Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Spline-Interpolation

→ Spline Interpolation (Das Ziel einer Interpolation besteht grundsätzlich darin, eine Funktion zu ermitteln, die durch n vorgegebene Stützpunkte verläuft, um mit dieser Interpolationsfunktion dann Funktionswerte ermitteln zu können, die zwischen den Stützstellen liegen. Wird eine polynomielle Funktion höheren Grades als Interpolationsfunktion benutzt, kann es zu extremen unerwünschten Abweichungen der Interpolationskurve zwischen den Stützpunkten kommen. Abhilfe bietet hier die sogenannte Spline-Interpolation, bei der nicht versucht wird, eine Interpolationsfunktion über alle Stützstellen zu gewinnen, sondern nur abschnittsweise über jeweils zwei Stützpunkte. Am Häufigsten werden hierzu lineare oder kubische Splines verwendet, die durch eine lineare Funktion bzw. ein Polynom 3. Grades interpoliert werden. Das heißt ein Spline setzt sich aus vielen Polynomabschnitten niedriger Ordnung zusammen und liefert ein wirklichkeitsgetreueres Abbild der Interpolationsfunktion als eine polynomielle Funktion höheren Grades ähnlich der Zeichnung mit einem biegsamen Kurvenlineal)

www-user.tu-chemnitz.de/~uro/teaching/SS2002-numerik/misc/Splines.pdf

www2.hs-esslingen.de/~mohr/mathematik/numerik/spline_praes.pdf

www.activeart.de/dim-shops/ibe/3004MO/demo

SPOF

Single Point of Failure → Einzelne Fehlerstelle (In Verbindung mit Zuverlässigkeitsbetrachtungen: Bestandteil eines technischen Systems, dessen Versagen den Ausfall des gesamten Systems nach sich zieht)

de.wikipedia.org/wiki/Single_Point_of_Failure

SRS

Safety-related Sytem → Sicherheitsbezogenes System

SSD-System

Safety Shutdown System → Notabschaltsystem (Synonym für SIS)

Stand der Technik

→ State of the Art / Prior Art (repräsentiert zu einem bestimmten Zeitpunkt die technischen Möglichkeiten zu einem bestimmten Sachverhalt, die auf gesicherten Erkenntnissen von Wissenschaft und Technik beruhen. Feinheiten in Verbindung mit Rechtsnormen und Verträgen siehe folgende Websites)

www.ce-wissen.de/wp-content/uploads/2010_05_ce-infoservice_5_stand_der_technik.pdf

de.wikipedia.org/wiki/Stand_der_Technik

Statische Relais

→ Solid State relais, SSR (Siehe Relais und Halbleiterrelais)

Stern-Dreieck-Schalter

→ Star-delta Switch (auch: Stern-Dreieck-Starter. Nockenschalter zur Stern-Dreieck-Umschaltung von Drehstrom-Asynchronmotoren beim Anlassen)

www.schaltungsbuch.de/contactors139.html

www.schaltungsbuch.de/rotary006.html

www.schaltungsbuch.de/rotary007.html

Sternschaltung

→ Star Connection /Wye Connection [USA] / Y Connection [USA] (Schaltungsart der Stränge in einem Dreiphasen- oder allgemein Mehrphasen-Drehstromsystem, bei der alle Stränge einseitig in einem Punkt, dem Sternpunkt miteinander verbunden sind. An diesem Punkt wird der Neutralleiter [Sternpunktleiter] und an den anderen Strangenden werden die Außenleiter des jeweiligen Drehstromsystems angeschlossen. Bei Drehstrommotoren und anderen symmetrischen Lasten kann auf die Verbindung von Sternpunkt und Neutralleiter verzichtet werden, da sich hier die Ströme im Sternpunkt zu Null ergänzen. Siehe auch IEV 421-10-01)

www.elektrotechnik-fachwissen.de/wechselstrom/sternschaltung.php

www-tet.ee.tu-berlin.de/lehre/Grundlagen-ET-1/folie081.pdf

Steuerstrecke

→ Controlled System / Equipment under Control, EUC (Innerhalb des Wirkungsweges einer Steuerung derjenige Teil des Systems, in dem technische oder physikalische Größen im Sinne gewünschter Maßahmen beeinflusst werden)

