Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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M

M2M

Machine-to-Machine-, Mobile-to-Machine-, Machine-to-Mobile-Communication → Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (das Akronym M2M findet sich im Kontext mit dem automatisierten Austausch von Daten und Informationen zwischen Maschinen, Geräten, Systemen und Personen, d. h. zwischen beweglichen und unbeweglichen Objekten. Der Austausch findet kabelgebunden z. B. über das Festnetz oder drahtlos über geeignete Funktechnologien [Wireless M2M] statt. M2M-Lösungen unterstützen Unternehmen z. B. dabei, verteilte Maschinenpopulationen ins Unternehmensnetzwerk zu integrieren, und damit den Fernzugriff und die Fernüberwachung auf ihre Assets zu ermöglichen. Um hierfür entsprechende Lösungen zu entwickeln, ist die enge Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern, Infrastrukturausrüstern, Systemintegratoren, Service-Providern und Anwendungsentwicklern unverzichtbar. Zur Unterstützung dieser branchenübergreifenden Aktivitäten wurde die M2M-Alliance ins Leben gerufen. Sie vereinfacht diese Zusammenarbeit und treibt die gemeinsame Realisierung, Entwicklung und Vermarktung von M2M-Lösungen voran. Die Consulting-Firma Harbor Research prognostiziert für die nächsten fünf Jahre jährliche Wachstumsraten von 27 % für diese Technologie. 2011 sollen bereits 500 Mio. Geräte miteinander verbunden sein)

www.m2m-alliance.de/uploads/media/Whitepaper.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Machine_to_Machine

www.m2m-alliance.de

M2M-Alliance

(offene Initiative für Anbieter und Anwender von M2M-Technologie, fördert die technische Harmonisierung sowie die technologische Weiterentwicklung und Kooperation)

www.m2m-alliance.de

M2M-Technologie

→ M2M Technology (M2M steht als Abkürzung für Machine-to-Machine-Communication, d. h. für den automatisierten Informationasaustausch zwischen Maschinen. Das Grundkonzept einer M2M-Anwendung besteht aus folgenden drei Grundkomponenten:

  • einem Datenendpunkt [DEP], das ist in der Regel ein kompaktes Mikrorechnersystem, das auf einer Seite mit einem Prozess P gekoppelt ist;
  • einem kabel- oder feldgebundenen Kommunikationsnetzwerk sowie
  • einem Datenintegrationspunkt [DIP], das ist ein Server im Internet oder auch eine spezielle Software auf dem Rechner eines Prozessleitsystems. Der DIP ist mit der Anwendung A gekoppelt.

          P ↔ DEP ↔ Kommunikationsnetzwerk ↔ DIP ↔ A


Möglich sind in einem M2M-System direkte und indirekte Kommunikationspfade zwischen DEP und DIP sowie direkte und indirekte Beziehungen zwischen einzelnen DEP, die in einem M2M-System mehrfach vorhanden sein können)

www.m2m-alliance.de/uploads/media/Whitepaper.pdf

MAC-Adresse

Media Access Control Address (Hardware-Adresse von Netzwerkkomponenten, die ihrer eindeutigen Identifikation im Netzwerk dienen)

http://de.wikipedia.org/wiki/MAC-Adresse

MACRO

Motion and Control Ring Optical (Bussystem auf Lichtwellenleiterbasis für Multiachs-Bewegungssteuerungen)

www.macro.org

Magnetpulverbremsen
Magnetpulverkupplungen

→ Magnetic Particle Clutches (sind elektromagnetisch steuerbare Reibungskupplungen, bei denen ein Spezialeisenpulver [ferro/chrom], in manchen Fällen auch eine Eisenpulver-Öl-Suspension, den Reibbelag darstellt. Das Magnetpulver befindet sich lose im Luftspalt zwischen dem Innen- und dem Außenteil der Kupplung, von denen einer eine Erreger-Ringspule trägt. Bei eingeschalteter Erregung wird das Magnetpulver durch die Einwirkung des magnetischen Felds verfestigt und bildet eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den beiden Teilen. Das übertragbare Moment ist nahezu linearproportional zum Erregerstrom und weitgehend unabhängig vom Schlupf zwischen den Kupplungshälften. Ein Unterschied zwischen Haft- und Gleitmoment ist im Gegensatz zu allen anderen Reibungskupplungen praktisch nicht vorhanden. Die Stromzuführung zur Erregerwicklung erfolgt meist über Schleifringe, bei manchen Ausführungen auch kontaktlos mittels eines Spezialtranformators.
Magnetpulverkupplungen werden zum Ein- und Auskuppeln und Bremsen von Arbeitsmaschinen, zur Drehmomentregelung und -Begrenzung, für die Zugspannungsregelung bei Auf- und Abwickelprozessen sowie zum gezielten Ingangsetzen und Bremsen großer Trägheitsmomente und Massen angewandt. Für letzteres ist die Magnetpulverkupplung infolge ihrer großen Wärmekapazität besonders gut geeignet)

www.directindustry.de/industrie-hersteller/magnetpulverkupplung-81329.html

www.mobac.de

Magnetscheiben-Kupplungen

→ Magnetic disks Clutches (bestehen aus gegenüberliegenden mit sehr starken Seltene-Erden-Magneten bestückten Scheiben, zwischen denen ein auf die eine Scheibe wirkendes Drehmoment berührungsfrei auf die andere Scheibe, auch durch Wandungen hindurch, übertragen wird. Ein geringfügiger achsialer Parallelversatz oder Fluchtwinkelfehler kann dabei in Kauf genommen werden. Sie finden zum Antrieb von Pumpen, Rührwerken, Ventilatoren oder Kompressoren in geschlossenen Behältnissen durch die Behälterwand hindurch und auch als Sicherheitskupplungen Anwendung)

www.mobac.de

Magnetventile

→ Solenoid Valves / Magnetic Valves / Electromagnetic Valves (sind Ventile für die Hydraulik und Pneumatik, die von einem Elektromagneten betätigt werden)

www.directindustry.de/industrie-hersteller/magnetventil-64785.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetventil

