Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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S

SOAP

Simple Object Access Protocol (einfaches, erweiterbares Protokoll zum Austausch von Informationen in verteilten Umgebungen. Es definiert XML-Nachrichten, die sich mittels HTTP zwischen heterogenen Applikationen per Internet austauschen lassen. Es ist unabhängig von Betriebssystemen und Objektmodellen, wie dem DCOM-Protocol von Microsoft, und kann in existierende Internetstrukturen, also auch in Ethernet-TCP/IP-gestützte Automatisierungskonzepte, eingebunden werden. SOAP baut auf Remote Procedure Calls und XML auf. Das bedeutet, Funktionen auf anderen Plattformen können von jeder Stelle des Netzes aus aufgerufen und benutzt werden. Ergebnisdaten werden, wenn vorhanden, wieder über XML-Schemata zurück übertragen. Auf diese Weise ist verteilte Rechnerkapazität und redundanzfreie Datenhaltung in verteilten Systemen möglich)

http://www.w3schools.com/soap/default.asp

http://de.wikipedia.org/wiki/SOAP

http://www.w3.org/TR/SOAP

SoC

System-on-a-Chip → Einchipsystem (hochkomplexer monolytisch integrierter Schaltkreis auf dem viele Funktionseinheiten in applikationsspezifischer Konfiguration untergebracht sind. Ein typisches SoC hat folgende Komponenten:

  • einen Mikrocontroller oder Mikroprozessor als zentrale Verarbeitungseinheit,
  • Speicherblöcke,
  • digitale und analoge Peripheriefunktionen, wie Timer, Zähler, ADC, DAC u. Ä.,
  • Zeitbasen, z. B. Oszillatoren,
  • Schnittstellen für die Kommunikation mit externen Einheiten sowie
  • Spannungsregler und eine Power- Management-Einheit)

http://de.wikipedia.org/wiki/System_on_a_Chip

SODIMM

Small-Outline Dual In-Line Memory Modul → Kleinflächiges doppelreihiges Speichermodul

http://de.wikipedia.org/wiki/SODIMM

Softbots

(siehe Bots)

Soft-PLC
Soft Sensor / Virtual Sensor

→ Virtueller Sensor (Software-Paket für die Online-Bestimmung von Qualitätsgrößen in verfahrenstechnischen Prozessen. Softsensoren sind eine wesentliche Voraussetzung für die Anlagenoptimierung und Qualitätsregelung mit APC-Lösungen)

Soft-SPS

→ Soft-PLC (softwaremäßig in einem PC [Industrie-PC, Embedded PC, Box-PC, Hutschienen-PC, Panel-PC] implementierte SPS-Funktionalität. Diese Systeme arbeiten ohne einen speziellen Bitprozessor. Die Anbindung peripherer Baugruppen [Sensoren, Aktuatoren] erfolgt seriell über Bussysteme oder Ein-/Ausgangskarten)

www.hs-augsburg.de/~bayer/Vorlesungen/CIM_download/CIM-Vorlesung.pdf

http://www.a-drive.de/download/adrive_steuerungen_uebersicht_sps-ipc-cnc.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Soft-SPS

Softstarter
Software

→ wörtlich: "weiche Ware" (praktisch konkret: die Gesamtheit aller Programme einschließlich der dazu gehörenden Dokumentationen, die für den Betrieb von Datenverarbeitungsanlagen, Rechnersystemen sowie computerbasierten Betriebsmitteln und Geräten jeglicher Art zur Verfügung stehen. Die Software ist ergänzend zur Hardware der Träger der nichtapparativen funktionellen Bestandteile eines jeden Rechnersystems. Der Begriff Software als Bezeichnung für Computerprogramme wurde 1958 durch den Mathematiker John Tukey, Princeton University, geprägt. Software gliedert sich in System-Software und Anwendungs-Software)

http://www.dorn.org/uni/sls/kap05/e06.htm

Software-Engineering

→ Software-Technik (nach Brockhaus: Das ingenieurmäßige Entwerfen, Herstellen und Implementieren von Software sowie die ingenieurwissenschaftliche Disziplin, die sich mit Methoden und Verfahren zur Lösung der damit verbundenen Problemstellungen befasst. 1968 durch Wirtschaft, Wissenschaft und Militär ins Leben gerufene Fachdisziplin. Modernes Software Engineering versteht Software als ein Produkt, das nach ingenieurmäßigen Methoden wie andere Produkte auch anforderungs-, qualitäts- und termingerecht, bei umfangreicheren Aufgabenstellungen auch arbeitsteilig, kosteneffektiv zu entwickeln ist. Es impliziert die Teildisziplinen Software-Projekt-Management, Software-Entwicklung und Software-Qualitätsmanagement)

