Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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F

Funkvertr?glichkeit

→ Radio Compatibility (Begriff, der die technische Verträglichkeit zwischen verschiedenen Funkanwendungen zum Gegenstand hat)

www.zvei.org/index.php?id=303 > ZVEI-Broschüre „Koexistenz von ..."

www.bundesnetzagentur.de > Suche: Funkverträglichkeit

Fuzzy Regler

→ Fuzzy-Controller (Fuzzy-Controller sind nach E. Mamdami Systeme, die aus folgenden Komponenten bestehen:

  • Einem Fuzzyfizierer, der die scharfen Eingaben in Fuzzy-Mengen transformiert,
  • einer Regelbasis, die eine Menge von IF... THEN...-Regeln umfasst,
  • einer Entscheidungslogik, die mittels der Regelbasis eine Abbildung vom Eingaberaum in den Ausgaberaum herstellt und
  • einem Defuzzyfizierer, der aus einer Fuzzy-Menge eine scharfe Ausgabe generiert)

http://wwwmath.uni-muenster.de/math/inst/info/Professoren/Lippe/lehre/skripte/wwwFuzzyScript/fscon.htm

l http://de.wikipedia.org/wiki/Fuzzy-Regler

www.informatik.htw-dresden.de/~iwe/lvfuzzy/FuzzySkript.pdf

FVI

Forum Vision Instandhaltung → Forum Vision Maintenance (das Netzwerk der Instandhalter. Gemeinnützige Organisation, getragen von etwa 270 Mitgliedern aus Mittelstand, Großindustrie, Wissenschaft und Politik. Hauptanliegen: Wissensvermittlung und das Aufzeigen von Trends auf dem Gebiet der vorausschauenden Instandhaltung)

www.iml.fraunhofer.de/2190.html

FVL

Full Variability Language → Programmiersprache mit nicht eingeschränktem Sprachumfang (anwendungsneutrale Sprachen, wie Assembler, C/C++, Java u.a. Hochsprachen. Sie werden von Komponentenherstellern zur Implementierung von Betriebssystemen, Firmware oder Tools eingesetzt)

FWT

Fernwirktechnik → Telecontrol

Flash-Disk

 (Massenspeichersystem, das auf Flash-Speichern [Flash-Memory] basiert, die eine Festplatte emulieren. Im Gegensatz zu konventionellen Festplatten haben sie keine bewegten Teile und können auf einem Chip untergebracht werden. Ihre besondere Stärke liegt im Bereich der Embedded-Systems-Anwendungen)

 
http://de.wikipedia.org/wiki/Disk_on_Module


Funktionale Sicherheit

→ Functional Safety (ist allgemein gesehen die Sicherheit vor einer Gefährdung, die aus der fehlerhaften Funktion einer Einrichtung resultiert. Bezogen auf sicherheitstechnisch mittels sicherheitsbezogener Systeme überwachte Objekte versteht man nach IEC 61508 unter funktionaler Sicherheit den Teil der Gesamtsicherheit, bezogen auf das Steuerungsobjekt [EUC] und dessen Leit- bzw. Steuerungssystem, der von der korrekten Funktion des E/E/PE-sicherheitsbezogenen Systems, Sicherheitssystemen anderer Technologie und externer Einrichtungen zur Risikominderung abhängt. Sie wird im Zuge der Planung, Projektierung, des Betriebs und der Wartung von Systemen erreicht durch das Vermeiden bzw. Beherrschen von möglichen Fehlern sowie durch das Vermeiden gefährlicher Systemausfälle. Funktionale Sicherheit besteht definitionsgemäß dann, wenn die Sicherheitsfunktion durch das angewendete sicherheitsbezogene System anforderungsgerecht realisiert realisiert wird. Genauer gesagt, wenn ihre Ausfallwahrscheinlichkeit einem anforderungsgerechten Sicherheits-Integritätslevel [SIL-Wert] oder Performance Level [PL-Wert] entspricht. Wird die erforderliche Sicherheitsfunktion durch ein E/E/PE-System realisiert, ist dessen EMV-Störfestigkeit von besonderer Bedeutung. Siehe IEC/TS 61000-1-2, DIN EN 61326-3-1 (VDE 0843-20-3-1) und funktionale Sicherheit und EMV)

