Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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I

Interbus

(digitales serielles Kommunikationssystem, das speziell für die Anbindung von Sensoren und Aktuatoren an Automatisierungssysteme ausgelegt ist. Mit der Integration eines TCP/IP-Kanals in seine hybride Protokollstruktur bietet es ideale Voraussetzungen für eine durchgängige Kommunikation vom Sensor bis ins Internet. Besonders geeignet für die Fabrikautomation, jedoch nicht auf diese beschränkt. Interbus wurde von Phoenix Contact entwickelt, ist in der IEC 61158 genormt und wird heute vom Interbus Club betreut)

http://pl.et.fh-duesseldorf.de/prak/download/IBS_grundlagen.pdf

www.interbusclub.com/get.php?object=3818

www.interbusclub.com

Interbus Club

(Internationale, auf Initiative namhafter, weltweit tätiger Unternehmen gegründete Gemeinschaft, die Produkte und Dienstleistungen für offene Automatisierungslösungen anbieten und verwenden. Das gemeinsame Ziel besteht darin, die Interbus-Technologie in ihrer Verbreitung auf den internationalen Märkten voran zu bringen, sowie Automatisierungslösungen mit Interbus und komplementären Technologien wie Ethernet zu fördern)

www.interbusclub.com

Interbus-Inline

(die Klemmen der Produktfamilie Interbus-Inline bilden ein modulares Automatisierungssystem, das in das Interbus-System integriert wird. Mit den Inline-Automatisierungsklemmen können durch werkzeugloses Aneinanderstecken Funktionseinheiten aufgebaut werden, die den jeweiligen Automatisierungsaufgaben entsprechen. Interbus-Inline kann sowohl im zentralen Schaltschrank als auch im dezentralen Schaltkasten eingesetzt werden)

www.phoenixcontact.com

Interface
Internet

International Network (weltweiter Verbund von Rechnern und Rechnernetzen unterschiedlicher Größe und Architektur, die mit verschiedenen Betriebssystemen arbeiten. Dabei werden dezentral auf Rechnern [Servern] Informationen hinterlegt, die von jedermann jederzeit mit seinem Rechner [Client] abgerufen werden können. Es entstand schrittweise in den letzten Jahrzehnten und bildet gegenwärtig die Basis für den weltweiten Informations-, Daten- und Dokumentenaustausch z. B. per E-Mail. Populärstes Netz der Welt. 2010 werden voraussichtlich 1,5 Milliarden Nutzer online sein. In der Automatisierungstechnik gewinnt die Fernwartung via Internet zunehmend an Bedeutung)

http://de.wikipedia.org/wiki/Internet

www.isoc.org

Interoperabilit?t

→ Interoperability (Fähigkeit heterogener Strukturen [technische Komponenten und Systeme aber auch Organisationen], auf Basis vereinbarter Regeln miteinander zu kooperieren. In technischen Anlagen z. B. die Fähigkeit von Hard- und Software-Systemen unterschiedlicher Hersteller problemlos miteinander zu kommunizieren und damit im Sinn der Anlagenzielstellung zielgerichtet zusammen zu wirken)

Interpreter

→ Wörtlich: Dolmetscher (im Bereich der Software ein Programm, das ein auszuführendes Quellprogramm liest und es im Gegensatz zu einem Compiler nach lexikalischer, syntaktischer und semantischer Analyse und Verarbeitung sofort ausführt, ohne ein Maschinenprogramm zu erzeugen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Interpreter

Intersystem-EMV

→ Intersystem EMC (äußere EMV. Traditioneller Begriff zur Kennzeichnung des Verträglichkeitszustands zwischen einem System und der äußeren elektromagnetischen Umgebung, in der es eingebettet ist bzw. zwischen zwei oder mehreren Systemen bei wechselseitig möglichen elektromagnetischen Beeinflussungen [Intersystem-Beeinflussungen]).
Anmerkung: Der Begriff EMV dient hier zur Charakterisierung eines Verträglichkeitszustands, nicht zur Kennzeichnung einer Produkteigenschaft im Sinn der in der EMV-Richtlinie bzw. der im EMVG dafür gegebenen Definition)

Intrasystem-EMV

→ Intrasystem EMC (systeminterne bzw. Innere EMV. Traditioneller Begriff, der den inneren Verträglichkeitszustand eines Systems charakterisiert. Die systeminterne EMV ist gegeben, wenn alle Komponenten, Geräte und sonstigen Bestandteile eines betrachteten Systems unbeschadet vorhandener elektromagnetischer Wechselwirkungen [Intrasystem-Beeinflussungen] zwischen den systeminternen Komponenten einwandfrei arbeiten. Von außen auf das System einwirkende elektromagnetische Störgrößen bleiben dabei unberücksichtigt.
Anmerkung: Der Begriff EMV wird hier als Bewertungsmaßstab zur Charakterisierung eines Zustands im elektromagnetischen Beziehungsgefüge zwischen den Systemkomponenten benutzt, nicht zur Kennzeichnung der Produkteigenschaft im Sinn der EMV-Richtlinie bzw. der im EMVG dafür gegebenen Definition)

