Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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SVGA

Super Video Graphics Array (Grafikstandard mit einer Auflösung von mindestens 800 x 600 Bildpunkten [Pixels] und mindestens 256 Farben)

SWAM

Smart Wireless Autonomous Microsystems → Intelligente, drahtlose, autarke Mikrosysteme (sie ermöglichen den Aufbau neuartiger Sensor-Aktor-Netzwerke und können überall dort angewendet werden, wo Messwerte erfasst, protokolliert, überwacht, übertragen und verarbeitet werden sollen, eine drahtgebundene Kommunikation nicht möglich ist und Wert auf die Miniaturisierung gelegt wird)

http://www.imtek.de/content/pdf/public/2004/sl_4005_mackensen.pdf

http://www.imtek.de/content/pdf/public/2004/artikel_sum2004_v2.pdf

Switch

→ Network Switch (wörtlich "Schalter" ist eine Netzwerk-Komponente, ähnlich einem Hub, die in in einem Netz empfangene Datenpakete im Gegensatz zum Hub nicht an alle Netzknoten sondern nur an den jeweiligen Adressaten weiterleitet. Das heißt, im Gegensatz zu einem Hub sorgt ein Switch für eine gezielte Kommunikation innerhalb eines Netzes, die sich nur zwischen Sender und Empfänger einer Nachricht abspielt. Unbeteiligte Netzknoten bleiben dabei unberührt)

http://de.wikipedia.org/wiki/Switch_(Computertechnik)

Switched WLAN

(neue WLAN-Architektur, bei der ein zentraler Access Controller die Kontrolle der Access Points übernimmt. Sie bietet durch schnelleres Roaming, zentrale Ressourcenplanung, Monitoring und Konfiguration auch für industrielle Anforderungen viele Vorteile)

http://www.rt-solutions.de/upload/0_1160490434.pdf

Synchronmotoren

→ Synchronous Motors (haben eine Statorwicklung, die ein magnetisches Drehfeld erzeugt und einen Rotor, der entweder eine über Schleifringe mit Gleichstrom gespeiste Erregerwicklung oder, bei Maschinen kleiner Leistung, Permanentmagnete trägt. Er läuft innerhalb des normalen Belastungsbereichs synchron mit dem Drehfeld um. Beim Überschreiten eines Maximalmomentes fällt der Motor außer Tritt und bleibt stehen.
Dreiphasen-Synchronmotoren mit gleichstromerregtem Polrad kommen vor allem im Bereich höchster Leistungen von einigen 10 MW, z. B. für den Antrieb von Zementmühlen, Pumpen oder Verdichtern zur Anwendung, die im Dauerbetrieb arbeiten und keine Drehzahlstellung erfordern. Sie bieten den Vorteil, dass sie zusätzlich zur Blindleistungskompensation herangezogen werden können. Im Bereich kleiner und kleinster Leistungen, wie sie z. B. feinwerktechnische Antriebe erfordern, werden Einphasen-Synchronmotoren eingesetzt. Die Entwicklung der Leistungselektronik hat es ermöglicht, auch unter Verwendung von Synchronmotoren drehzahlstellbare Antriebe zu realisieren. Dazu wird zwischen Netz und Synchronmotor ein von der Rotorlage abhängig gesteuerter Umrichter geschaltet.
Im Bereich kleiner Leistungen sind dies permanenterregte Synchronmotoren, die nach dem Prinzip der Elektronikmotoren arbeiten)

http://www.vem-group.com/mediadb/pdf/dm.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Synchronmotor

