das geschieht entweder durch Anfügen der Basis B als Index oder durch die Buchstaben D für das Dezimalsystem, B für das Dualsystem, Q für das Oktalsystem und H für das Hexadezimalsystem)

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/dig/0208031.htm

www.elektroniktutor.de/netze/zahlsyst.html

Zeichen

→ Charakter / Symbol (aus dem Blickwinkel der Linguistik ist ein Zeichen ein [sinnlich wahrnehmbares] "Etwas" [Anhaltspunk, Hinweis, Marke, Indikator, Symbol o. Ä.], das in vereinbarter Weise für "etwas Anderes" [der realen oder virtuellen Welt] steht. Je nach Bezug zum bezeichneten Objekt spricht man von einem "Index", wenn sich das Zeichen als Hinweis auf eine Ursache deuten lässt, von einem "Ikon", wenn das Zeichen zum bezeichneten Objekt eine gewisse bildhafte Ähnlichkeit aufweist und von einem "Symbol", wenn der Bezug zum bezeichneten Objekt willkürlich festgelegt [definiert] ist. Technisch-fachsprachlich gesehen sind Zeichen Elemente aus einer zur Darstellung von Informationen vereinbarten endlichen Menge, dem Zeichenvorrat [Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen u. Ä.])

http://www.uni-koeln.de/ew-fak/Deutsch/materialien/mbm/downloads/PS-SW/ps-sw-01-zeichen.pdf

http://www.kfunigraz.ac.at/iwiwww/archiv/kap1.pdf

Zeitdiskrete Regelung

→ Discrete-time Control (Siehe Abtastregelung)

Zeitdiskrete Systeme

→ Discrete Time Specified Systems, DTSS (spezielle Klasse dynamischer Systeme, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Werte darin auftretender zeitveränderlicher Größen [Signale] nur zu äquidistanten Zeitpunkten ändern, die Größen selber aber jeden beliebigen Wert annehmen können, z. B. die Informationsparameter analog-diskontinuierlicher Signale)

http://www.ti.cs.uni-frankfurt.de/lehre/ss05/systemtheorie/v2.pdf

Zeitkonstante

→ Time Constant (technische Systeme, deren Ein-/Ausgangs-Verhalten durch eine Differentialgleichung erster Ordnung der Form T(dy/dt) + y = x beschrieben werden kann, antworten auf eine sprungförmige Änderung der Eingangsgröße x von 0 auf einen konstanten Wert X bzw. von X auf 0 bezüglich der Ausgangsgröße y nach der Funktion y = X(1-exp[-t/T]) bzw. y = X• exp[-t/T]. Das sind e-Funktionen, in denen die Größe T die Dimension einer Zeit hat. Sie wird als Zeitkonstante bezeichnet und ist ein Charakteristikum für die Schnelligkeit des Übergangsvorgangs. Nach Ablauf der Zeit t = T hat im ersten Fall die Ausgangsgröße y 63 % des stationären Endwerts X erreicht bzw. ist im zweiten Fall auf 37 % des Ausgangswerts X abgeklungen. Nach t = [3... 5]T kann in beiden Fällen der Ausgleichsvorgang als abgeschlossen angesehen werden. Da viele technische Vorgänge zumindest näherungsweise e-Funktionen folgen, wird der Begriff Zeitkonstante in großem Umfang zur Charakterisierung des Zeitverhaltens von Systemen, wie vorstehend beschrieben, genutzt)

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitkonstante

Zeitkontinuierliche Syteme

Time-continuous Systems / Differential Equation Specified Systems

Zeitplansteuerung / zeitgef?hrte Ablaufsteuerung

→ time-program control, time-scheduled open loop control (siehe Ablaufsteuerungen)

 

ZOH

Zero-order Hold → Halteglied nullter Ordnung (D/A-Wandler, der in Abtastregelkreisen aus einer zeitdiskreten Signalfolge eine zeitkontinuierliche Treppenfunktion mit der Abtastzeit als Stufenbreite erzeugt)

http://regpro.mechatronik.uni-linz.ac.at/downloads/Buecher/DigiReg.pdf

Zentrale Antriebstechnik

→ Central Drive Technology (Aufbautechnik für Mehrmotoren-Antriebskonzepte, bei der die zentrale Einspeisung, die Umrichter, die Motorsteuerungen, gegebenenfalls erforderliche Motorregelungen und diverse Schaltgeräte in einem Schaltschrank zusammengefasst sind. Die Motoren, u. a. prozessnahe Stellglieder, werden daraus versorgt und angesteuert und erforderliche Sensorsignale dahin zurückgeführt. Klassisch bewährte und auch künftig vorteilhafte Aufbautechnik für die Antriebsausrüstung bei räumlich sehr kompakten Serienmaschinen, wenn ein breites Spektrum an Antrieben benötigt wird, z. B. Servomotoren, Schrittmotoren, frequenzgesteuerte Drehstrommotoren, und wenn genügend Schaltschrankplatz vorhanden ist. Für größere oder räumlich verteilte Maschinen oder weiträumige Anlagen ist die dezentrale Antriebstechnik besser geeignet)

www.kem.de/home/-/article/16537493/26184666

Zentraler Erdungspunkt

→ Central Earthing Point (ist der aus Gründen der elektromagnetischen Verträglichkeit in einer Abnehmeranlage mit informationstechnischen Systemen der einzige zulässige Erdungspunkt des Neutralleiters. Er soll vorzugsweise in der Hauptverteilung angeordnet sein. Nur so ist sichergestellt, dass keine vagabundierenden Ströme über das Schutzleitersystem fließen und ein optimaler EMV-Status erreicht wird)

http://www.eib-home.de/software/stabiler_eib_betrieb_emv.pdf

http://www.erdungsmessung.com/html/begriffe.html

ZEP
Zertifizierung

→ Certification (abgeleitet vom Lateinischen certum facere = sicher machen bezeichnet Zertifizierung eine Maßnahme, in deren Rahmen eine neutrale, dafür akkreditierte Stelle überprüft, bewertet und schriftlich bestätigt [Zertifikat], dass Produkte, Dienstleistungen, Systeme, Verfahren, Unternehmen oder Personen bestimmten dafür anerkannten in Vorschriften oder Normen fixierten Kriterien entsprechen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Zertifizierung

ZigBee

(drahtloses Überragungsverfahren nach IEEE 802.15.4 für low-power, low-data-rate-Funkapplikationen zur Vernetzung von Geräten und zur drahtlosen Kommunikation und Steuerung in nahezu allen, insbesondere zeit- und energiekritischen Bereichen [Heimvernetzung, Medizintechnik, Automatisierungs- und Sicherheitstechnik, Facility-Management usw.]. Zigbee unterstützt Datenraten von 20 kBit/s, 40 kBit/s und 250 kBit/s in den Frequenzbändern 868 MHz / 2,46 GHz mit Sendeleistungen bis maximal 25 mW [Europa] und 915 MHz / 2,4 GHz mit Sendeleistungen bis 10 mW [USA], Reichweite: 1 m bis 100 m und darüber)

de.wikipedia.org/wiki/ZigBee

www.zigbee.org

Zip

Zipping (eine Art der Komprimierung, d.?h. das Verkleinern von Dateien, damit sie weniger Platz auf einem Speichermedium einnehmen)

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