Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Transferimpedanz

→ Transfer Impedance (die Transferimpedanz ZT' auch HF-Kopplungswiderstand oder Schirmkoppelimpedanz genannt, ist ein Gütemaßstab für Kabelschirme und damit eine Kabelkenngröße. Sie ist definiert als das auf die Länge l bezogene Verhältnis der Störspannung USt auf dem Innenleiter zum Störstrom ISt , der, z. B. induziert von einem einfallenden Störfeld, den Kabelschirm durchfließt: ZT' = USt /(ISt l). Größe und Frequenzgang der Transferimpedanz hängen ausschließlich von der konstruktiven Beschaffenheit des Kabelschirms ab. Einfluss haben die Stärke des Schirms, die Ausführung des Schirmgeflechts und der Gleichstromwiderstand des Schirms. Bei Gleichstrom und niedrigen Frequenzen ist die Transferimpedanz identisch mit dem Gleichstromwiderstand des Kabelschirms. Sie ist in der DIN EN 50173 bei 1 MHz auf 50 mΩ/m und bei 10 MHz auf 100 mΩ/m spezifiziert. Im Übrigen bedeuten kleine Werte für die Transferimpedanz gute Schirmwirkung für das Kabel. Die Transferimpedanz interessiert, wenn der Kabelschirm vom Nutzsignal und vom Störstrom gemeinsam beansprucht wird)

http://www.emv-ing.de/ztyt/ztyt1.htm

Transponder

Transmitter/Responder (ein Transponder ist, wie die Begriffsbildung verdeutlicht, eine Einrichtung, die eingehende Signale aufnimmt und automatisch darauf antwortet. In der Nachrichtentechnik versteht man darunter eine Anlage, die Funksignale empfängt, umformt und/oder verstärkt und auf einer anderen Frequenz wieder abstrahlt. In der Mess- und Überwachungstechnik versteht man unter einem Transponder einen Mikrochip mit einer Sende- und Empfangsantenne, einer Steuerlogik und einem Daten- und Energiespeicher, welcher die Kommunikation mit einem entsprechenden Lesesystem berührungslos ermöglicht. Dabei ist zwischen aktiven und passiven Transpondern zu unterscheiden. Im Gegensatz zu den aktiven Transpondern haben passive Transponder keine eigene Stromversorgung, was zwar die Schreib-Lese-Reichweite auf auf den Zentimeterbereich beschränkt [typisch sind 4 cm bis 5 cm], jedoch entscheidende Vorteile bezüglich der Abmessungen, Wartung und Lebensdauer bringt. Das Lesesystem baut hier ein elektromagnetisches Feld auf, welches den Transponder über die integrierte Antennenspule mit Energie versorgt. Der Datenaustausch zwischen Transponder und Lesesystem erfolgt durch Modulation dieses elektromagnetischen Felds. Transponder gibt es in vielen hermetisch geschlossenen Ausführungen, z.?B. als Klebeetikett, Anhänger, Chipkarte, Plakette oder Stift, auch als Implantate. Sie werden überall dort eingesetzt, wo einzelne Objekte, Tiere, Produkte zum Zweck der Identifizierung oder Überwachung markiert werden müssen. Dazu siehe auch RFID)

http://de.wikipedia.org/wiki/Transponder

www.transponder.de

Transport Layer

→ Transportschicht (Schicht 4 im OSI-Referenzmodell. Diese Schicht ist für die korrekte Datenbereitstellung, d. h. für Fehlererkennung und Fehlerkorrektur zuständig. Sie verwandelt dazu den Strom der Sendedaten in kleine Datenpakete für die Übertragung bzw. verwandelt beim Empfang die Datenpakete in einen Datenstrom zurück. Auch das Versenden der Empfangsbestätigungen obliegt dieser Schicht. Die Hauptaufgaben dieser Schicht liegen somit im Auf- und Abbau von Teilnehmerverbindungen und in der gesicherten Übertragung der Daten)

Transputer

Transmit/Computer (wie der zusammengesetzte Begriff verdeutlichtlichen soll, ist darunter ein Chip zu verstehen, der alle wesentlichen Teile eines Computers enthält [Prozessor, RAM, E-/A-System] und zusätzlich mit einer Kommunikations-Hardware ausgestattet ist. Wesentlich am Konzept des in den 1980er-Jahren vorgestellten Transputers waren seine Cluster-Fähigkeit und die damit mögliche Parallelisierung der Rechenprozesse, um höhere Rechengeschwindigkeiten zu erreichen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Transputer

