Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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N

Nachhaltigkeit

→ Sustainability (Nutzung und Pflege eines regenerierbaren Systems so, dass dieses System in seinen wesentlichen [aus sicht vernünftiger Erwägungen positiven] Eigenschaften erhalten bleibt.
Generell impliziert der Begriff Nachhaltigkeit die folgenden drei Komponenten:
• ökologische Nachhaltigkeit: sie umschreibt die Zieldimension, Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Dies umfasst den Erhalt der Artenvielfalt, den Klimaschutz, die Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen in ihrer ursprünglichen Gestalt sowie generell einen schonenden Umgang mit der natürlichen Umgebung;
• ökonomische Nachhaltigkeit: sie stellt das Postulat auf, dass die Wirtschaftsweise so angelegt sein muss, dass sie generationsübergreifend dauerhaft eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Von besonderer Bedeutung ist hier der Schutz wirtschaftlicher Ressourcen vor Ausbeutung und Verschwendung;
• soziale Nachhaltigkeit: sie versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen. Hierzu existiert seit Anfang 2011 in Form der DIN ISO 26000 ein Leitfaden, der für Organisationen jeglicher Art entsprechende Empfehlungen und Orientierungen vermittelt.
Trotz einer Vielzahl an objektiv und subjektiv bedingten Hemmnisse, welche die Umsetzung der Nachhaltigkeitsbestrebungen zum Teil drastisch behindern, erscheint die Situation doch nicht ganz ausweglos, wie die folgende erste Website zu beweisen versucht)

www.mi.uni-hamburg.de/fileadmin/files/static_html/Globale_Umweltveraenderungen/Jacques/GEOTAG.rtf

de.wikipedia.org/wiki/Nachhaltigkeit

de.wikipedia.org/wiki/ISO_26000

www.nachhaltigkeit.info

Nachweis

→ Verification / Objektive Evidence (Information, deren Richtigkeit bewiesen werden kann, und die auf Tatsachen beruht, welche durch Beobachtung, Messung, Untersuchung, einen Satz dafür definierter Operationen oder durch andere Ermittlungsverfahren gewonnen werden)

NAMUR

Normenarbeitsgemeinschaft für Mess- und Regeltechnik in der chemischen Industrie (1949 unter dieser Bezeichnung gegründet. Dem aktuellen Stand entsprechend lautet der Untertitel heute "Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie". Die NAMUR ist ein internationaler Verband der Anwender von Automatisierungstechnik der Prozessindustrie. Sie hat zurzeit über 125 Mitgliedsfirmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, wie Spanien, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande und Slowenien und auch China. Sie repräsentiert zurzeit ca. 15 000 Fachleute der Prozessleittechnik, wovon etwa 300 in 33 Arbeitskreisen auf den Gebieten Messen, Steuern, Regeln, Automatisierung, Kommunikation und Prozessführung mit den über den ganzen Lebenszyklus von Anlagen verteilten Tätigkeiten wie Planung, Beschaffung, Montage, Betrieb, Wartung und Instandhaltung einschließlich Stilllegung befasst sind. Tätigkeitsschwerpunkte sind der Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedsfirmen, die Erstellung von Hilfsmitteln und Checklisten für Mitgliedsfirmen, die Definition von Anwenderforderungen an neue Geräte, Systeme und Technologien sowie die Mitwirkung in der nationalen und internationalen Normung)

www.namur.de

nanoLOC

(robuste Chirp-Funktechnologie im 2,4-GHz-Band, deren Medienzugriff als IEEE 802.15.4a genormt ist. Sie ist zum Aufbau von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen als auch für Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen geeignet. Die Bruttodatenrate liegt je nach Betriebsart zwischen 250 kbit/s und 2 Mbit/s. Neben Funktionen zur Datenübertragung verfügt nanoLOC auch über Funktionen zur hochpräzisen signallaufzeitbasierten Distanzmessung zwischen den Funkteilnehmern)

www.nanotron.com

nanoNET

(Netzwerktechnologie der Firma Nanotron Technologies für drahtlose lokale Netze [WPAN bzw. WLAN] auf Basis der Chirp-Technologie [CSS]. Sie arbeitet wie Bluetooth und ZigBee im freien ISM-Band bei 2,4 GHz und ermöglicht Reichweiten bis zu 900 m im Freien mit Übertragungsraten von maximal 2 Mbit/s und bis 60 m im Indoor-Bereich trotz geringer effektiver Sendeleistung von 10 mW. Anwendungszielfelder sind die industrielle Automatisierung, Sensorik, RFID und Multimedia, die Heimautomatisierung und die Medizintechnik)

http://nanotron.com/EN/pdf/WP_CSS.pdf

www.itwissen.info > nanonet

Nanotechnologie

→ Nanotechnology (Sammelbegriff für Technologien, die sich mit Strukturen und Prozessen im Bereich von 1 nm bis 100 nm befassen [ein Nanometer = ein Millionstel Millimeter bzw. 10-9 m)

http://copublications.greenfacts.org/de/nanotechnologien/index.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Nanotechnologie