Management

→ Management (der Begriff Management [von "to manage" = handhaben, bewerkstelligen, meistern, leiten, verwalten] impliziert verschiedene Bedeutungsinhalte. Er firmiert einerseits als Bezeichnungssynonym für alle denkbaren entscheidungsbefugten Leitungsgremien andererseits aber auch für jede in einer Organisation zur Erreichung eines bestimmten Teilziels erforderliche gesamtzielkonforme Verhaltensbeeinflussung aller Beteiligten, einschließlich der Lenkung der dazu erforderlichen Ressourcen im Sinn einer gesamtzielorientierten Optimierung. Präzisierungen werden in beiden Fällen durch entsprechende Wortvorsätze erreicht, z. B. Abteilungs-, Firmen-, Veranstaltungs- oder Verwaltungsmanagement zur Kennung entsprechender entscheidungsbefugter Gremien bzw. Energie-, Qualitäts-, Zuverlässigkeits-, EMV-Management, Information Lifecycle Management [ILM] oder Functional Safety Management zur Charakterisierung spezifischer zielorientierter Verfahrensweisen)

en.wikipedia.org/wiki/Management_(disambiguation)

www.bwl-bote.de/20040303.htm

Manipulation

→ Manipulation (Begriff aus der Psychologie, Soziologie und Politik, der die gezielte, verdeckte Einflussnahme auf Einzelpersonen und Gruppen, die den Betroffenen verborgen bleiben soll, bezeichnet. Im Bereich der Technik steht der Begriff, positiv belegt, für Handhabung, z. B. bei Robotern oder Datenverarbeitungsprozeduren, aber auch stark negativ belastet für den unzulässigen Umgang mit Sicherheits- und Schutzvorrichtungen, wie die Überbrückung oder Außerbetriebsetzung derselben aus Gründen der Bequemlichkeit mit oft schwerwiegenden Unfallfolgen für den Verursacher und ggf. andere Betroffene. Das Umgehen von Schutzeinrichtungen [defeating of protective devices] kann grundsätzlich nur vermieden werden, wenn Maschinen so konstruiert sind, dass eine Manipulation keine Vorteile bietet, also der Anreiz hierzu fehlt. Vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV wurde ein Bewertungsschema erarbeitet [siehe Downloads folgende Website], mit dessen Hilfe der Anreiz für das Umgehen von Schutzeinrichtungen an Maschinen evaluiert werden kann)

http://www.dguv.de/ifa/de/pra/manipulation/index.jsp

Manipulatoren

→ Manipulators (sind manuell gesteuerte, elektromechanische, elektropneumatische oder elektrohydraulische, auf die jeweilige Anwendung individuell zugeschnittene Handling-Systeme für das bedienergeführte Heben, Bewegen und Umsetzen schwerer Lasten bis 1.000 kg, wie Paletten, Transportkisten, Stahlfässer, Radfelgen, Folienrollen, Motoren, Kurbelwellen, Stahlplatten, Fliesenpakete, Schrottpakete und Ähnliches. Sie werden weltweit in nahezu allen Branchen eingesetzt. Bedeutung haben sie auch im Zusammenhang mit der Fernhantierung gefährlicher Güter, wie Handhabung radioaktiver Abfälle, Entschärfen von Munition)

www.dalmec.com/de

www.vesa.de

Manufacturing Execution System, MES

→ Fertigungsmanagementsystem (der Begriff MES umfasst eine Reihe von Software-Lösungen für die Betriebsleitebene, deren Aufgabe es ist, sämtliche Daten einer Produktion zur Optimierung der Produktionsabläufe zu erfassen, aufzubereiten und bewertbar zu machen. Durch die Verwendung von Echtzeitdaten aus der Produktion ermöglichen MES die Überwachung, Steuerung, Reaktion und Berichterstattung der jeweiligen Vorgänge gerade dann, wenn sie passieren. Die daraus resultierenden schnellen Reaktionsmöglichkeiten auf sich ändernde Herstellbedingungen in Verbindung mit der Reduzierung nicht produktionsrelevanter Tätigkeiten ermöglichen eine effektive Betriebs- und Produktionsführung. Manufacturing Execution Systems stellen im Sinn der "Vertikalen Integration" die Verbindung zwischen der Automatisierungsebene und den Systemen der Managementebene [betriebswirtschaftliche Unternehmensplanung, ERP] her. Derzeit [2011] werden im deutschsprachigen Raum ca. 70 MES-Lösungen für den Bereich der Stückgutfertigung angeboten. Dabei sind die meisten von ihnen hinsichtlich des Funktionsangebots sowie der implementierten Planungsmethoden auf Unternehmen der Metallverarbeitung wie Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobil- und Automobilzulieferindustrie ausgerichtet)

http://de.wikipedia.org/wiki/Manufacturing_Execution_System

MAP

Manufacturing Automation Protocol → Datenübertragungsprotokoll für die automatisierte Fertigung

MAS

Multi-Agent System → Multiagentensystem

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 21.01.2019