Transversalflussmaschine

→ Transverse Flux Machine / Transverse Flow Machine (Sonderbauform, bei der der magnetische Fluss senkrecht zur Drehebene geführt wird. Entsprechende Motoren haben den Vorteil, hohe Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen und kleiner Bauform mit entsprechend niedrigem Gewicht bereitstellen zu können. Die Hauptnachteile sind die hohe Drehmomentwelligkeit und die Normalkraftschwankungen, die zu Geräuschen und Vibrationen führen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Transversalflussmaschine

http://www.energie.ch/at/tfm/index.htm

TRBS

Technische Regeln für Betriebssicherheit → Technical Regulations for Safety in the Work Place (die technischen Regeln für Betriebssicherheit konkretisieren die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in Bezug auf die Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen sowie bezüglich der Ableitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Sie repräsentieren den Stand der Technik, der Arbeitsmedizin und Hygiene entsprechende Regeln und sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für die Bereitstellung und Nutzung von Arbeitsmitteln und den Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen)

http://www.sidiblume.de/info-rom/tr_/trbs/index.htm

Trennklemme

→ Disconnect Terminal (Trennklemmen sind speziell für Prüf- und Messaufgaben konzipiert. Mit ihrer Hilfe lassen sich Stromkreise gezielt spannungsfrei schalten. Beispielsweise lassen sich ankommende und abgehende Steuerleitungen zwischen einem Steuerschrank und einer Maschine zu Mess- und Prüfzwecken servicefreundlich mit Trennklemmen trennen. Dabei ist lediglich zu beachten, dass der Trennvorgang nicht unter Spannung durchgeführt werden darf)

TRIAC

Triode Alternating Current Semiconductor Switch → bidirektionaler Thyristor (Wirkungsweise wie bei zwei antiparallel geschalteten SCR. Einsatzgebiet: Wechselstromsteller für kleine und mittlere Leistungen)

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0411081.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Triac

Trommelmotoren

→ Drum Motors (sind Antriebselemente, die einen Getriebemotor und eine Antriebstrommel für ein Fördergut oder ein Förderband in einer kompakten Einheit kombinieren. Ursprünglich entwickelt für Gurtförderer kommen sie heute für viele andere Anwendungen, wie für den Antrieb von Palettenbahnen, von Zahnriemen oder rotierenden Bürsten, zur Anwendung)

http://www.trommelmotor.de

TR-S-WLAN

Technische Richtlinie Sicheres WLAN (Richtlinie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik für die sicherheitsgerechte Planung und Bewertung drahtloser LAN. Die Richtlinie besteht aus drei Teilen, in denen für Hersteller und Prüfinstanzen Sicherheitsfunktionalitäten definiert und mögliche Verfahren zur Prüfung und Auswahl der Produkte aufgezeigt werden.
Teil 1: Darstellung und Bewertung der Sicherheitsmechanismen,
Teil 2: Vorgaben eines WLAN-Sicherheitskonzepts,
Teil 3: Auswahl und Prüfung von WLAN-Systemen)

www.bsi.bund.de > Suche: TR-S-WLAN

Trusted Wireless

(Funktechnologie auf Basis der FHSS-Technik, speziell dafür entwickelt, geringe Datenmengen [analoge und digitale IO-Signale] über mittlere und große Entfernungen [bis in den Kilometerbereich] störsicher mit hoher Zuverlässigkeit zu übertragen. Sie nutzt die Vorzüge des lizenzfreien Funkbetriebs im 2,4-GHz-Band und wird zur drahtlosen Übertragung von IO-Signalen in prozesstechnischen Applikationen, wie Tanklager, Pipelines, Kläranlagen u. Ä., als Kabelersatz für große Distanzen angewandt. Hohe Systemdichten von mehreren hundert Netzwerken und störungsfreier Parallelbetrieb zu WLAN 802.11- und Bluetooth-Systemen ist möglich)

http://files.messe.de/cmsdb/001/3301.pdf

TSC

Thyristor Switched Capacitors → thyristorgeschaltete Kondensatoren (Leistungselektronik für Energieübertragungs- und -verteilnetze)

TSD

Touch Sensitive Device → berührungsempfindliche Einrichtung (Eingabegerät mit Fingerbetätigung)

TSD

Transient Suppression Devices → Einrichtungen zur Unterdrückung von Transienten (z. B. Entstörmodule an Relaisspulen zur Unterdrückung von Abschaltüberspannungen)

TTCAN

Time-Triggered CAN (Ergänzung zum CAN-Protokoll. TTCAN erlaubt es, zeitgesteuert Nachrichten über ein CAN-Netzwerk zu schicken. CAN bleibt als zu Grunde liegende Datenverbindungsschicht unverändert. Die Zeitsteuerung selbst und damit auch die Synchronisation der verschiedenen Steuergeräte im Netzwerk wird von der TTCAN-Schicht übernommen)

www.can-cia.org/index.php?id=166

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