Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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S

SRS

Safety Requirements Specification → Spezifikation der Sicherheitsanforderungen (sie bildet die Ausgangsbasis für die Entwicklung sicherheitsrelevanter Systeme. In ihr sind alle Funktionen mit ihren Sicherheitseigenschaften sowie die zugehörigen Umgebungsbedingungen festgelegt. Diese Festlegungen resultieren aus einer anwendungsbezogenen Gefährdungs- und Risikoanalyse mit deren Hilfe die sicherheitsrelevanten Funktionen bestimmt werden, der jeweils notwendige SIL gewählt wird und die Umgebungsbedingungen festgeschrieben werden. Die Erstellung der SRS liegt im Aufgabenbereich der für ein System verantwortlichen Planer. Der Hersteller muss die SRS erfüllen und dies mit entsprechenden Methoden an seinen Produkten nachweisen)

http://www.systema-gmbh.de/methoden/methoden-des-safety-engineering.html

SRS

Software Requirements Specification → Spezifikation der Software-Anforderungen (Liste der Software-Anforderungen, Requirements-Dokumentation; im Rahmen des Requirements Engineering zusammengetragene Software-Anforderungen)

SRTS

Soft Real-Time System → (Echtzeitsystem, das nur weiche Echtzeitanforderungen erfüllen kann)

SS1

Safe Stop 1Sicherer Stopp 1 / Sicheres Stillsetzen (Sicherheitsfunktion in elektrischen Leistungsantriebssystemen mit einstellbarer Drehzahl nach DIN EN 61800-5-2 (VDE 0160-105-2). Sie kontrolliert bzw. überwacht das Abbremsen des Motors. Das heißt, wird SS1 initialisiert, wird der Antrieb geregelt heruntergefahren. Hat die Drehzahl des Motors eine festgelegte untere Grenze erreicht oder ist eine definierte Zeitverzögerung abgelaufen, wird die Funktion STO aktiviert und damit die Energiezufuhr zum Motor unterbrochen. Der Antrieb kann im Stillstand kein Drehmoment entwickeln. Antriebe mit hoher Bewegungsenergie können mit dieser Funktion im Gefahrenfall sehr schnell zum Stillstand gebracht werden. Bei Betätigung eines Not-Halt-Tasters oder Durchqueren eines Lichtvorhangs ermöglicht die Funktion SS1 ein gesteuertes Stillsetzen von Achsen im Gefahrenbereich. Daduch lassen sich Gefährdungen vermeiden, die austrudelnde Achsen verursachen können)

http://www.safety-network.de/de/publikationen/connected_2i08_201008_sc.pdf

www.SuI24.net/PDF/SIK07256

SS2

Safe Stop 2 → Sicherer Stopp / Sicherer Betriebshalt 2 (Sicherheitsfunktion in elektrischen Leistungsantriebssystemen mit einstellbarer Drehzahl nach DIN EN 61800-5-2 (VDE 0160-105-2). Hierbei wird der Antrieb geregelt heruntergefahren und danach die Funktion "Sicherer Betriebshalt" SOS aktiviert. Die Energiezufuhr zum Motor wird dabei nicht unterbrochen und die Regelfunktionen des Antriebs bleiben vollständig erhalten. Gleichzeitig werden z. B. Maschinenbediener während des Einrichtens vor ungewollten Achsbewegungen geschützt)

http://www.safety-network.de/de/publikationen/connected_2i08_201008_sc.pdf

www.SuI24.net/PDF/SIK07256

SSD

Seconary Switching Device → Sekundäres Schütz (Begriff aus der Maschinensicherheit. Siehe MSCE)

SSD

Solid State Drive / Solid State Disk → Festkörperlaufwerk / Halbleiterlaufwerk (moderne Form der Festplatte, die ohne bewegliche Teile auskommt, da zur Datenspeicherung nur Halbleiterspeicherbausteine benutzt werden. Vorteile: kürzere Zugriffszeiten, niedrigerer Energiebedarf, geringere Wärmeentwicklung, keine Laufgeräusche und größere mechanische Robustheit. Nachteile: Hoher Preis. Außerdem sind zurzeit SSD noch nicht mit so hohen Speicherkapazitäten verfügbar wie konventionelle Festplatten)

http://de.wikipedia.org/wiki/Solid_State_Drive

SSI

Synchron Serial Interface → Synchron Serielles Interface oder Synchron Serielle Schnittstelle (angewandt z. B. bei Weg- und Winkelkodierern. Das im Kodierer zur Weg- oder Winkelabbildung parallel erzeugte Datenwort wird in ein serielles Wort umgewandelt und synchron zum Takt der Empfangselektronik an das Wegmesssystem übertragen. Dazu werden für Versorgungs-, Daten- und Taktleitung je ein verdrilltes Adernpaar, also insgesamt nur sechs Leitungen, benötigt. Spezielle Differenzial-Treiber nach RS-422 ermöglichen Übertragungsraten bis 10 Mbit/s und Übertragungslängen bis zu 1.200 m. Abgeschirmtes, paarig verseiltes Anschlusskabel, Mehrfachübertragung der Positionswerte sowie synchrone Takt- und Datensignale gewährleisten hohe Störsicherheit)

http://digital.ni.com/public.nsf/allkb/862567530005F09C862566BE004E469D?opendocument&Submitted&&node=133020_US

SSI-Geber
SSM

Safe Speed Monitor → Sichere Drehzahlüberwachung (Sicherheitsfunktion in elektrischen Leistungsantriebssystemen mit einstellbarer Drehzahl nach DIN EN 61800-5-2 (VDE 0160-105-2))

SSR

Safe Speed Range → Sicherer Geschwindigkeitsbereich (Sicherheitsfunktion in elektrischen Leistungsantriebssystemen mit einstellbarer Drehzahl nach DIN EN 61800-5-2 (VDE 0160-105-2). Die Funktion SSR überwacht die Einhaltung eines definierten Geschwindigkeitsbereichs zwischen einem oberen und einem unteren Grenzwert. Wird eine der Grenzen verletzt, wird der Antrieb abgeschaltet)

SSR

Solid State Relay → Statische Relais / Halbleiterrelais (Siehe auch Relais)

ST

Structured Text → Strukturierter Text

Stabilit?t

→ Stability (Synomym für Festigkeit, Beständigkeit, Dauerhaftigkeit, Widerstandsfähigkeit, Robustheit. Eigenschaft eines Systems, beim Einwirken äußerer und/oder innerer Störgrößen, seinen Zustand beizubehalten oder nach einer Störung seines Zustandes durch äußere Einwirkungen oder innere Bedingungen wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzukehren. Siehe auch IEV 351-21-30)

Stakeholder

Akteur, Beteiligter, Anspruchberechtigter, Interessent (Sammelbezeichnung für natürliche oder juristische Personen, Interessengruppen, Organisationen, Institutionen, die von einem Projekt bzw. dem Verlauf oder dem Ergebnis eines Prozesses betroffen sind oder es beeinflussen, einschließlich involvierter Auftraggeber und Benutzer. In einem Unternehmen beispielsweise Manager, Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Gläubiger)

http://www.siegfried-seibert.de/Wissensspeicher/PMGlossar

http://de.wikipedia.org/wiki/Stakeholder

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