Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Steinmetzschaltung

→ Steinmetz Circuit (Schaltung mit der Drehstrom-Asynchromotoren kleinerer Leistung [bis etwa 2 kW] mittels eines oder zweier Kondensatoren [Betriebskondensator und/oder Anlaufkondensator] am Einphasen-Wechselstrometz betrieben werden können. Schaltbilder sowie Auswahl und Bemessung der Kondensatoren siehe folgende Websites)

www.jedermensch.de/sk/steinmetzschaltung.pdf

de.wikipedia.org/wiki/Steinmetzschaltung

STDM

Synchronous Time Division Multiplexing → Synchrones Zeitmultiplexverfahren (jedem Terminal in einem Kommunikationssystem ist für den Datenaustausch eine bestimmte Zeitspanne zugeordnet)

Stellantrieb

→ Actuating Drive (nach IEV 351-32-24 physikalische Einheit zum Antrieb mechanischer Stellglieder, die in einen Energie- oder Massenfluss eingreifen. Je nach Art der verwendeten Hilfsenergie ist zwischen elektrischen [Elektromotoren], elektromagnetischen [Elektromagnete], pneumatischen [pneumatische Antriebe] oder hydraulischen Stellantrieben zu unterscheiden)

www.stellantriebe.de

Stellglied

→ Actuator (Ventil, Stellmotor, Elektromagnet, Schaltkupplung, Schaltschütz, Leistungsschalter o. ä. Funktionselement, das entsprechend einem vorgegebenen elektrischen, pneumatischen oder hydraulischen Stellsignal in einen Energie- oder Massestrom eingreift)

Stellgr??e

→ Manipulated Variable (Ausgangsgröße des in einem Regelkreis verwendeten Stellglieds)

STEP

Standard for the Exchange of Product Model Data (internationale Norm zur Beschreibung physikalischer und funktionaler Merkmale von Produktdaten. Formal bekannt als ISO 10303 "Industrial Automation Systems and Integration Product Data Representation and Exchange". STEP ist eine wesentliche Grundlage der Produktdatentechnologie. Anwendungsgebiete: CAD, CAE, CAM, PDM, DMU)

http://de.wikipedia.org/wiki/Standard_for_the_exchange_of_product_model_data

STEP 7

Steuerungen einfach Programmieren, 7 (Programmier-Software der Simatic-S7-SPS-Familie der Firma Siemens)

http://de.wikipedia.org/wiki/STEP_7

http://www.bernhard-plagemann.de

Stern-Dreieck-Anlauf

→ Star Delta Starting (Anlassverfahren für Drehstrom-Kurzschlussläufermotoren. Das Stern-Dreieck-Anlassverfahren wird bei Motoren kleinerer und mittlerer Leistung angewendet, wenn die direkte Einschaltung infolge des hohen Anlaufstroms und der dadurch bedingten Netzbelastung nicht möglich ist; in der Regel ab einer Nennleistung von 5 kW. Dabei wird die Ständerwicklung, die isolationsmäßig für die verkettete Spannung ausgelegt sein muss, zunächst in Sternschaltung an das Netz gelegt. Damit erhält jeder Strang den 1/√3-fachen Wert seiner Nennspannung. Anzugsstrom und Anzugsmoment verringern sich dadurch auf ein Drittel der normalen Größe. Die Dreieckverbindung der Ständerstränge [Dreieckschaltung] darf erst hergestellt werden, nachdem die Maschine hochgelaufen ist. Die angestrebte Wirkung [Verringerung des Anzugsstroms] geht sonst verloren. Das in Sternschaltung erzeugte Drehmoment muss deshalb ausreichen, die angetriebene Maschine etwa bis zur Nenndrehzahl zu beschleunigen. Für das Anlassen mittels Stern-Dreieck-Umschaltung sind daher Motoren mit Doppelkäfigläufer besonders geeignet, da sie ein hohes Anzugsmoment haben. Die Stern-Dreieck-Umschaltung kann manuell oder automatisch erfolgen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Stern-Dreieck-Schaltung

http://www.schaltungsbuch.de/motor039.html

Stetigbahnsteuerungen

→ Continuous Path Controls (Synonym für Bahnsteuerungen)

Steuerbarkeit

→ Controllability (nach IEV 351-21-32: Systemeigenschaft, und zwar ist ein System steuerbar, wenn über seine Eingangsgrößen seine Zustandsvariablen in endlicher Zeit von einem Anfangszustand in einen gewünschten Endzustand gebracht werden können)

Steuern

→ to control (zielgerichtetes Einwirken auf Größen in einem beeinflussbaren System mittels elektrischer, elektronischer, elektropneumatischer oder elektrohydraulischer Steuerungen. Das beeinflussbare System wird als Steuerstrecke oder Steuerobjekt bezeichnet und ist im vorliegenden Fall ein Gerät, eine Maschine, ein Maschinensystem oder eine technologische Anlage, in der Stoffe und/oder Energien in gewollter Weise der einen und/oder anderen möglichen Behandlungsform, wie Gewinnen, Übertragen, Umwandeln, Speichern oder Nutzen unterworfen werden)