www.automation.siemens.com/cd-static/material/info/e20001-y290-m103-v1.pdf

www.hs-augsburg.de/~gerrit/vdi%20vde%202180/Vortrag%20E+H.pdf

www.dguv.de/ifa/de/pub/rep/pdf/rep07/biar0208/2_2008.pdf

www.moeller.net/binary/w_brochures/w7596de.pdf

www.rams.de/beratung/safety/61508/index.html

www.vde-verlag.de/normen/fs.pdf

www.iec.ch/zone/fsafety

www.61508.org

Funktionsdiagramme

→ Action Charts (sind Hilfsmittel zur Darstellung einkettiger diskontinuierlicher Prozesse, z.B. der Funktions- bzw. der Steuerungsabläufe bei einfachen Vorrichtungen und Werkzeugmaschinen. An der Ordinate werden zu erteilende Schaltbefehle und die Zustände der beteiligten Bauteile angegeben. Die Teilung der Abzisse erfolgt in Schalttakten [Weg-Schritt-Diagramme] oder im echten Zeitmaßstab [Weg-Zeit-Diagramme]. Obzwar nicht mehr genormt [vormals VDI-Richtlinie 3260], werden Funktionsdiagramme immer noch benutzt)

de.wikipedia.org/wiki/Funktionsdiagramm

www.multicomat.com/de/relais-8.html

de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/481890

FAT

Factory Acceptance Test → Werksabnahmetest / Fabrikabnahmetest (eines technischen Produkts beim Hersteller)

www.automation.siemens.com/w2/efiles/pcs7/produkte/FAT.pdf

Funkl?sungen in der Automation

→ Wireless Solutions in Automation (In der Automatisierungstechnik sind Funktechnologien gegenüber drahtgebundenen Installationen dann von Vorteil, wenn mobile Teilnehmer in ein Netz einzubinden sind bzw. eine Kabelverbindung problematisch, nicht möglich oder nicht wirtschaftlich ist. Konkrete Anwendungsfelder sind Wireless M2M, die Fernwartung, die Funkkommunikation zwischen Anlagen- und Maschinenteilen sowie die drahtlose Sensoranbindung. Aus Sicht der automationsspezifischen Anforderungen wie Übertragungszeit, Echtzeitfähigkeit, Zuverlässigkeit, Störfestigkeit, Reife und Stabilität des Normenhintergrunds aber auch Einfachheit in der Handhabung, erweisen sich derzeit speziell Bluetooth, WLAN und Trusted Wireless, als besonders geeignet. Darüber hinaus sind WirelessHART und WSAN-FA erste, speziell für die Industrieautomation geschaffene Normen, die umfassend und effizient den industriellen Anforderungen entsprechen. Die VDI/VDE-Richtlinie 2185 „Funkgestützte Kommunikation in der Automatisierungstechnik" befasst sich speziell mit der Anwendung der drahtlosen, funkgestützten Datenübertragung in der industriellen Automation)

www.AuD24.net > more@click: AD6A0201, ADK605203, ADK605010, ADK605019, ADK605070

www.yokogawa.com/de/dcs/funkloesungen/de_dokumente/ISA100_Brochure_2008_Oct.pdf

www.automatisierungstage.de/vortraege/wago/20100129_Automatisierungstage_Vedral.pdf

http://automatisierungstage.uni-lueneburg.de/dokus/Panasonic/FH_LG_2007.pdf

www.zvei.org/index.php?id=303 > Download: Funklösungen in der Automation

www.zvei.org/index.php?id=303 > Download: Koexistenz von Funksystemen

http://files.messe.de/cmsdb/001/3301.pdf

Funktionale Sicherheit und EMV

→ Functional Safety and EMC (Der Begriff Funktionale Sicherheit bezieht sich auf sogenannte Sicherheitsfunktionen, die dafür vorgesehen sind, sicherheitskritische Objekte zu überwachen und beim Erkennen definierter Gefahrensituationen entweder das Anlagenpersonal zu warnen oder die Anlage abzuschalten oder auch in einen sicheren Zustand zu führen und dort zu halten. Funktionale Sicherheit besteht definitionsgemäß dann, wenn die Ausfallwahrscheinlichkeit der Sicherheitsfunktion, d.h. der Sicherheits-Integritätslevel bzw. der Performance Level den Anwendungsbedingungen entsprechend innerhalb eines bestimmten Toleranzbereiches liegt. Die Sicherheitsfunktionen selbst werden durch sicherheitsbezogene Systeme [SIS] realisiert. 