IO-Link

(bidirektionale, offene, feldbusunabhängige Kommunikationsschnittstelle für den Feldbereich, die im Gegensatz zu den verbreiteten, meist binären Standard-Schnittstellen auch den Austausch von Parameterdaten und Diagnoseinformationen zwischen einem Feldgerät und der überlagerten Steuerung erlaubt. In der IEC 61131-9 unter der Bezeichnung Single-Drop Digital Communication Interface [SDCI] genormt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um eine dialogfähige sternförmige Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einem Peripherie-Anschaltmodul [Master] und einem Feldgerät [binärer, digitaler oder analoger Sensor/Aktor, Slave]. Der Master kann dabei über mehrere Ports zu jeweils einem Slave verfügen. Als Übertragungsmedium werden Standard-Sensor-/Aktorleitungen [SAC-Leitungen] in ungeschirmter Ausführung eingesetzt. Ihre maximale Länge kann bis zu 20 m betragen. Die typische Übertragungszeit für ein Wort bis zu 16 Bit Länge beträgt 2 ms. Speziell für die EMV-Störfestigkeitsprüfung von IO-Link-Geräten gibt es bei MESCO Systems den sogenannten IO-Link EMC Tester.Weitere Vorzüge der IO-Link-Technologie sind:
• Reduzierter Projektierungsaufwand infolge einheitlicher Parametrierung aller Sensoren und Aktoren mit einem Engineering Tool,
• höhere Anlagenverfügbarkeit dank vorausschauender Wartung an Sensoren und Aktuatoren,
• kürzere Stillstandzeiten aufgrund anlagenweiter Diagnose und dadurch bedingter kürzerer Fehlerortungszeiten,
• rasche Störungsbehebung durch einfachen Geräteaustausch mit automatischer Neuparametrierung.
Weitere Details siehe folgende Websites)

www.io-link.com/share/Downloads/PNO_HM2008_IO-Link_20080414_text.pdf

www.io-link.com/share/Downloads/IO-Link_im_Durchblick.pdf

www.profibus.com/nc/downloads/downloads/io-link/display

https://prof.hti.bfh.ch/uploads/media/Bericht_IO-Link.pdf

www.io-link.com/en/Download/Download.php?thisID=48

www.leuze.de/news/io-link/io-link-faq_de.html

www.aud24.net/PDF/AD038351

IP

Internet Protocol (Protokoll [Methode, Verfahrensweise] nach dem Daten innerhalb eines Netzwerks, z. B. im Internet oder Intranet von einem Computer zu einen anderen gelangen. Jeder im Netz vorhandene Computer ist eindeutig durch seine IP-Adresse gekennzeichnet. Werden Daten von einem Computer zu einem anderen gesendet, werden sie in kleine Informationspakete zerlegt, von denen jedes sowohl die
Adresse des Senders als auch des Empfängers enthält. Diese Pakete können über das Netz auf unterschiedlichen Wegen in von der Sendesequenz abweichender Reihenfolge am Bestimmungsort ankommen. Dort werden sie von einem anderen Protokoll, dem sogenannten Transmission Control Protocol [TCP] wieder in die richtige Reihenfolge gebracht)

IPA

Institut Produktionstechnik und Automatisierung (Fraunhofer-Institut, Stuttgart)

www.ipa.fhg.de

IP-Adresse

Internet-Protocol-Adresse (numerische Adresse, die einem Rechner im Internet zugeordnet ist und ihn eindeutig identifizierbar macht. Sie besteht aus einer Folge von vier Zahlengruppen mit je maximal drei Ziffern [von 0 bis 255], die jeweils durch Punkte getrennt sind. Beispiel: 189.142.2.10. Fest mit dem Internet verbundene Rechner haben eine feste [statische] IP-Adresse. Benutzer, die sich von Zeit zu Zeit ins Netz einwählen, um dort zu surfen oder andere Aufgaben zu erledigen, erhalten vom Provider, der ihnen den Zugang ermöglicht, automatisch eine dynamische IP-Adresse zugewiesen, die nach nach Beendigung der Sitzung an den nächsten Kunden vergeben wird)

IP-Bus

Industry-Pack-Bus (spezifiziert nach einem VITA-Standard)

IPC

Industrial PC → Industrie-PC

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