Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Produkt

→ Product (Wirtschaft: Erzeugnis im Sinne eines Ergebnisses von Tätigkeiten bzw. Prozessen. Es kann materieller oder immaterieller Natur oder eine Kombination daraus sein. Konkret kann es sich demnach, um Hardware, Software oder eine Verbindung aus beiden oder auch um eine Dienstleistung handeln. Mathematik: Ergebnis einer multiplikativen Operation)

http://de.wikipedia.org/wiki/Produkt

Produktautomatisierung

→ Product Automation (bezeichnet die Automatisierung von Prozessen, die in einem Gerät oder in einer Machine ablaufen. Beispiele: Konsumgüter oder Werkzeugmaschinen. Entsprechende Automatisierungsmittel werden in der Regel in hohen Stückzahlen produziert)

http://www4.informatik.uni-erlangen.de/Lehre/WS04/V_PA/Skript/Kap1.ppt.pdf

Produktlebenszyklus

Product Life Cycle → (beschreibt die Existenzphasen [Einführungsphase, Wachstumphase, Reifephase, Sättigungsphase, Degenerationsphase, Nachlaufphase] eines marktfähigen Gutes zwischen Markteinführung und Herausnahme aus dem Markt aus betriebswirtschaftlicher Sicht)

http://de.wikipedia.org/wiki/Produktlebenszyklus

http://www.zingel.de/pdf/09prod.pdf

Produktpiraterie

→ Product Piracy (bezeichnet das verbotene Nachahmen, Fälschen, Kopieren und Plagiieren von Erzeugnissen zum Nachteil der rechtmäßigen Erfinder und Hersteller. Dabei werden Marken-, Patent-, Urheber- und Schutzrechte gewerbsmäßig-kriminell verletzt und die dadurch illegal gewinnbaren Vorteile [Einsparung der Forschungs-, Etwicklugs- und Marketingkosten] zur persönlichen Vorteilnahme genutzt. Bekannt ist in diesem Zusammenhang der umgangssprachliche Begriff der „Raubkopie" für rechtswidrig hergestellte oder verbreitete Kopien urheberrechtlich geschützten Materials, insbesondere Software. Zwar werden für Produkt oder Markenpiraterie seitens des Gesetzgebers empfindliche Strafen angedroht, nichtsdestotrotz wächst dieser Wirtschaftszweig weltweit auf Grund degradierender Wert-, Bedenklichkeits- und Moralvorstellungen mit beneidenswerten Zuwachsraten. Schätzungen der Aktion Plagiarius e.V. zufolge beläuft sich der international dadurch bedingte Schaden weltweit gegenwärtig auf 200 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr. Umsatz- und Arbeitsplatzverluste sind die Folge. Besonders kritisch schlägt zu Buche, wenn minderwertige gefälschte Artikel als Markenwaren in Form von Nahrungsmitteln, Medikamenten oder sicherheitskritischen Autoersatzteilen an den Verbraucher gelangen)

de.wikipedia.org/wiki/Produktpiraterie

www.markenpiraterie-apm.de

www.plagiarius.com

Produktsicherheit

→ Product Safety (sicherheitskritische Beschaffenheitsanforderungen an Produkte der verschiedensten Art sind im GPSG geregelt und von Herstellern und Händlern beim Inverkehrbringen der Produkte zu beachten. Ihre Einhaltung wird behördlich überprüft)

Produktsicherung

→Anti-Counterfeit Product Authentication (dient der Bekämpfung von Produktfälschung, Produktpiraterie, Raubkopien und Dokumentenfälschung sowie der Abwehr von Haftungsansprüchen gegen den Hersteller des Originalprodukts wegen der Mängel eines nachgemachten Produkts)

http://www.produktsicherung.info

 

PROFIBUS

Process Field Bus (für den Informationsaustausch von Automatisierungssystemen untereinander sowie mit den angeschlossenen dezentralen Feldgeräten werden heute vorwiegend serielle Feldbusse als Kommunikationssysteme eingesetzt. Der PROFIBUS als offenes, digitales Kommunikationssystem ist heute das führende, universell einsetzbare, Feldbussystem in Europa. Das heißt, er kann als einziges Feldbussystem sowohl in der Fertigungs- als auch in der Prozessindustrie eingesetzt werden. Übertragungsgeschwindigkeit: bis zu 12 Mbit/s; üblich: 0,5 Mbit/s bis 4 Mbit/s. International genormt in IEC 61158 und IEC 61784. Die Anwendungs- und Engineeringaspekte sind in Richtlinien der PROFIBUS Nutzerorganisation [PNO] festgelegt. Damit werden die Anwenderforderungen nach Herstellerunabhängigkeit und Offenheit erfüllt und die Kommunikation untereinander von Geräten verschiedener Hersteller ohne Anpassungen an den Geräten garantiert)

http://www.automation.siemens.com/net/html_00/ftp/flyer/profib_d.pdf

http://profibus.felser.ch/index.html?normierung.htm

http://www.profibus.com

PROFIBUS & PROFINET International

→ Dachverband der zurzeit 27 regionalen PROFIBUS-Nutzergruppen (mit mehr als 1400 Mitgliedern ist PROFIBUS & PROFINET International [PI] die weltgrößte Organisation für industrielle Kommunikation. Sie ist weltweit vertreten)

