Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

» Weiterführende Informationen sowie die Möglichkeit, die Printausgabe zu bestellen, erhalten Sie hier.

» Den Anhang der Print-Ausgabe finden Sie hier.

T

Token

→ Marke, Zeichen (Sendeberechtigungsmarke in Netzen mit kollisionsfreiem Zugriff)

Token-Passing

(hybrides, auf dem Token-Verfahren basierendes Zugriffsverfahren für Multimaster-Systeme. Hierbei erfolgt die Weitergabe des Senderechts zwischen den Mastern nach dem Token-Verfahren, während die Übertragung zwischen einem Master und den Slaves nach dem „Master-Slave-Prinzip" geschieht)

Token-Verfahren

(Buszugriffsverfahren nach IEEE 802.4 Token Bus bzw. 802.5 Token Ring. Bei diesem Verfahren wird das Token [Berechtigungsmarke] von einem Teilnehmer zum nächsten weitergegeben. Der Teilnehmer, der das Token besitzt, hat das Senderecht und darf auf das gemeinsame Übertragungsmedium zugreifen)

www.netzmafia.de/skripten/netze/netz2.html#2.3

Tolerierbares Risiko
TOP

Technical and Office Protocol → Normprotokoll für ein offenes Kommunikationssystem für den Büro- und Engineering-Bereich

Top-Down

→ von oben nach unten (vom Allgemeinen zum Speziellen, vom Abstrakten zum Konkreten fortschreitend. Betrachtungsweise, Vorgehensweise, Methode, die in verschiedenen Zusammenhängen, wie Analysieren, Planen, Entwickeln, Organisieren und Durchsetzen, angewendet wird. Gegensätzlicher Ablauf wie beim Bottom-up-Verfahren)

http://de.wikipedia.org/wiki/Top-down_und_Bottom-up

Topologie

→ Topology (hier: Netzwerkstruktur, d.?h. die Art der Anordnung und Verbindung der Netzkomponenten [Stationen, Teilnehmer]. Übliche Grundstrukturen sind

  • Stern-Topologie → Star-Topology: Alle Teilnehmer sind an einen zentralen Knoten angeschlossen. Jegliche Kommunikation läuft über diesen Knoten. Eine direkte Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmern ist nicht möglich.
  • Linien-Topologie → Line-Topology: Alle Teilnehmer liegen an einem gemeinsamen Übertragungsweg. Zu einem Zeitpunkt kann immer nur eine Nachricht von einer Station zu einer anderen transportiert werden.
  • Ring-Topologie → Ring-Topology: Alle Teilnehmer sind ringförmig miteinander verbunden. Es gibt keine Zentrale. Alle Teilnehmer sind gleichberechtigt.
  • Vermaschte Struktur → Mesh-Topology: Jeder Teilnehmer ist mit mehreren anderen verbunden. Zwischen zwei Stationen können mehrere unabhängige Übertragungswege existieren. Diese Redundanz kann bei Unterbrechung eines Übertragungswegs zur Sicherstellung des Datentransports benutzt werden.
  • Baumstruktur → Tree-Topology: Baumförmige Topologien entstehen durch Kombination der vorgenannten Strukturen.)

In Abhängigkeit von den jeweils geltenden Randbedingungen sind in praktischen Applikationen meistens Mischstrukturen anzutreffen. Im Bereich der industriellen Automatisierung beispielsweise wird die Struktur der dort eingesetzten Kommunikationsnetze in starkem Maße durch die spezielle Beschaffenheit des Automatisierungsobjekts [Maschine/Anlage] geprägt. Anwendungen für sternförmige Netzstrukturen sind insbesondere räumlich kleine Bereiche mit hoher Gerätedichte, wie bei einzelnen Produktionsmaschinen. Baumförmige Konfigurationen, die mehrere Sternstrukturen zusammenfassen, finden sich in komplexen Anlagen mit weitgehend autonomen Teilsystemen. Linienstrukturen sind speziell für weitläufige Objekte, wie Fördersysteme, und Ringstrukturen insbesondere für Systeme mit erhöhten Zuverlässigkeitsforderungen geeignet)

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0503281.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Topologie_(Rechnernetz)