NAP

Network Access Port → Netzwerkzugangspunkt

NASG

Normenausschuss Sicherheitstechnische Grundsätze → (zuständiges Gremium im Deutschen Institut für Normung [DIN] bezüglich der Erarbeitung von Normen mit grundlegenden und fachübergreifenden sicherheitstechnischen Anforderungen)

www.nasg.din.de

NAV

Niederspannungsanschlussverordnung → Low Voltage Access Direktive

NC

Numeric Control → Numerische Steuerung (elektronisches Steuergerät insbesondere für Werkzeugmaschinen, das in der Lage ist, maschinenlesbare technologische Bearbeitungsdaten für Werkstücke in entsprechende Achsbefehle für die Werkzeugmaschine umzusetzen, und damit einen automatischen Bearbeitungsablauf zu gewährleisten. Moderne numerische Steuerungen arbeiten computerbasiert. Siehe CNC)

http://de.wikipedia.org/wiki/Numerische_Steuerung

NCM

Numerically Controlled Machine → numerisch gesteuerte Maschine (flexibel programmierbarer Fertigungsautomat)

Neigungssensoren

→ Inclination Sensors (liefern ein zur Abweichung von der horizontalen Ebene [bis ±45°] proportionales analoges oder digitales Signal)

http://cms.hlplanar.de

NEMA

National Electrical Manufacturers Association → US-amerikanischer Berufsverband und Normungsorganisation der elektrotechnischen Industrie Nordamerikas

http://germany.ihs.com/collections/nema/index.htm

www.nema.org

Nennbetriebsarten

→ Duty Types (charakterisieren die Betriebsweise von Elektromotoren, und zwar kennzeichnet eine Betriebsart die zeitliche Aufeinanderfolge und Dauer einzelner, im Allgemeinen unterschiedlicher Betriebszustände [Anlaufen, konstante Last, elektrisches Bremsen, Leerlauf, Stillstand], die je nach Häufigkeit und Dauer unterschiedlich zur Wicklungserwärmung eines Motors beitragen. In Anbetracht der großen Anzahl möglicher Betriebsarten werden Elektromotoren für zehn verschiedene charakteristische Betriebsarten ausgelegt bzw. müssen leistungsmäßig so bemessen werden, dass die zulässige Wicklungstemperatur bei den verschiedenen Betriebsarten nicht überschritten wird. Diese sogenannten Nennbetriebsarten werden nach DIN EN 60034-1 bzw. (VDE 0530-1) mit S1 bis S10 bezeichnet. Dabei bedeuten:

  • S1: Dauerbetrieb mit konstanter Belastung → Continuous running duty / Continuous running / Duty type S1. Die Betriebszeit ist so groß, dass die thermische Beharrungstemperatur des Motors erreicht wird [IEV 411-51-14]. Das heißt, die Betriebszeit ist größer als der dreifache Wert der thermischen Maschinenzeitkonstante.
  • S2: Kurzzeitbetrieb mit konstanter Belastung → Short-time duty / Duty type S2. Die Betriebszeit ist so klein, dass der thermische Beharrungszustand des Motors nicht erreicht wird und bei der sich eine Betriebspause anschließt, in der sich die Maschine wieder auf Umgebungstemperatur abkühlt. Bei der Kennzeichnung wird zusätzlich die Betriebszeit angegeben [IEV 411-51-15].
  • S3: Periodischer Aussetzbetrieb ohne Einfluss des Anlaufens auf die Motortemperatur → Intermittent periodic duty – Starting current has no significant influence / Duty type S3. Betriebsart aus einer Folge von identischen Lastspielen. Jedes Spiel beinhaltet eine Phase, in der der Motor mit konstanter Last betrieben wird und eine Phase, in der er abgeschaltet ist. Beide Phasen sind so kurz, dass der Motor weder in der Belastungsphase die Beharrungstemperatur erreicht, noch sich in der anschließenden Betriebspause wieder auf die Umgebungstemperatur abkühlen kann. Nach einigen Lastspielen stellt sich ein stationärer Verlauf der Motortemperatur ein, bei dem sich die Maschine während der Belastungszeit um den gleichen Betrag erwärmt, um den sie sich in der jeweils folgenden Stillstandsphase wieder abkühlt. Die Häufigkeit der Anlauf- und Bremsvorgänge ist so niedrig, dass ihr Einfluss auf die Motorerwärmung vernachlässigt werden kann. Bei der Kennzeichnung wird zusätzlich die relative Einschaltdauer angegeben. Wenn nicht anders festgelegt, wird eine Spieldauer von 10 min angenommen [IEV 411-51-16].
  • S4: Periodischer Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufens auf die Motortemperatur → Intermittent periodic duty with starting / Duty type S4. Wie S3, jedoch mit merklichem Einfluss des Anlaufvorgangs auf die Motortemperatur [IEV 411-51-17].
  • S5: Aussetzbetrieb mit Einfluss des Anlaufens und der Bremsung auf die Motortemperatur → Intermittent periodic duty with electrical braking / Duty type S5. Wie S3, jedoch mit merklichem Einfluss des Anlauf- und Bremsvorgangs [z.?B. bei elektrischer Bremsung] auf die Motortemperatur [IEV 411-51-18].
  • S6: Ununterbrochener periodischer Betrieb mit Aussetzbelastung → Uninterrupted periodical operation with intermittent load / Duty type S6. Folge von identischen Spielen, von denen jedes aus einer Betriebsphase mit konstanter Last und einer Leerlaufphase besteht [IEV 411-51-19].
  • S7: Ununterbrochener periodischer Betrieb mit Anlauf und Bremsung → Uninterrupted periodical operation with start and electrical breaking / Duty type S7. Folge von identischen Spielen, von denen jedes aus einer Anlaufphase, einer Betriebsphase mit konstanter Last und einer Phase mit elektrische Bremsung besteht. Zur Betriebsart S7 zählt auch der Reversierbetrieb [IEV 411-51-20].
  • S8: Ununterbrochener Betrieb mit periodischer Drehzahländerung → Uninterrupted periodical operation with periodical speed change / Duty type S8. Folge von identischen Spielen, von denen jedes aus einer Betriebsphase mit konstanter Last und einer bestimmten Drehzahl besteht, gefolgt von einer oder mehreren Betriebsphasen mit anderen konstanten Lasten und Drehzahlen, wie bei polumschaltbaren Motoren [IEV 411-51-21]
  • S9: Betrieb mit nichtperiodischer Last- und Drehzahländerung → Operation with non-periodical load and speed change / Duty type S9. Betriebsart, bei der sich Last und Drehzahl nichtperiodisch innerhalb eines zulässigen Betriebsbereichs ändern. Dieser Betrieb schließt häufig auftretende Überlastungen ein, die die Vollast bedeutend übersteigen können [IEV 411-51-22]
  • S10: Betrieb mit einzelnen konstanten Belastungen → Operation with individual, constant loads / Duty type S10. Betrieb mit einer Folge unterschiedlicher Belastungen, innerhalb denen sich jeweils der thermische Beharrungszustand einstellt)

www.servotechnik.de/fachwissen/auslegung/f_beitr_00_707_z.htm 

www.industryarea.de/kataloge/305_1245321730_7.pdf

www.aps-systems.ch/en/Betriebsarten.htm 

http://de.wikipedia.org/wiki/Nennbetriebsart

www.elektromotoren.de/lexikon.html

.NET
(Microsoft-Entwicklungsplattform, die unter anderem eine gemeinsame Laufzeitbibliothek und ein gemeinsames Typsystem für alle Programmiersprachen bietet. DOTNET ist der Überbegriff über folgende Produkte, Strategien und Technologien:
  • .NET Framework als neue Software-Plattform,
  • Visual Studio .NET als neue Entwicklungsumgebung, die mehrere .NET-Programmiersprachen (z. B. die eigens für .NET geschaffene Sprache C# (gesprochen "si scharp") oder VB.NET) unterstützt,
  • .NET My Services als Gruppe von Diensten, die Funktionen, wie Authentifizierung, übernehmen,
  • .NET Enterprise Server, die abgesehen vom Namen unabhängig von den anderen Technologien sind und u.A. die Produkte Exchange Server 2000, Application Center 2000, SQL Server 2000 beinhalten.
  • .NET Devices, die durch eine abgespeckte Version des .NET Framework unterstützt werden (.NET Compact Framework)
www.dotnetframework.de
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