Syntax

→ Syntax (vom griechischen Wort "syntaxis" [Ordnung, Anordnung] herrührend ist die Syntax, allgemein sprachwissenschaftlich gesehen, die Lehre vom Satzbau, d. h. die Lehre von den grammatikalischen Regeln, wonach in Sprachen aus Wörtern zusammengehörige Wortgefüge bzw. wohlstrukturierte Sätze gebildet werden. Sinngemäß repräsentiert sich die Syntax in Verbindung mit einer Programmiersprache als das Regelwerk, das bei ihrer Anwendung korrekt zu befolgen ist)

http://de.wikipedia.org/wiki/Syntax

Synthese

→ Synthesis (basierend auf dem griechischen Begriff "Sýnthesis" versteht man darunter allgemein den Prozess einer Zusammensetzung, Zusammenfassung, Zusammenfügung, Verknüpfung oder Vereinigung von zwei oder mehreren Elementen, Bestandteilen, Komponenten, Subsystemen zu einem neuen größeren, qualitativ höherwertigen Ganzen. Oft wird allerdings auch das Resultat des Syntheseprozesses als Synthese bezeichnet. Für technische Belange siehe Systemsynthese)

http://de.wikipedia.org/wiki/Synthese

System

→ System (der Bedeutung des griechischen Worts "Sýstema" [aus mehreren Teilen zusammengesetztes, gegliedertes Ganzes] folgend bezeichnet ein System aus allgemeiner Sicht einen Ausschnitt aus der realen [wirklichen, objektiv wahrnehmbaren] oder gedanklichen [virtuellen] Welt, bestehend aus konkreten oder abstrakten Komponenten und deren Beziehungen zueinander. Mehr aus technisch-materieller praktischer Sicht: Gesamtheit oder Menge von Elementen, d. h. von unter einem bestimmten Blickwinkel notwendigerweise nicht weiter zerlegbaren Objekten, die im Sinn eines zusammenhängenden Ganzen betrachtet werden. Die Elemente sind untereinander gekoppelt und wirken aufeinander ein. Ebenso unterliegt jedes System als abgegrenzter Teil der Wirklichkeit Einwirkungen aus seiner Umgebung und übt Wirkungen auf diese aus. Die Relationen der Elemente untereinander sowie des Systems zu seiner Umwelt bzw. zu anderen Systemen beruhen auf stofflichen, energetischen oder informationellen Kopplungen. Praktischen Betrachtungen werden dabei stets die für einen bestimmten Sachverhalt wesentlichen Kopplungen zugrunde gelegt, während unwesentliche vernachlässigt bzw. außer acht gelassen werden. Auf dieser Grundlage lassen sich technische Systeme durch die Beschreibung ihrer Beziehungen zur Umwelt, durch die Angabe ihrer Struktur, d. h. der Systemelemente und der zwischen ihnen bestehenden Relationen, sowie durch Angabe ihrer Funktion, d. h. der zwischen den Systemeingangs- und Systemausgangsgrößen bestehenden Abhängigkeiten eindeutig charakterisieren. Bestimmend für die Systemfunktion ist dabei die Systemstruktur und die Funktionsweise der Systemelemente.
Theoretisch-abstrakt lässt sich damit ein System S durch das folgende Quintupel [Fünftupel] beschreiben.

  • S = (X,Y,E,R,F). Darin bezeichnen:
  • X = (Xi ... Xm) die Menge der Eingangsgrößen,
  • Y = (Yj ... Yn) die Menge der Ausgangsgrößen,
  • E = (Ek ... Eq) die Menge der Systemelemente,
  • R ≤ (E x E) die Menge der Relationen [Beziehungen] zwischen den Elementen. Sie ist in der Regel eine Teilmenge des Kreuzprodukts E x E, da nicht immer jedes Element mit jedem anderen in Beziehung steht.
  • F: X→Y ist die Systemfunktion, sie stellt eine Abbildung von X in Y dar.

Typisch für die Automatisierungstechnik sind materiell-technische dynamische Systeme, die aus zwei informationell miteinander gekoppelten Teilsystemen bestehen.

Das eine Teilsystem, das Automatisierungsobjekt, wird gezielt beeinflusst. Gerätemäßig umfasst es die Gesamtheit der mechanischen prozessspezifischen Einrichtungen, in denen ein beabsichtigter technologischer Prozess, z. B. ein Produktionsprozess abläuft. Mögliche Eingangsgrößen sind Stoffe, Energien und/oder Informationen, die innerhalb dieses gesteuerten Systemteils in gewollter Weise der einen oder anderen oder auch allen fünf möglichen Bewegungsformen, wie Gewinnen, Übertragen, Umwandeln, Speichern oder Nutzen, unterworfen werden. Sie verlassen als Ausgangsgrößen das Automatisierungsobjekt in entspechend modifizierter Form.

