Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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S

Sicherheitsrelais

→ Safety Relais (Sicherheitsrelais sind Relais mit zwangsgeführten Kontakten. Sie dienen als Komponenten von Sicherheitsbauteilen der Auswertung von Sicherheitssignalen, die durch Sicherheitssensoren wie Sicherheitsschalter, Not-Aus-Taster, Zwei-Hand-Bedienungen usw. erzeugt werden und in kritischen Situationen dem Verhindern oder Stillsetzen gefahrbringender Maschinenfunktionen)

www.tele-haase.at/medialibrary/folder/handbuch_sicherheitsrelais_deu.pdf

www.schaltrelais.de/download/sicherheitsrelais.pdf

www.moeller.net/binary/pdf_kat/nk1188de.pdf

Sicherheits-Relais-Bausteine

→ Safety Relay Modules (sind Sicherheitsschaltgeräte)

Sicherheitsschalter

→ Safety Switches (sind Positionsschalter für Sicherheitsfunktionen, die überwachen, ob eine bewegliche Schutzeinrichtung in Schutzfunktion ist oder nicht, beispielsweise eine Schutztür geschlossen oder offen ist. Wichtig ist ihre manipulationssichere Ausführung)

http://www.bgdp.de/pages/service/download/medien/346.pdf

www.euchner.de

Sicherheitsschaltger?te

→ Safety Switching Devices / Safety Devices / Safety Relais (dienen dem Schutz von Mensch und Maschine. Sie werden eingesetzt, wenn die verlässliche Abwendung einer Gefahr gefordert ist. Sie überwachen Sicherheitssensoren, wie Not-Aus-Taster, Lichtgitter, Positionsschalter, Zweihandtaster, Sicherheits-Fußschalter und Schutztüren, oder die Position beweglicher Maschinenteile und liefern sicherheitsgerichtete Schaltsignale zur Abwendung gefährlicher Situationen. Klassische Geräte arbeiten mit elektromechanischen Schaltelementen während moderne Geräte auf elektronischer Basis über Funk berührungslos arbeiten. Sind Sicherheitsfunktionen zu realisieren, die mehrere modulare Sicherheitsrelais erfordern, werden vorteilhaft multifunktionale Sicherheitsschalgeräte eingesetzt)

www.voltimum.at/files/at/attachments/aba/p/d/sst/hk/kap5_ssg_hk1.pdf

www.leuze.de/products/las/msc/msi100/p_01_de.html

www.zander-aachen.de/kat4/zander_safety_short.pdf

www.automation-safety.de/download/Handbuch.pdf

www.tesch.de/deutsch/sicherheitsrelais/html

Sicherheits-Schaltmatten

→ Safety Shutdown Mats, Safety Mats (sind Schaltmatten, die zur Absicherung von großflächigen betretbaren Gefahrenstellen bzw. Gefahrenbereichen dienen, um Personen an oder in der Nähe von gefährlichen Maschinen oder Anlagen vor Verletzungen zu schützen. Ein Betreten der Schaltmatte führt zum sofortigen Stopp des gefahrbringenden bewegten Maschinenteils. Sie kommen immer dann zur Anwendung, wenn mechanische Schutzeinrichtungen oder Lichtschutzsysteme nicht ausreichen oder nicht praktikabel eingesetzt werden können oder auch zur Ergänzung dieser Systeme, beispielsweise dann, wenn gefährliche Bereiche nicht eingesehen werden können. Die je nach Anwendungsfall erforderlichen Abmessungen der Schaltmattenbereiche sowie deren Position sind in einschläglichen Normen festgelegt. Je nach Einsatzbedingung dient Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl als Oberflächenmaterial. Die Grundwanne der meisten Schaltmatten dagegen besteht aus Kunststoff)

http://content.honeywell.com/sensing/prodinfo/safety/installation/p007_24g_0302.pdf

http://www.tapeswitch.de/sicherschalt.htm

Sicherheits-Trittmatten
Sicherheitszuhaltungen

→ Solenoid Interlocks / Safety Locking Devices (sind Verriegelungsbauteile, die sicherstellen, dass seitlich verschiebbare, drehbare oder abnehmbare Schutzeinrichtungen, wie Gitter, Hauben oder Türen, im Zusammenwirken mit dem steuerungstechnischen Teil einer Maschine, z. B. Stillstandswächtern oder Zeitgliedern, so lange nicht geöffnet werden können, bis gefahrbringende Zustände hinter der Absperrung, beispielsweise Nachlaufbewegungen, beendet sind. Sie kommen aber auch dort zur Anwendung, wo das Öffnen einer Schutzeinrichtung einen unzulässigen Eingriff in einen laufenden Produktionsprozess darstellt. Sicherheitszuhaltungen gibt es in formschlüssiger und berührungsloser elektromagnetischer Ausführung. Eine Einbindung in das AS-i-Netzwerk der Maschine ist möglich)

www.directindustry.de/industrie-hersteller/sicherheitszuhaltung-80562.html

SIF

Safety Instrumented FunctionSicherheitsfunktion (Funktion, die von einem E/E/PE-sicherheitsbezogenen System, einem sicherheitstechnischen System anderer Technologie [Pneumatik, Hydraulik] oder externen Einrichtungen ausgeführt wird mit dem Ziel, beim Eintreten eines definierten gefährlichen Ereignisses einen sicheren Zustand für ein überwachtes bzw. gesteuertes Objekt [EUC] zu gewährleisten)

