Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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P

Pflichtenheft

→ Specifications / System Specification / Specification Sheet (ein Pflichtenheft [siehe auch VDI/VDE-Richtlinie 3694] enthält alle quantitativen und qualitativen Anforderungen an ein zu schaffendes Produkt/System/eine Leistung und andere im Zuge der Projektabwicklung einzuhaltende bzw. zu beachtende Rand- und Umgebungsbedingungen. Es wird ausgehend vom Lastenheft in enger Kooperation mit dem Auftraggeber/Kunden im Zuge des Requirements Engineering entwickelt und repräsentiert sowohl für den Auftraggeber wie für den Auftragnehmer die vertragsrechtlich verbindliche Zusammenfassung aller Anforderungen, die das zu entwickelnde Produkt/System aus der Sicht des Auftraggebers erfüllen muss. Es bildet die verbindliche Grundlage für die spätere Abnahme. Beispiel für eine Pflichtenheftgliederung aus dem Bereich der Steuerungstechnik: Zielstellung des Vorhabens / Charakterisierung des Steuerobjekts / Einsatzbedingungen der Steuerungsanlage / Designvorgaben für das Steuerungssystem [Hardware, Software] / Funktionale Anforderungen [Betriebsarten, gewünschtes funktionelles Verhalten] / Nichtfunktionale Anforderungen [Zuverlässigkeit, Sicherheit, EMV] / Designvorgaben für Bedienung und Visualisierung / Sonstiges)

www.pflichtenheft.de

PFM

Plant Floor Machinery → Produktionsanlage (Gesamtheit der maschinellen Ausrüstungen)

PFM

Pulse Frequency Modulation → Puls-Frequenz-Modulation

PFVP

Proper Functioning Verification Procedures → Funktionsnachweisverfahren

Physical Layer

→ Physikalische Schicht /Bitübertragungsschicht (Schicht 1 im OSI-Referenzmodell. Sie definiert die Art der Netzverkabelung und die Übertragungstechnik und reguliert die Übertragung des Bitstroms über ein physikalisches Medium von einem Gerät zu einem anderen)

PI
PICC

PI Competence Center → Profibus & Profinet International Competence Center

www.profibus.com/community/competence-centers

PID-Regler

Proportional-Integral wirkender Regler mit D-Anteil → Proportional-Integral-Derivative Controller (der Wert der Stellgröße ist hier proportional zur Regeldifferenz, zu ihrem Zeitintegral und der Änderungsgeschwindigkeit der Regelabweichung)

www.rn-wissen.de/index.php/Regelungstechnik#PID-Regler

Piezoelektrische Antriebe

→ Piezoelectric Drives (sind Antriebssysteme mit Piezomotoren für hochpräzise Bewegungen im Nano- und Mikrometerbereich)

www.physikinstrumente.de/de/produkte/linear_aktor/index.php

Piezoelektrizit?t

→ Piezoelectricity (Fähigkeit verschiedener Materialien [einige Kristalle, Keramiken und auch Kunststoffe], bei elastischer Verformung eine elektrische Spannung zu erzeugen [direkter Piezoeffekt] und umgekehrt beim Anlegen einer elektrischen Spannung sich zu verformen [inverser Piezoeffekt]. Der direkte Piezoeffekt wird bei Kraft-, Druck- und Beschleunigungssensoren und der inverse Piezoeffekt bei Piezomotoren und Piezoaktoren technisch genutzt)

www.physikinstrumente.de/de/pdf_extra/2009_PI_Katalog_Grundlagen_der_Nanostelltechnik-Tutorial.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Piezoelektrizität

Piezomotoren

→ Piezoelectric Motors / Piezo Motors (sind Kleinstmotoren für Leistungen <1 W. Ihr Wirkungsprinzip beruht auf dem inversen Piezoeffekt [siehe Piezoelektrizität]. Dabei wird über ein elektrisches Wechselfeld eine mechanische Verformung von Piezomaterialien erzielt, die in eine Dreh- oder Längsbewegung umgesetzt wird. Positioniersysteme mit Piezomotoren arbeiten verschleißfrei, unterliegen keiner Beeinflussung durch Magnetfelder, erlauben Stellwege bis zu 300 µm, Wiederholgenauigkeiten im Sub-Nanometerbereich und Beschleunigungen bis zu 100.000 m/s2. Sie sind in der Massenspeichertechnik, in der Mikroelektronikfertigung in Präzisionsbearbeitungssystemen, in der Medizintechnik sowie in der Optik, Photonik und Nanometrologie weit verbreitet)

www.directindustry.de Suche: Piezomotoren

www.physikinstrumente.de

www.piezomotor.se

 

PIKO-Interpolation

(Ausgabe-Auflösung bei CNC-Steuerungen für die Bahninterpolation von 0,6 × 10-12 m [das sind 0,0000000006 mm] Der Piko-Wert stellt die interne Rechengenauigkeit und die Ausgabe zu den digitalen Antrieben dar. Er ist nicht mit der Bearbeitungstoleranz einer Maschine zu verwechseln [Im Piko-Meter-Bereich liegen z. B. die Strukturen auf Moleküloberflächen]. Die hohe Rechenauflösung führt zu genauerer Geschwindigkeits- und Beschleunigungsinterpolation in den Antrieben und damit zu einer besseren Laufruhe der Werkzeugmaschine. Auswirkung hat diese dann auf eine höhere Oberflächengüte des erzeugten Werkstücks und längere Werkzeugstandzeiten. Lösung der Firma Andron)

www.andron.de > Suche: PIKO-Iterpolation

PIMS

Plant Information Management System → Betriebsdatenerfassungs- und -verwaltungssystem (Softwaretool zur Sammlung, Darstellung, Bearbeitung und Archivierung großer Mengen an Prozess- und Produktionsdaten zum Zwecke der Analyse und Berichterstattung)

http://de.wikipedia.org/wiki/PIMS

Pin

→ eigentlich: Stecknadel, Reißzwecke, Nagel, Bolzen (in Verbindung mit elektronischen Bauteilen: Steckerstift bei Schaltkreisen und Steckverbindern)

PIN

Personal Identification Number → Persönliche Identifikationsnummer (Geheimzahl in Verbindung mit Zugangsberechtigungen)

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