Steuertransformatoren

→ Control Transformers (sind Einphasen- oder Dreiphasen-Transformatoren nach VDE 0570 bzw. DIN EN 60742 und DIN EN 61558, die in der Energie- und Automatisierungstechnik die Betriebsspannung für Steuer- und Hilfsstromkreise [Relais- und Schützsteuerungen, elektronische Steuer- und Meldestromkreise] liefern. Sie halten Netzspannungsspitzen von den Hilfsstromkreisen fern, ermöglichen es, die Hilfsstromkreise ungeerdet zu betreiben und dämpfen im Störungsfall die Höhe des Kurzschlussstroms im Steuerstromkreis. Gemäß DIN VDE 0113 Teil 1 ist ein Steuertransformator vorzusehen, wenn die Hilfstromkreise mehr als 5 elektromagnetische Betätigungsspulen enthalten oder Steuer- und Meldegräte außerhalb von Steuerschränken oder Maschinen angebracht sind)

www.karaschgmbh.de/node/15

www.getra.de/E01.pdf

Strecke

→ Controlled System / Equipment under Control, EUC (Innerhalb des Wirkungsweges einer Steuerung bzw. einer Regelung derjenige Teil des Systems [Steuerstrecke bzw. Regelstrecke], in dem technische oder physikalische Größen gemäß einer Zielfunktion beeinflusst werden)

Stuxnet

(Nach Expertenmeinung ein mit großem Aufwand und großer Sachkenntnis erstellter Computerwurm [Schadprogramm] zur Sabotage von Steuerungssystemen in Industrieanlagen)

www.spiegel.de/thema/stuxnet

de.wikipedia.org/wiki/Stuxnet

Super-Kon

Super-Kondensator (zur Speicherung elektrischer Energie in neuen Dünnschichtbauelementen. Das Hauptziel des seit 2010 laufenden, vom BMBF geförderten Forschungsprojekts besteht darin, mit neuartigen Kondensatoren aus Kompositmaterialien vergleichbare Energiedichten wie die von verfügbaren, aber in der Anwendbarkeit begrenzten, Doppelschichtkondensatoren (Supercaps) zu erreichen und dabei die spezifischen Vorteile der Super-Kondensatoren nutzbar zu machen)

www.super-kon.uni-halle.de

Synchrondrehzahl

→ Synchronous Speed (Drehzahl nsyn = f / p, mit der das Drehfeld einer Drehfeldmaschine im Ständer der Maschine umläuft. f Frequenz der Speisespanung, p Polpaarzahl der Maschine)

www.hgaechter.ch/elmaschinen/synchdrehzahl.htm

Synchronzeit?berwachung

→ Sychronous Time Monitoring / Simultaneity Monitoring (Die Synchronzeitüberwachung oder auch Gleichzeitigkeitsüberwachung ist eine Überwachungsfunktion, realisiert beispielsweise durch ein Sicherheitsrelais, die prüft, inwieweit die von Signalgebern einlaufenden Signale zwecks Erzielung einer definierten Schutzwirkung hinreichend gleichzeitig, d.h. innerhalb einer definierten Zeitspanne, der sogenannten Synchronüberwachungszeit, eintreffen. Wird diese überschritten, erfolgt keine Freigabe gefährlicher Maschinenfunktionen. Für bestimmte Sicherheitseinrichtungen wie z.B. Zweihandschaltungen ist eine Synchronzeitüberwachung vorgeschrieben)

www.omniray.ch/display.cfm/id/102898/disp_type/dmssimple/pageID/64170 > Seite A•9

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