http://de.wikipedia.org/wiki/Softwaretechnik

Software Security

→ Software-Sicherheit (betrifft den Schutz in Software hinterlegter sensibler Informationen, Daten und Programme gegen irrtümliche Veränderung, bewusste Verfälschung, Vernichtung und missbräuchlichem Zugriff)

www.zdnet.de/magazin/39141304/p-2/die-19-todsuenden-der-software-security.htm

http://www.cigital.com/labs

http://www.marx.com/de

Software-Agenten

→ Software Agents (sind intelligente Programme, die im Auftrag eines Nutzers, oft auch im Hintergrund unbemerkt vom Nutzer selbstständig Aufgaben erledigen. Sie leisten Hilfestellung bei der Suche, Filterung und Aufbereitung von Informationen und können dabei persönliche Präferenzen und Erfahrungen berücksichtigen. Sie sind damit eine vielversprechende Technologie zur Beherrschung des rasch wachsenden Informationsaufkommens. Im Einzelnen sind Agenten wissensbasierte Systeme, die über Vorwissen und erlerntes Wissen verfügen. Das Vorwissen besteht aus Informationen und Regeln, die der Programmierer oder Nutzer dem Agenten vorgibt. Regeln repräsentieren dabei Wenn-Dann-Entscheidungen. Erlerntes Wissen dagegen setzt sich aus Fakten zusammen, die der Agent aus seiner Umgebung abhebt, beispielsweise die Vorlieben eines Kunden beim Online-Shopping. Agenten können darüber hinaus Ereignisse in ihrer Umgebung wahrnehmen und diese mit ihrem Vorwissen kombinieren, indem sie die ihnen eingeprägten Regeln anwenden. Dadurch sind sie in der Lage, Strategien festzulegen, was geschehen soll, wenn bestimmte Ereignisse eintreten. Agenten können auch mit ihrem Hardware- und Software-Umfeld, mit anderen Agenten oder menschlichen Nutzern interagieren. Dadurch können sich implantierte bzw. erworbene Fakten und Regeln verändern oder neue hinzukommen. Eine besondere Gruppe innerhalb der Software-Agenten sind die mobilen Agenten, die zwischen verschiedenen Rechnern über Netzwerke, z. B. das Internet, migrieren können. Sie sind immer dann hilfreich, wenn über große Distanzen vor Ort Dienste auszuführen sind, beispielsweise Suchprozesse in einer großen Datenbank)

http://www.sce.carleton.ca/netmanage/docs/AgentsOverview/ao.html

http://www.bw.fh-deggendorf.de/kurse/ws/skripten/skript12.pdf

Software-Piraterie

→ Software Piracy (bezeichnet den unrechtmäßigen Vertrieb oder die unrechtmäßige Vervielfältigung von Software für den geschäftlichen oder privaten Bereich. Software-Piraterie ist illegal und strafbar, gleichgültig ob sie absichtlich erfolgt oder nicht. Siehe auch Produktpiraterie)

www3.de.safenet-inc.com/hasp/software-piracy.aspx

www.microsoft.com/germany/piraterie/default.mspx

www.adobe.com/de/aboutadobe/antipiracy

Software-Qualit?t

→ Software Quality (nach ISO/IEC 9126 Gesamtheit der Merkmale und Merkmalwerte eines Software-Produkts, die sich auf dessen Eignung beziehen, festgelegte oder vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Softwarequalität

Software-Recycling

(der Anglizismus Recycling [Rückführung, Rückgewinnung, Wiedergewinnung, Wiederverwertung] vermittelt alltagssprachlich die Vorstellung von einem Kreislaufgeschehen, wie im Rahmen einer sinnvollen Abfallverwertung die Rückgewinnung der in einem zu entsorgenden Produkt enthaltenen Rohstoffe und Materialien zum Zwecke der Wiederverwertung und Umwandlung in ein anderes Produkt. In etwa vergleichbarer Weise steht im Mittelpunkt des Software-Recyclings die Frage, wie einmal für eine bestimmte Anwendung entwickelte Programme zumindest in Teilen für andere Anwendungen wieder verwendet werden können. Dies ermöglicht eine vom Fraunhofer-Institut IESE entwickelte Methode der komponentenbasierten Anwendungsentwicklung. Einmal programmierte Software-Bausteine werden in einem Baukasten gesammelt und können immer wieder verwendet und in unterschiedlichen Kombinationen zusammengesetzt werden. Neue Varianten einer Software-Produktfamilie lassen sich so leicht aus bereits bestehenden Komponenten erstellen. Software-Entwickler können auf diese Weise Kosten sparen und Entwicklungszeiten abkürzen)

http://www.zdnet.de/news/software/0,39023144,2130241,00.htm

http://w3logistics.com/services/recycling.php

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