Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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M

MOEMS

Micro-Opto Electro-Mechanical Systems → Mikro-opto-elektromechanische Systeme (Mikrosystemtechnik)

MOI

Moment of Inertia → Trägheitsmoment

Moore-Automat

(spezieller Begriff aus der Automatentheorie. Siehe Automat)

Mooresches Gesetz

→ Moore's Law (das Mooresche Gesetz, eine durch Beobachtung gefundene Gesetzmäßigkeit wurde 1965 von Gordon Moore, einem Mitbegründer der Firma Intel formuliert und besagt, dass alle 18 Monate eine Verdopplung der Schaltkreiskomponenten je Chip und damit einhergehend eine Verdopplung der Arbeitsgeschwindigkeit zu erwarten ist. Nach Expertenmeinung soll diese Aussage noch bis 2029 Gültigkeit haben)

http://de.wikipedia.org/wiki/Mooresches_Gesetz

MoRE

Model Based Requirements Engineering → Modellbasiertes Anforderungsmanagement (von Siemens entwickelte Methodik zur systematischen Ermittlung, Definition, Repräsentation und Anpassung von Produktanforderungen und deren Einsatz als zentrales Steuerinstrument bei der Abwicklung von Projekten)

MOSFET

Metal-Oxide-Semiconductor Field Effect Transistor → Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor

Motherboard

→ Mutterplatine, Hauptplatine (Leiterplatte, auf der die Hauptkomponenten eines Computers, wie CPU-Schaltkreis, Co-Prozessoren, Arbeitsspeicher, Festwertspeicher für Firmware, Interface-Schaltkreise und Erweiterungs-Slots für Hardware-Erweiterungen, untergebracht sind)

www.at-mix.de/motherboard.htm

Motion Control
Motorschutz

→ Motor Protection (Gesamtheit aller Vorkehrungen und Einrichtungen, um Elektromotoren vor elektrisch oder thermisch bedingten Schäden zu bewahren. Die wichtigsten sind:

  • Überlastungsschutz → Overload Protection; er schützt den Motor vor thermischer Überbeanspruchung. Dazu wird die Motortemperatur direkt, z. B. mittels Thermistoren, oder indirekt über den Motorstrom, z. B. durch ein Überstromrelais, erfasst und der Motor beim Erreichen der zulässigen Wicklungstemperatur bzw. bei Stromwerten oberhalb des Nennstroms über einen Motorschutzschalter oder ein Schütz abgeschaltet.
  • Kurzschlussschutz → Short Circuit Protection; diese Funktion übernehmen bei Antrieben kleiner Leistung Schmelzsicherungen; bei Antrieben mittlerer und großer Leistung magnetische Auslöser am Motorleistungsschalter. Im Fall eines Kurzschlusses, z. B. infolge eines Windungsschlusses, trennen sie den Motor sehr schnell vom Netz.
  • Unterspannungsschutz → Under Voltage Protection, der z. B. Drehstrommotoren vor dem Stehenbleiben und einer damit verbundenen hohen Stromaufnahme und thermischen Überlastung bewahrt. Über entsprechende Unterspannungsauslöser wird zeitlich verzögert, um kurzzeitige Spannungseinbrüche zu überbrücken, die Abschaltung des Motors veranlasst.

Bei sehr großen Maschinen kommen weitere Motorschutzsysteme, wie Phasenausfallschutz und Ständererdschlussschutz, hinzu)

http://samplecode.rockwellautomation.com/idc/groups/literature/documents/wp/mot-wp002_-de-p.pdf

www.schaltungsbuch.de  > Rund um den Motor

Motorschutzschalter

→ Motor-protective Circuit-breakers (sind speziell ausgeführte Leistungsschalter zum allpoligen Schalten von Motoren kleinerer Leistung. Sie sind so beschaffen, dass sie den Motor gegen Zerstörung durch Nichtanlauf, Überlast, Kurzschluss und Unterspannung schützen. Auch verfügen sie in der Regel über einen "Ausgelöst"-Melder)

www.schaltungsbuch.de

Motorstarter

→ Motor Starters (sind Kompaktgeräte zum Anlassen, Schalten, Schützen und Überwachen von Drehstrommotoren. Sie werden motornah oder direkt am Motor oder im Klemmenkasten montiert und dienen dazu, Drehstrom-Asynchronmotoren mit Kurzschlussläufer ein- und auszuschalten und zu reversieren sowie mittels einstellbarer Auslöser gegen Überlast und Unterspannung zu schützen. Für den Fall, dass sie über keine Überstromschnellauslösung verfügen, müssen sie zusätzlich mit einer unverzögerten Kurzschlussauslösung versehen oder mit Schmelzsicherungen kombiniert werden. Bei Integration von Sanftanlasser-Funktionen ermöglichen sie auch das weiche Starten und Stoppen von Drehstromantrieben. Als dezentrale Starter mit Feldbusschnittstelle ersetzen sie in weit verzweigten Anlagen immer häufiger konventionelle Motor Control Center [MCC] mit ihren komplexen festverdrahteten Motoransteuerungen)

www.schaltungsbuch.de/drives001.html#wp1580601

www.sps-magazin.de/mues/formmue.php?mue=67

www.moeller.net/de/support/selection_tools.jsp

www.frieters.com/shop/index.php?cat=KAT01

www.desina.de/pdf/2039e.pdf

MOV

Metalloxidvarisator (Spannungsabhängiger Widerstand. Siehe Varistoren)

MPC

Model Predictive Control → modellgestützte prädiktive Regelung (dabei werden im Sinn einer Prozessoptimierung von Zeit zu Zeit anhand eines zeitdiskreten dynamischen Modells des zu regelnden Prozesses mögliche Prozesszustände unter Berücksichtigung gegebener Beschränkungen in Abhängigkeit von den Prozesseingangssignalen berechnet und daraus die jeweils optimalen Einstellwerte für die Prozesseingangsgrößen gewählt. MPC-Verfahren, ursprünglich für Mehrgrößenregelungen in Raffinerien und in der Petrochemie entwickelt, werden heute auch in vielen anderen Industriezweigen, wie Chemie, Papier und Zellstoff, Lebensmittelindustrie, Kraftwerke zur Prozessoptimierung eingesetzt)

www.automation.siemens.com/w2/efiles/pcs7/pdf/at-2006-12_MPC-Industrie.pdf

en.wikipedia.org/wiki/Model_Predictive_Control

MPCB

Machine Protection Circuit BreakerMotorschutzschalter

MPCE

Machine Primery Control Element → Primärsteuerungselement der Maschine (Begriff aus der Maschinensicherheit. Letztes elektrisch betriebenes Element im Energiekreis, mit dem die normale Operation einer Maschine eingeleitet oder angehalten wird. Dabei kann es sich um ein Schaltschütz, eine elektromagnetische Kupplung oder ein elektrisch betriebenes pneumatisches oder hydraulisches Ventil handeln. Siehe auch EN 61496-1)

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