Signal

→ Signal (allgemein gesehen ist ein Signal ein Zeichen mit festgelegter Bedeutung. Aus technischer Sicht repräsentiert ein Signal eine zeitlich veränderliche physikalische Größe, z. B. eine Lichtintensität auf Lichtleitern oder eine Spannung oder einen Strom auf metallischen Leitern, die einen Parameter hat  [Amplitude, Frequenz, Phasenlage], der konkrete Aussagen über den Werteverlauf einer anderen physikalischen Größe zulässt. Der entsprechende Parameter wird als Informationsparameter bezeichnet. Beispielsweise kann mithilfe eines Tachogenerators die Drehzahl einer mechanischen Welle gemessen, d. h. auf der Amplitude der Generatorausgangsspannung abgebildet werden. Die Amplitude der Ausgangsspannung ist hier der Informationsparameter, der im Sinn der gegebenen Signaldefinition Aussagen über den zeitlichen Werteverlauf der Drehzahl der Maschinenwelle zulässt. Je nach Wertevorrat, zeitlicher Erhältlichkeit und Anzahl der Informationsparameter lassen sich verschiedene Signal-Grundtypen unterscheiden. Wichtig für die Automatisierungstechnik sind analoge, binäre und digitale Signale [siehe: analoges Signal, Binärsignal, digitales Signal])

http://de.wikipedia.org/wiki/Signal_(Physik)

Signalausbreitungsgeschwindigkeit

→ Signal Propagation Speed (Geschwindigkeit v, mit der sich ein Signal auf einem Übertragungsmedium ausbreitet. Im Vakuum breiten sich feldgebundene Signale mit Lichtgeschwindigkeit aus, d. h. mit v =  c0 = 1/√(µ00) = 299.792.458 m/s ≈ 300.000 km/s. Das sind 30 cm/ns. In einem beliebigen Medium ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit geringer. Es gilt: V = c0/√(µrr). In Kupferkabeln ist dies beispielsweise ein Wert von etwa 2/3 bis 4/5 der Lichtgeschwindigkeit; auf Leiterplatten beträgt der Mittelwert etwa 15 cm/ns, also ca. die Hälfte der Lichtgeschwindigkeit c0)

Signalflusspl?ne

→ Signal Flowcharts (dienen der grafischen Darstellung der wirkungsmäßigen Zusammenhänge eines Systems. Dabei abstrahiert man von den gerätetechnischen Details des zu beschreibenden Systems und stellt nur die informationellen Zusammenhänge, z. B. die aus regelungstechnischer Sicht wichtigen Übertragungseigenschaften dar. Signalflusspläne bestehen aus Übertragungsblöcken, die das Übertragungsverhalten der einzelnen Systemkomponenten in passender Weise, z. B. durch die Übertragungsfunktion, kennzeichnen und aus Wirkungslinien, welche die Wirkungsrichtungen der Signale zwischen den Blöcken symbolisieren. Sie werden vor allem in der Entwicklungsphase zur Analyse und Synthese von Regeleinrichtungen sowie bei der Durchführung von Stabilitätsuntersuchungen angewandt)

http://www.samson.de/pdf_de/l101de.pdf

Signallaufzeit

→ Signal Propagation Delay (Zeit tL, die ein Signal benötigt, um eine bestimmte Übertragungsstrecke l zu passieren. Sie ist vom Übertragungsmedium abhängig und berechnet sich aus tL = l/v, wobei v die Signalausbreitungsgeschwindigkeit repräsentiert. Um eine Strecke von l = 30 m zurückzulegen, benötigt danach ein feldgebundenes Signal ca. 100 ns und ein kabelgeführtes Signal etwa 150 ns)

SIL

Safety Integrity Level Sicherheits-Integritätslevel (Sicherheitsanforderungsstufe)

SILCL

SIL Claim Limit → SIL-Anspruchsgrenze (maximaler SIL-Wert eines Teilsystems eines SRECS)

http://www.arbeitssicherheit.leuze.de/a/a_13.html

SIL-Handbuch
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 18.07.2019