Ist das sicherheitsbezogene System ein Elektrisches/Elektronisches/Programmierbares Elektronisches System [E/E/PES-System], ist die Sicherheitsfunktion den folgenden, vom E/E/PES-System ausgehenden Bedrohungen ausgesetzt, und zwar zufälligen Fehlern, z.B. durch Bauelementeausfälle und Systematischen Fehlern wie Spezifikationsfehler, Hardwarefehler, Softwarefehler und mangelnde funktionale Beständigkeit gegenüber den vor-Ort wirkenden Umgebungsbedingungen. Dazu zählt auch die mangelnde elektromagnetische Verträglichkeit. Die EMV-gerechte Gestaltung sicherheitsbezogener Systeme hat daher besonderes Gewicht. Sie wird unter Bezug auf die IEC 61000-1-2 durch projektbegleitendes, EMV-orientiertes Design sichergestellt und durch verschärfte Störfestigkeitsprüfungen nach IEC 61326-3-3 nachgewiesen. Besonderheiten gegenüber normalen EMV-Störfestigkeitstestungen dabei sind:
• Vor Ort tatsächlich auftretende EM-Phänomene und EM-Beanspruchungen sind zu beachten1
Diese können von denen in der Serie IEC 61000-4-XX abweichen.
• Sicherheitsbezogene Systeme erfordern eine genauere Beobachtung und Bewertung des Prüfobjekts während der Prüfung.
Dazu erforderliche Hilfsmittel dürfen das Verhalten des Testobjekts nicht beeinflussen!
• Die Prüfinstruktionen müssen detaillierter und eindeutig abgefasst sein bezüglich der zu prüfenden Ein- und Ausgänge, der Sicherheitsfunktionen, der zu applizierenden Testlevel und wie das Prüfobjekt zu beobachten und seine Reaktionen während der Prüfung zu beurteilen sind.
• Bei der Beobachtung des Prüfobjekts während der Prüfung gilt neben den üblichen Kriterien A, B, C, D ein spezielles Bewertungskriterium FS [Functional Safety]. Zum Beispiel: Das Prüfobjekt reagiert im Fehlerfall in einer Form, die detektierbar ist oder es erreicht in einer bestimmten Zeit einen definierten Zustand.
• Es können höhere Testpegel als in IEC 61000-4-XX angewandt werden, um die Vertrauenwürdigkeit der erzielten Testergebnisse zu erhöhen. Zum Beispiel
 → Dreifache Pulszahl als nach IEC 61000-4-2 bei höchstem Testlevel (ESD)
 → Fünffache Testdauer als nach IEC 61000-4-4 bei höchstem Testlevel (Burst)
 → Dreifache Pulszahl als nach IEC 61000-4-5 bei höchstem Testpegel (Puls)
Darüber hinaus wird derzeit [2011] an der Norm IEC 61000-6-7 gearbeitet. Sie wird für einheitliche Testpegel und Testdauern im Bereich der Maschinensicherheit sorgen, und zwar für Geräte, für die es keine entsprechenden EMV-Festlegungen in Produktnormen gibt)

www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Forschung_Bildung/FE/ZVEI_-_EMV_und_Funktionale_Sicherheit_-_Jaekel_-_Teil_2.pdf

http://webstore.iec.ch/preview/info_iec61000-1-2%7Bed2.0%7Den.pdf

www.emc-test.de/d/pdf/EMV_und_funktionale_Sicherheit_BGIA.pdf

www.dguv.de/ifa/de/pra/emv/richter.pdf

www.theiet.org/factfiles/emc

Funktionales Engineering

→ Functional Engineering (Engineering-Strategie auf Basis modularer Maschinen- und Anlagenstrukturen. Voraussetzung ist das Vorhandensein von Automatisierungsmodulen, die sich nicht an fachspezifischen Grenzen oder an Einsatzzwecken der verwendeten Tools orientieren, sondern auf rein funktionalen Gesichtspunkten basieren. Diese Module enthalten alle für einen bestimmten Anlagenteil relevanten Daten wie CAD-Pläne, Feldbus-Konfiguration, Hardware-Konfiguration, Programmierung, Dokumentation, Visualisierungsdaten, etc. sodass bei der Lösung einer Automatisierungsaufgabe Maschinenkonstruktion, Prozesstechnik und Steuerungstechnik prinzipiell dieselben Strukturelemente haben. Übersichtlichere und damit leichter wartbare Maschinen- und Anlagenstrukturen, die Wiederverwendbarkeit bewährter Systemkomponenten bei der Realisierung neuer Projekte, Leichtere Anpassbarkeit an Kundenwünsche sowie kürzere Entwicklungszeiten und niedrigere Kosten sind die Vorteile dieses Konzepts)

www.automatisierungstage.de/n_programm.shtml > Konfigurieren statt Konstruieren

www.eplan.de/produkte/mechatronik/eplan-engineering-center.html

www.k-magazin.de/fileserver/henrich/files/4095.pdf

Funktionsbausteinsprache

→ Function Block Diagram (FBD, FBS, grafische Programmiersprache nach IEC 1131-3 bzw. DIN EN 61131-3 zur Erstellung von SPS-Anwenderprogrammen)

www.sps-programm.info/sps-fup-fbs

Funktionsbeteiligte Redundanz

→ Active Redundancy (Auch aktive oder heiße Redundanz, Maßnahme zur Erhöhung der Systemverfügbarkeit. Während des fehlerfreien Betriebs sind alle mehrfach vorhandenen Systemkomponenten an der Funktionserfüllung beteiligt. Im Fehlerfall übernehmen die intakten Komponenten die Aufgabe der defekten Komponente)

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 23.08.2019