http://www.profibus.com

PROFIBUS-DP

Process Field Bus – Decentralized Periphery → PROFIBUS für den Bereich der "Dezentralen Peripherie" (mit dem PROFIBUS-DP können einfache digitale und analoge Ein-/Ausgabebaugruppen sowie intelligente signal- und prozessdatenverarbeitende Einheiten vor Ort verlagert werden und damit u. a. die Kosten für den Verkabelungsaufwand deutlich gesenkt werden. Vorwiegend für zeitkritische Anwendungen in der Fertigungsautomatisierung)

http://de.wikipedia.org/wiki/Profibus

PROFIBUS-FMS

Process Field Bus – Fieldbus Message Specification → Feldbus für den Einsatz auf der Systemebene mit relativ geringen Echtzeitanforderungen (Vorläufer des PROFIBUS-DP. Hat durch Industrial Ethernet an Bedeutung verloren und ist seit 2007 nicht mehr genormt)

http://www.profibus.felser.ch/einfuehrung/profifms.pdf

PROFIBUS-MC

Process Field Bus – Motion Control → PROFIBUS-DP Erweiterung für die Antriebskommunikation (ermöglicht den gleichzeitigen taktsynchronen Betrieb mehrerer schneller Antriebe, ohne dass die Zykluszeit nachteilig beeinflusst wird)

http://www.pc-control.net/german/022001/pro_profibus_02.htm

PROFIBUS Nutzerorganisation

(gemeinnütziger industrieller deutscher Fachverband mit mehr als 300 Mitgliedern [Hersteller, Anwender, Forschungseinrichtungen und Universitäten] zur Pflege, Weiterentwicklung, Vermarktung sowie Förderung der internationalen Durchsetzung der PROFIBUS und PROFINET-Technologien. Sitz: Karlsruhe)

www.profibus.com/community/regional-pi-associations/germany

PROFIBUS-PA

Process Field Bus – Process Automation → PROFIBUS-Variante für die Prozessautomation zur Anschaltung von Feldgeräten an Prozessleitsysteme (eigensichere Version des PROFIBUS. Sie unterscheidet sich von der PROFIBUS-DP-Variante nur durch das physikalische Medium. Vorwiegend für die Prozessautomatisierung in der Verfahrenstechnik. Das System ermöglicht nicht nur die Kommunikation mit den Feldgeräten, sondern auch deren Energieversorgung. Hauptapplikationsfeld ist Europa)

http://www.samson.de/pdf_de/l453de.pdf

PROFIenergy

(Erweiterung des PROFINET-Protokolls um Funktionen zur Gewährleistung einer energieeffizienten Fertigung in auf PROFINET basierenden Produktionsanlagen. Mit dem von der PNO genormten, hersteller- und geräteunabhängigen PROFIenergy-Profil lassen sich per PROFINET-Kommunikation von einer zentralen Steuerung aus einzelne Maschinen oder auch ganze Teilbereiche einer Fertigung automatisch aus- und wieder einschalten. Das heißt, in geplanten oder ungeplanten Produktionspausen werden Verbraucher koordiniert und zentral gesteuert vom Netz genommen, während andere, z. B. sicherheitsrelevante Komponenten in Betrieb bleiben. Am Ende der Pause werden die Verbraucher wieder koordiniert zugeschaltet. Dies erübrigt manuelle, zeitaufwändige Schaltprozesse, so dass auch in kurzen Pausen Eergie gespart werden kann)

http://www.profibus.com/nc/downloads/downloads/profienergy/download/7711

PROFINET

(offenes komponentenbasiertes industrielles Kommunikationssystem auf Ethernet-Basis für verteilte Automatisierungssysteme [nicht zu verwechseln mit PROFIBUS]. Tragende Bestandteile sind die objektorientierte Modellierung von Anlagen und deren funktionalen Teilen (technologische Module) auf COM Basis, Run-Time-Kommunikation basierend auf TCP/IP und DCOM und herstellerunabhängiges Engineering-Konzept für die Anlagen-Projektierung eines PROFInet-Systems mit einem grafischen Verschaltungs-Editor. PROFINET

  • ermöglicht die durchgängige Kommunikation von der Unternehmensleitebene bis zur Feldebene,
  • bietet skalierbare Real-Time-Kommunikation bis hin zu taktsynchroner Motion Control,
  • bietet Schutz von Mensch, Maschine und Umwelt durch integrierte Sicherheitstechnik,
  • schützt Anlagen vor unerlaubtem Zugriff im Sinne der IT-Sicherheit,
  • gestattet die nahtlose Integration aller Feldbusse,
  • bietet detaillierte und aussagefähige Diagnose,
  • ermöglicht flexible Topologien mit Stern- und Linien-Strukturen und
  • unterstützt die gängigen Übertragungsmedien wie Kupfer, LWL und Wireless-Technologien.

Mit diesen Funktionen erfüllt PROFINET alle Anforderungen für den Einsatz von Ethernet in der industriellen Automation)

http://www.automatisierungstage.de/n_programm.shtml > PROFINET

www.profibus.com/index.php?id=12 > Brochures

http://de.wikipedia.org/wiki/Profinet

 

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