Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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S

Software-Zuverl?ssigkeit
Sollwert

→ Desired Value (gemäß IEV 351-21-03: Quantitativer Wert einer Variablen zu einer bestimmten Zeit unter spezifizierten Bedingungen. Beispielsweise der Wert, den in einem Regelkreis die Regelgröße einnehmen soll)

SOPC

System On a Programmable Chip → System auf einem programmierbaren Chip (Mikroprozessor-basiertes System, welches in einem wiederprogrammierbaren Logikbaustein [einem FPGA] realisiert ist)

http://www.hs-ulm.de/Institut/IAS/FUE/CTCE/SoPCbasierteEmbedded Systems

SOS

Safe Operating Stop → Sicherer Betriebshalt (Sicherheitsfunktion in elektrischen Leistungsantriebssystemen mit einstellbarer Drehzahl nach DIN EN 61800-5-2 (VDE 0160-105-2). Sie verhindert, dass der Motor mehr als einen festgelegten Betrag von einer vorgegebenen Stopp-Position abweichen kann. Dabei befindet sich der Motor bei vollem Drehmoment in Regelung. Verlässt der Antrieb den zulässigen Stopp-Bereich wird der Antrieb sicher abgeschaltet und eine Fehlermeldung abgesetzt. Wie auch bei der Sicherheitsfunktion SS2 können sychronisierte Achsen ohne Haltebremsen im sychronisierten Zustand gehalten werden, was in vielen Applikationen ein einfacheres und schnelleres Wiederanfahren ermöglicht)

http://www.safety-network.de/de/publikationen/connected_2i08_201008_sc.pdf

Spaltpolmotoren
Spannungswandler

→ Voltage Sensor / Voltage Transformer / Capacitor Voltage Transformer (Begriff aus der Elek-troenergietechnik. Gerät zur Umwandlung hoher Wechselspannungswerte [Primärspannung meist >500 V] in für Messinstrumente und Schutzeinrichtungen problemlos erfassbare Werte [Sekundärspannungen etwa 100 V] bei gleichzeitiger Potentialtrennung. Spannungswandler arbeiten auf induktiver oder kapazitiver Basis. Im ersten Fall handelt es sich praktisch um einen im Leerlauf betriebenen Transformator, im zweiten Fall um einen kapazitiven Spannungsteiler)

SPC

Statistical Process Control → Statistische Prozesslenkung (Hauptinhalte: Kontrolldarstellungen, Prozessstatistik, Pareto-Analyse)

SPD

Surge Protective Device → Überspannungs-Schutzeinrichtung (zur Unterdrückung von Überspannungen auf Leitungen, wie sie z. B. in der IEC 61024-1 definiert sind)

SPEEDAM

Symposium on Power Electronics, Electrical Drives, Automation and Motion → Symposium Leistungselektronik, elektrische Antriebe, Automation und Motion Control (1971 ins Leben gerufen, seit 1990 aller zwei Jahre in Italien stattfindend)

http://www.speedam.org

Speichermodul

→ Memory Module (kleine Leiterplatte auf der mehrere Speicherschaltkreise angeordnet sind. Sie bilden oder dienen der Erweiterung des Arbeitsspeichers elektronischer Geräte)

