Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

» Weiterführende Informationen sowie die Möglichkeit, die Printausgabe zu bestellen, erhalten Sie hier.

» Den Anhang der Print-Ausgabe finden Sie hier.

O

Oberschwingungen

→ Harmonics (Oberschwingungen oder Harmonische haben ein ganzzahliges Vielfaches der Grundfrequenz eines zeitlich periodisch verlaufenden Vorgangs, zu dessen Frequenzspektrum sie gehören. Stromoberschwingungen entstehen durch nichtlineare elektrische Betriebsmittel oder durch funktionsbedingt erforderliches, meist netzsynchrones Ein- und Ausschalten des Stroms, wie in Umrichtersystemen. Sie führen in elektrischen Betriebsmitteln, wie Kondensatoren, Transformatoren und Drehstrommotoren, zu höheren Verlusten, damit zu höherer Erwärmung und verkürzter Lebensdauer. An der frequenzabhängigen Netzimpedanz erzeugen sie Spannungsoberschwingungen, die die Netzspannungsqualität verschlechtern und andere insbesondere elektronische Betriebsmittel störend beeinflussen können. So können sie beispielsweise in Versorgungsnetzen zur Fehlauslösung von Schutzorganen oder zu Fehlsteuerungen in Rundsteueranlagen führen. Oberschwingungen lassen sich durch aktive Netzfilter oder passive Netzfilter neutralisieren)

www.voigt-trafo.de/documents/oberschwingungen-definitionen.pdf

www.mtm.at > Download

www.zes.com

Objekt

→ Object (Objekte sind Gegenstände oder Sachen der realen oder virtuellen Welt bzw. Gegenstände, Sachen oder Personen, die Ziel einer Handlung sind oder die eine solche erdulden. Speziell in der Informatik sind Objekte dadurch gekennzeichnet, dass sie in bestimmter Weise abgeschlossene Einheiten bilden und mit anderen, ähnlichen Objekten in Beziehung stehen können. In der objektorientierten Programmierung ist ein Objekt als Gruppe von Eigenschaften und Methoden definiert. Darüber hinaus gilt die Vereinbarung, dass Objekte niemals von außen, sondern nur durch ihre eigenen Methoden geändert werden. Das geschieht durch Nachrichten, die einzelne Objekte einander zusenden)

http://de.wikipedia.org/wiki/Objekt

Objektorientierte Programmierung

→ Object-oriented Programming (OOP, neuere Methode zur Strukturierung von Computerprogrammen, die die Erstellung und Wartung von Programmen erleichtert. Kerninhalt dieser Vorgehensweise sind Objekte, in denen Daten sowie Verfahren zur Manipulation dieser Daten zusammengefasst sind. Von Objektorientierter Programmierung spricht man, wenn folgende Sachverhalte zutreffen:

  • Kapselung: Verbergen der Datenstruktur eines Objektes vor dem Nutzer bzw. Aufrufer.
  • Definition gleichartiger Objekte in Klassen.
  • Vererbung der Methoden und Fähigkeiten eines Objekts auf später entwickelte "Nachfolgemodelle".
  • Kompatibilität [Gleichbehandlung] des Originals und des "Nachfolgemodells" [Polymorphie].

Prinzipiell kann man durch Einhalten bestimmter Regeln in jeder Programmiersprache objektorientiert programmieren, allerdings empfiehlt sich der Einsatz objektorientierter Programmiersprachen. Solche Sprachen sind z. B. C++, Java u.A.)

www.automatisierungstage.de/vortraege/beckhoff/AT_Beckhoff_2010_2.pdf

www.uni-protokolle.de/Lexikon/Objektorientierte_Programmierung.html

www.tu-chemnitz.de/urz/kurse/unterlagen/C++/PAGES/node5.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Objektorientierte_Programmierung

OCP

Over Current Protection → Überstromschutz

OCR

Optical Character Recognition → Zeichenerkennung (Texterkennungsprogramm, gescannte Bitmuster werden separiert, mit gespeicherten Vorlagen verglichen und schließlich einem ASCII-Zeichen zugeordnet)

OCS

Open Control Software → Offene Steuerungssoftware (deren Anwendungen vollständig auf PC laufen zusammen mit Software, die Prozess-Steuerungs-, SPS- und Motion-Control-Funktionalitäten abbildet)

OCS

Open Control System → offenes Steuerungssystem (bedeutet, dass sich einerseits neue Funktionen zur Realisierung der unmittelbaren Prozesssteuerungsaufgaben leicht einfügen lassen und andererseits höhere Steuerungs- und Führungsaufgaben wirkungsvoll unterstützt werden)