Das andere Teilsystem, die Steuereinrichtung bzw. das Prozessleitsystem realisiert die gezielte Beeinflussung des Automatisierungsobjekts. Gerätemäßig umfasst es die Gesamtheit aller Einrichtungen, die die zur automatischen Prozessführung erforderliche Informationserfassung, -übertragung, -verarbeitung, -speicherung, -ausgabe und -nutzung bewerkstelligen.
Darüber hinaus siehe auch Intelligente SystemeOffene SystemeProprietäreSystemeKomplexe Dynamische Systeme und ggf. IEV 351-21-20)

http://www.mitp.de/imperia/md/content/vmi/0971/3.pdf

http://www.philoreal.de/websystem/systemtheorie.html

http://de.wikipedia.org/wiki/System

Systemanalyse

→ Systems Analysis (systematische Untersuchung, bei der von einem materiellen oder virtuellen Objekt/System ein Modell erarbeitet wird, das für einen bestimmten Zweck mit hinreichender Genauigkeit Struktur und Funktion des untersuchten Objekts repräsentiert)

http://de.wikipedia.org/wiki/Systemanalyse

Systematische Fehler

→ Systematic Errors / Systematic Faults (systematische, d. h. nicht zufällige Fehler bei der Funktionsausübung technischer Objekte [Bauteile, Baugruppen, Funktionseinheiten, Geräte, Maschinen, Anlagen] werden durch systemimmanente, d. h. im jeweiligen Betrachtungsobjekt fest verankerte Eigenschaften verursacht. Typische Ursachen sind: Mängel in der Hardware, Mängel in der Software, Mängel im Herstellungsprozess und ungenügende Immunität gegenüber Umweltbedingungen am Einsatzort. Dazu gehört auch mangelnde elektromagnetische Verträglichkeit. Erkannte systematische Fehler treten nach ihrer Beseitigung nicht mehr auf. Bezüglich systematischer Fehler bei Messvorgängen siehe folgende Website)

http://de.wikipedia.org/wiki/Systematischer_Fehler

Systematischer Ausfall

→ Systematic Failure (Ausfall nicht zufälliger Natur, bedingt durch im jeweiligen Betrachtungsobjekt fest verankerte Eigenschaften. Typische Ursachen sind: Mängel in der Hardware, Mängel in der Software, Mängel im Herstellungsprozess und ungenügende Immunität gegenüber Umweltbedingungen am Einsatzort. Dazu gehört auch mangelnde elektromagnetische Verträglichkeit. Sie ist ein systeminterner Mangel, der z. B. in sicherheitsgerichteten elektronischen Systemen zum Verust der Sicherheitsfunktion führen kann)

Systemintegrit?t

→ System Integrity (Systemintegrität liegt vor, wenn sich ein System zu jedem Zeitpunkt spezifikationsgemäß korrekt verhält, d. h. erwartete und erbrachte Leistung zufriedenstellend übereinstimmen)

Systemklimatisierung

→ System Climate Control (moderne Klimatisierungskonzepte verfolgen das Ziel, für Mensch und Technik optimale klimatische Umgebungsbedingungen in Büroräumen, Leitständen, Serverräumen, Montagebereichen und Schaltschränken zu gewährleisten, um hohe Anlagenverfügbarkeit und Arbeitsqualität sicherzustellen. Das erfordert in vielen Fällen, beträchtliche Verlustwärmemengen energieeffizient, sicher und möglichst leise, d. h. ohne starke Lüftergeräusche, abzuführen. Hierbei spielen Flüssigkeitskühlsysteme zunehmend eine Rolle. Einzelheiten, Kühlsysteme und Beispiele siehe folgende Websites)

http://wentylatory.gda.pl/download/catalogues/urzadzenia-chlodzace-i-wymiana-ciepla.pdf