http://www.netzwerktotal.de/netzwerktopologie.htm

Torquemotoren

→ Drehmomentmotoren (Torquemotoren sind rotatorische Antriebselemente für die Direktantriebstechnik. In moderner Ausführung handelt es sich dabei um bürstenlose Synchronmotoren mit hochpoliger Permanentmagneterregung in Innen- oder Außenläuferausführung. Es gibt sie jedoch nach wie vor auch in bürstenbehafteter Gleichstromausführung. Sie dienen insbesondere im Bereich der Werkzeugmaschinenbranche als Ersatz für hydraulische und herkömmliche elektrische Antriebsstrukturen, bestehend aus Elektromotor und einer Getriebeeinheit. Sie sind für große Drehmomente [bis zu einigen 1 000 Newtonmetern, Nm] und niedrige Drehzahlen ausgelegt und ihr mechanisches Konzept ist so beschaffen, dass sie konstruktiv leicht in die anzutreibenden Mechanismen und Maschinen integrierbar sind. Dies ermöglicht einen extrem kompakten Systemaufbau, der schwingungsarm, spielfrei, geräuscharm sowie weitestgehend verschleiß- und wartungsfrei mit gutem Wirkungsgrad arbeitet und sowohl die Maschinendynamik als auch die Wiederhol- und Positioniergenauigkeit verbessert. Das wichtigste Auswahlkriterium für Torquemotoren ist neben dem Beschleunigungsvermögen [Nm/kgm²] die sogenannte Motorkonstante Km gemessen in Nm/W½. Sie gibt unabhängig von der Geschwindigkeit an, welche Verluste bei einem geforderten Drehmoment entstehen. Torquemotoren werden z. B. in Rundtisch- und Schwenkachsantrieben bei Werkzeugmaschinen, als Antrieb für Extruderschnecken in der Kunststoffindustrie, als Walzenantrieb in Folienziehmaschinen, als Roboterachsantriebe und in vielen anderen Anwendungen eingesetzt)

www.fischer-elektromotoren.de/Technische_Dokumentation_Torquemotoren.pdf

www.handling.de/upload_hoppenstedt/Markt%C3%BCbersicht-hj11_716314.pdf

http://www.a-drive.de/download/adrive_servomotoren_str.pdf

http://www.bobry.ch/pdf/torque/Handbuch_CH041-133.pdf

http://www.maccon.de/?id=29

Totzeit

→ Dead Time / Delay Time / Downtime / Lag Time / Reaction Time (in der Regelungstechnik: Verzugszeit zwischen der Änderung einer Systemeingangsgröße und der entsprechenden Antwortreaktion am Systemausgang)

http://de.wikipedia.org/wiki/Totzeit_(Regelungstechnik)

Totzeitglied

→ Lag Element (System mit Totzeit)

Touchscreen

→ Sensorbildschirm (berührungssensitiver Bildschirm zur Aktivierung eines angebotenen Menüs durch Antippen mit einem oder mehreren Fingern. Touchscreens für den industriellen Einsatz müssen unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Schmutz sein, eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen und sich auch mit Schutzhandschuhen bedienen lassen. Moderne Touchscreen-Eingabegeräte z.B. der Firma RAFI vereinen ein auf kapazitiver Basis arbeitendes Display und Eingabeelemente, die als Taster, Wheel, Slider oder Sensorfelder mit Näherungsschalter ausgeführt sein können, unter einer stabilen geschlossenen Glasoberfläche mit Touch-Funktionalität. Der Screen verfügt über eine Auflösung von elf Bit, ist multitouchfähig und unterstützt die Touchfunktionalitäten von windowas 7, wie z.B. Mehrfingereingabe und Gestensteuerung. Durch die fugenlose Oberfläche, das geschlossene Gehäuse und die Unempfindlichkeit gegen Schmutz und Feuchtigkeit eignen sich solche Bediengeräte gleichermaßen für den Einsatz in der Pharma- und Lebensmittelbranche, in der Prozess- und Fertigungsindustrie wie auch für die Haushalts- und Gebäudetechnik)

www.all-electronics.de/texte/anzeigen/41363/Touchbedienung

www.rafi.de/Touch-Systeme-z-B-kundenspez.71.0.html

de.wikipedia.org/wiki/Touchscreen

TQM

Total Quality Management → ganzheitliches Qualitätsmanagement (umfassendes, auf langfristigen Erfolg durch Kundenzufriedenheit angelegtes Qualitätsmanagementkonzept, das alle in einer Struktureinheit an der Entwicklung und Realisierung von Prozessen, Produkten und Dienstleistungen beteiligten Instanzen in die Qualitätssicherung mit einbezieht)

Traceability
Tr?gheitsmoment

→ Moment of Inertia (das Trägheitsmoment J ist eine physikalische Größe, der bei Rotationsbewegungen die gleiche Bedeutung zukommt wie bei geradlinigen Bewegungen der Massenträgheit, d. h. es ist ein Maß für das Beharrungsvermögen eines Körpers bei Rotation und deshalb von besonderer Bedeutung für die Auslegung von rotatorischen Antriebsystemen. Es berechnet sich aus der Summe der Produkte der Massen aller Teilchen eines Körpers und den Quadraten ihrer Abstände von der Drehachse)

http://de.wikipedia.org/wiki/Trägheitsmoment

Transceiver

Transmitter/Receiver → (Daten-) Sender/Empfänger (kombiniert in einer Einheit. Über solche Komponenten werden z. B. Datenendgeräte an ein lokales Netz angeschlossen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Transceiver

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 17.09.2019