ODBC

Open Database Connectivity → offene Datenbankverbindung (standardisierte Schnittstelle für den Zugriff von Windows-Anwendungen auf Datenbanken beliebiger Hersteller über ein Computernetz. Bestandteil der WOSA-Struktur)

www.lexitron.de/main.php?detail=true&eintrag=574

ODVA

Open DeviceNet Vendors Association (internationale Organisation, zu deren Mitgliedern führende Automatisierungsunternehmen der Welt gehören. Sie unterstützt, verwaltet und fördert Netztechnologien, die auf dem Common Industrial Protocol (CIP) basieren. Zurzeit sind dies die Netztechnologien DeviceNet, EtherNet/IP, CompoNet und ControlNet – zusammen mit den wesentlichen Erweiterungen für CIP, wie CIP Safety, CIP Sync und CIP Motion. Die ODVA koordiniert die Entwicklung dieser offenen Technologien und bietet Herstellern und Benutzern von CIP-Netzwerken Unterstützung in Form von Tools, Schulungen und Marketingaktivitäten. Außerdem bietet ODVA Konformitätsprüfungen an, um die Konformität der nach den Spezifikationen implementierten Produkte in herstellerübergreifenden Anlagen sicherzustellen. ODVA ist außerdem aktiv in Normungsorganisationen und Industriekonsortien tätig, mit dem Ziel, die Verbreitung offener Kommunikationsstandards zu fördern)

www.ethernetip.de/downloads/files/Brochure%20German%20final.pdf

www.odva.org

OEE

Overall Equipment Effectiveness → Gesamtanlageneffizienz

OEM

Original Equipment Manufacturer → Originalausrüstungshersteller (Unternehmen [in der Maschinenbau- oder Automobilindustrie], das fremd- und eigengefertigte Komponenten in das eigene Erzeugnissortiment integriert und diese Produkte unter eigenem Namen vertreibt. Allerdings existieren auch noch andere Interpretationen. Siehe folgende Website)

http://de.wikipedia.org/wiki/Original_Equipment_Manufacturer

OFDM

Orthogonal Frequency Division Multiplexing → Orthogonales Frequenzmultiplexverfahren (spezielle Implementierung des Frequenzmultiplexverfahrens, welches mehrere orthogonale Trägersignale einer digitalen Datenübertragung verwendet, in der das Übersprechen zwischen den gemultiplexten Signalen minimiert ist)

de.wikipedia.org/wiki/OFDM

Offene Systeme

→ Open Systems (ein offenes System ist nicht abgeschottet sondern hat aktive Kopplungen zu seiner Umwelt, d. h. es kann mit seiner Umgebung Material-, Energie- und Informationsflüsse austauschen. Nach IEEE bietet ein offenes technisches System die Voraussetzung für die Portierbarkeit von Anwendungen auf eine Vielzahl von Plattformen verschiedener Hersteller, für die Fähigkeit der Zusammenarbeit unterschiedlicher Anwendungen sowie für ein einheitliches Erscheinungsbild für den Anwender. Das setzt die herstellerneutrale freie Kombinierbarkeit von Software- und Hardwarekomponenten auf der Basis einheitlicher genormter Schnittstellen sowie die einfache Konfigurierbarkeit applikationsspezifischer Systemvarianten nach dem "Plug and Play"-Prinzip voraus. Vorteile gegenüber proprietären, d. h. herstellerspezifischen Systemen sind: kürzere Entwicklungs- und Anpassungszeiten, höhere Beschaffungsflexibilität infolge Lieferantenunabhängigkeit, leichte Vernetzbarkeit, verbesserte Integration von Zusatzfunktionalitäten sowie reduzierter Aufwand für Schulung und Wartung und Instandsetzung)

Offline-Programmierung

→ Offline Programming (ist ein vom Fertigungsprozess abgekoppeltes Programmierverfahren für Industrieroboter und fünfachsige CNC-Maschinen. Dabei wird an einem getrennten Rechner mittels eines Robotersimulationsmodells in einer virtuellen Fertigungsumgebung das Robotersteuerungsprogramm für eine spezielle Aufgabenstellung ohne Inanspruchnahme der realen Fertigungsumgebung erstellt und optimiert. Programmierungsbedingte Fertigungsstillstandszeiten werden so vermieden)

www.roboter-info.de/offlineprogrammierung_d.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Industrieroboter

?ffner

→ Normally Closed Contact (Schalter- bzw. Relaiskontakt, der beim Einwirken der Betätigungskraft öffnet)

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 16.09.2019