http://de.wikipedia.org/wiki/Speichermodul

Speicherprogrammierbare Steuerung / SPS

→ Programmable Logic Controller / PLC (rechnerbasiertes, kompakt oder modular aufgebautes, lüfterloses Steuergerät, dessen Funktionalität durch ein Anwenderprogramm festgelegt wird. Das Anwenderprogramm wird mittels einer der in DIN EN 61131-3 genormten Fachsprachen [AWL, FBS, KOP, AS, ST] oder auch einer anderen, wie CFC oder SCL, erstellt und in einem steuerungsinternen Festwertspeicher abgelegt. Die klassische Arbeitsweise einer SPS ist zyklisch, d. h. in ständiger Wiederkehr wiederholen sich die folgenden drei Phasen: Einlesen und Abspeichern der Eingangssignale, Abarbeiten des Anwenderprogramms, Setzen der Ausgänge, wobei die Zykluszeit bei heutigen Steuerungen zwischen 5 µs und 10 ms je 1 000-bit-Anweisungen liegt. Allerdings gibt es auch SPS, die ereignisgesteuert arbeiten und solche, bei denen das Anwenderprogramm als Hardware-Struktur in einen FPGA- bzw. CPLD-Chip eingebrannt ist. Hierbei handelt es sich um verbindungsprogrammierte Strukturen, die wesentlich schneller als eine zyklisch arbeitende SPS sind. In modernen SPS ist die gesamte SPS-Funktionalität in einem SPS-Prozessorchip untergebracht [Speed7-Technology der Firma Profichip]. Speicherprogrammierbare Steuerungen beherrschen heute in Form skalierbarer Gerätefamilien mit abgestuften, leistungsmäßig aufeinander abgestimmten Komponenten insbesondere die untere und mittlere Ebene der Automatisierungshierarchie. Dazu verfügen sie über die dort jeweils erforderliche Zahl an digitalen und analogen Ein- und Ausgängen sowie über entsprechende Busanbindungen. Ergänzend hierzu siehe Soft-SPS, Slot-SPS und Kombi-SPSSicherheits-SPS, FSPS und PSS)

http://www.ipp.tu-clausthal.de/fileadmin/Projekte/Adiro/Texte/SPS-Einfuehrungsskript.pdf

www.directindustry.de > Suche: Speicherprogrammierbare Steuerung

http://de.wikipedia.org/wiki/Speicherprogrammierbare_Steuerung

http://www.profichip.com/products/speed7-technology/

http://www.zander-aachen.de/kat5/zatego2009.pdf

www.plcs.net/contents.shtml

SPI

Serial Peripheral Interface (Schnittstelle, die eine schnelle serielle Datenübertragung bis zu 1 Mbit/s zwischen IC auf einer Leiterplatte, beispielsweise der CPU und den Peripherieschaltkreisen bei Mikrocontrollern bzw. zwischen Komponenten in einem Gerät, bei Entfernungen bis ca. 15 m zulässt. Für eine vollduplexe Übertragung werden zwei serielle Datenleitungen und eine Taktleitung benötigt. Eine Komponente arbeitet als Master, die anderen als Slaves, die auf Master-Anforderung ihre Daten ausgeben)

Spindelmotoren

→ Spindle Motors (sind im Bereich der Automatisierungstechnik umrichtergesteuerte Drehstrom-Asynchronmotoren für den Antrieb von Werkzeugmaschinenspindeln für Schleif-, Fräs- und Gravieraufgaben sowie Anwendungen der Bohrautomation. Als Spindelmotoren werden aber auch die Antriebselemente für Linearaktuatoren bezeichnet. In Synchronmotor- oder Schrittmotorausführung dienen sie hier in Verbindung mit einer integrierten Gewindespindel der direkten Umsetzung von Rotations- in Translationsbewegungen. Darüber hinaus gibt es Spindelmotoren für den Antrieb von Festplatten. Das sind elektronisch kommutierte Gleichstrommotoren mit Laufgeschwindigkeiten bis zu 15.000 min-1, die sich durch extrem hohe Laufruhe, Laufgenauigkeit und niedrigen Geräuschpegel auszeichnen sowie Spindelmotoren für Zahnbohrerantriebe mit bis zu 500.000 min-1)

www.fraesspindeln.isel.com/pdf/tk_spindelmotoren-D-290810.pdf

http://www.franz-kessler.de/pdf/DMR_Deutsch.pdf

http://www.pmdm.de/index.php?id=25

SPM

Smart Power Modul → Intelligentes Power Modul (Siehe IPM)

SPMSM

Surface-mounted Permanent Magnet Synchronous Motor → Permanentmagnet-Synchronmotor mit auf der Rotoroberfläche angebrachten Permanentmagneten

http://www.ruhr-uni-bochum.de/eele/dokus/Vossloh-Stiftung-S04710017-PB_1.pdf

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