www.rittal.de/downloads/PrintMedia/PM3/de/system_klimatisierung_08.pdf

www.ventilator.de/Erforderliche-Luftmenge-bei-Schaltschrankkuehlung

www.thermacore-europe.com/thermal-basics/liquid-cooling.aspx

www.rittal.de/informationen/broschueren/broschueren.asp

www.lytron.de/toolstechreference/content.aspx?id=3620

www.dr.neumann-peltier.de/schaltschrankkuehlung.php

www.aud24.net/PDF/AD7064660

www.aud24.net/PDF/AD7077880

www.cooltec.de

Systems Engineering

→ Interdisziplinärer ganzheitlicher Ansatz zur Schaffung erfolgreicher Systeme (er bezieht den gesamten Lebenszyklus eines Systems mit ein und integriert alle beteiligten fachlichen Disziplinen in einen gemeinsamen strukturierten Entwicklungsprozess. Er berücksichtigt sowohl technische, wirtschaftliche als auch umweltspezifische Anforderungen der Kunden mit dem Ziel, ein Qualitätsprodukt in einem vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen zu entwickeln, das die Nutzerbedürfnisse optimal befriedigt.
Speziell in der Automatisierungs- und Antriebstechnik repräsentiert sich das Systems Engineering als ein kreativer Gestaltungsprozess, in dem unter Zeit- und Ergebnisdruck zu einer aus einem Marktbedürfnis oder einem Kundenanliegen abgeleiteten Produktidee mittels geeigneter Tools unter Verwendung lösungsrelevanter Informationen die Systemunterlagen für die Ausführung, Nutzung und Erhaltung eines den Vorstellungen möglichst gut entsprechenden Produkts erarbeitet werden. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung ist dabei zu beachten, dass jedes Produkt aus Sicht des Herstellers, des Anwenders/Kunden und in vielen Fällen der Öffentlichkeit einer Vielzahl, teils einander widersprechender Anforderungen genügen muss, um bei zufriedenstellender Gebrauchstauglichkeit beim Kunden einen niedrigen Total Cost of Ownership zu erreichen, die Allgemeinheit in Bezug auf Gefahrenbegrenzung, Umweltverträglichkeit, Ressourcenschonung u.a. zu befriedigen und schließlich noch beim Hersteller eine vertretbare Produktionseffektivität, eine Begrenzung des Risikos aus Garantie- und Produkthaftpflicht bei auskömmlichem Erlös zu gewährleisten. Damit repräsentiert sich jeder Systems-Engineering-Prozess als ein Optimierungsprozess mit mehrkriterieller Zielstellung, dessen durchgängiger Formalisierung und Vollautomatisierung leider objektiv Grenzen gesetzt sind. Es gibt jedoch viele wirkungsvolle Wege zur Erhöhung der Entwurfsproduktivität. Diese reichen von der Qualifizierung des Design-Managements, der Durchsetzung eines gezielten Requirements-Engineering über die Orientierung auf vereinheitlichte Systemarchitekturen in Verbindung mit vorgefertigten, leicht konfigurierbaren Hardware- und Softwarekomponenten bei den Entwurfsobjekten, über den Einsatz durchgängiger, alle Phasen der Systementwicklung unterstützende Softwarewerkzeuge mit branchenübergreifend verstehbaren grafischen Nutzeroberflächen, bis hin zur Effektivierung des Zugriffs auf wichtige Produkt- und Fachinformationen sowie zu Erfahrungswissen über adäquate Dienste im Internet und Intranet)

www.habiger.com/files/Systems_Engineering.pdf

de.wikipedia.org/wiki/Systems_Engineering

www.incose.org

www.gfse.de

System-Software

→ System Software (auch Basis-Software genannt, ist stets auf eine spezielle Computer-Hardware zugeschnitten. Sie unterstützt den Betrieb und die Verwaltung sowie die Überwachung und Wartung dieser Hardware. Dazu zählen Betriebssysteme, wie Windows und Linux, sowie Compiler, Datenverwaltungs-, Kommunikations- und Dienstprogramme)

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 17.09.2019