Steuerungskategorie

→ Control Category (Begriff aus dem Bereich der Maschinensicherheit, der die Einstufung der sicherheitsbezogenen Teile einer Steuerung bezüglich ihres Widerstands gegen Fehler und ihres nachfolgenden Verhaltens bei einem Fehler betrifft. In der DIN EN 954-1 [noch bis Ende 2011 gültig] und auch in der Nachfolgenorm DIN EN 13849-1 sind insgesamt fünf Steuerungskategorien, d.h. vorgesehene Steuerungsarchitekturen [B, 1, 2, 3, 4] definiert. [Sicherheitsniveau von Kategorie B bis Kategorie 4 steigend]. Sie charakterisieren strukturelle Beschaffenheiten, denen sicherheitsbezogene Teile von Maschinensteuerungen je nach Sicherheitsanspruchsniveau genügen müssen und unterscheiden sich hinsichtlich des Erhalts der Sicherheitsfunktion beim Auftreten von Fehlern. Im Einzelnen bedeuten entsprechend den unten zitierten Webseiten:
Kategorie B: Die Sicherheitsfunktion hängt nur von der Zuverlässigkeit der Bauteile ab. Maßnahmen zur Fehlererkennung an Bauteilen sind nicht vorgesehen. Die sicherheitsbezogenen Teile von Steuerungen und/oder ihre Schutzeinrichtungen müssen deshalb so beschaffen sein, dass sie den zu erwartenden Einsatzbeanspruchungen standhalten.
Typisches Systemverhalten: Ein Fehler kann zum Verlust der Sicherheitsfunktion führen.
Kategorie 1: Die Anforderungen der Kategorie B müssen erfüllt sein; sicherheitstechnisch bewährte Bauteile und bewährte Sicherheitsprinnzipien müssen angewandt sein.
Typisches Systemverhalten: Wie Systemverhalten von B, doch mit höherer sicherheitsbezogener Zuverlässigkeit.
Kategorie 2: Die Anforderungen von Kategorie B und die Anwendung bewährter Sicherheitsprinzipien müssen gewährleistet sein; darüber hinaus muss die Sicherheitsfunktion in geeigneten Zeitabständen [beim Start oder zyklisch] durch die Maschinesteuerung bezüglich ihrer Aktionsfähigkeit getestet werden.
Typisches Systemverhalten: Das Auftreten eines Fehlers kann zum Verlust der Sicherheitsfunktion zwischen den Prüfabständen führen. Ihr Verlust wird jedoch durch die Prüfung erkannt.
Kategorie 3: Die Anforderungen von Kategorie B müssen erfüllt sein, bewährte Sicherheitsprinzipien müssen realisiert sein und ein einzelner Fehler darf nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führen; einzelne Fehler müssen erkannt werden.
Typisches Systemverhalten: Die Sicherheitsfunktion bleibt beim Auftreten einzelner Fehler immer erhalten; einige aber nicht alle Fehler werden erkannt; eine Häufung unerkannter Fehler kann zum Verlust der Sicherheitsfunktion führen.
Kategorie 4: Die Anforderungen von Kategorie B und die Anwendung bewährter Sicherheitsprinzipien müssen gewährleistet sein; sicherheitsbezogene Teile müssen so beschaffen sein, dass ein einzelner Fehler nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führt, d.h. der einzelne Fehler bei oder vor der nächsten Anforderung der Sicherheitsfunktion erkannt wird.
Typisches Systemverhalten: Die Sicherheitsfunktion bleibt auch beim Auftreten von Mehrfachfehlern erhalten)

www.schmersal.com/cms1/opencms/media/loader.pdf?id=2571&type=pdf

www.dguv.de/ifa/de/vera/2009/laserstrahlung/06_boemer.pdf

www.schmersal.net/bilddata/broschue/k-info/b_isopp1.pdf

www.profiservices.de/Gefahrenanalyse.pdf

Steuerungstechnik

→ Control Engineering (Teilgebiet der Automatisierungstechnik, das die ingenieurmäßige Behandlung und technische Umsetzung von Steuerungsaufgaben [siehe Steuern] zum Gegenstand hat)

http://www.epv-verlag.de/pdf/3924544360_Leseprobe.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerungstechnik

Stillstandsmotoren

→ Static-Torque Motors (Synonym für Drehfeldmagnete. Blockierfeste Drehstrom-Kurzschlussläufermotoren, die nicht für eine bestimmte Leistung, sondern für ein bestimmtes Drehmoment ausgelegt sind, das sie im Stillstand entwickeln. Sie können ständig im Stillstand oder bei sehr niedrigen Drehzahlen betrieben werden)

http://www.katt-motoren.de/index.php/stillstandsmotoren.html

Stillstandsw?chter

→ Standstill Monitor / Downtime Monitor (dienen der Stillstanderkennung rotierender Teile. Sie dienen der Freigabe von Schutztürentriegelungen oder der Aktivierung von Haltebremsen. Speziell bei Einphasen- und Dreiphasen-Asynchronmotoren wird dazu an zwei Klemmen der Ständerwicklung die induzierte Spannung des auslaufenden Motors gemessen)

www.dinaelektronik.de/deutsch/downloads/dn3ps2.pdf

http://www.preisroboter.de/ergebnis4924076.html

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