Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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F

Foundation Fieldbus

(flexibel einsetzbarer Feldbus für die Prozessautomation. Die Spezifikation unterstützt die bidirektionale Datenübertragung zwischen Leitstation, Bedien- und Feldgeräten sowie den Einsatz im Ex-Bereich)

www.samson.de/pdf_de/l454de.pdf

FPAA

Field Programmable Analogue Array → Im Einsatzumfeld programmierbarer [d.h. vom Anwender konfigurierbarer] Analogbaustein (Schaltkreis, der in einer matrixförmigen Anordnung bis zu 20 konfigurierbare analoge Funtionsblöcke enthält [sogenannte configurable analog blocks, CAB]. Im Gegensatz zu herkömmlichen ASIC hat der FPAA kein festes einmal eingeprägtes Verhalten. Er kann jederzeit neu konfiguriert werden)

FPGA

Field Programmable Gate Array → Im Einsatzfeldumfeld programmierbare, d.h. vom Anwender konfigurierbare Anordnung von Logikgattern (digitaler Schaltkreis, der aus einzelnen, in einer regelmäßigen Struktur [Array] angeordneten Funktionsblöcken und einem Netzwerk von Verbindungen zwischen diesen Blöcken besteht. Die speziellen Funktionen der einzelnen Blöcke und die Auswahl der zu einer gewünschten logischen Schaltungsstruktur [vom einfachen Synchronzähler bis hin zum Mikroprozessor] benötigten Verbindungen sind programmierbar. Das analoge Gegenstück zu den FPGA sind die FPAA)

http://de.wikipedia.org/wiki/Field_Programmable_Gate_Array

Framegrabber

→ Frame Grabber (sinngemäß: Bilderfasser. Hardware-Computerkomponente [Videokarte], die mittels einer Spezialsoftware analoge Videosignale in digital weiterverarbeitbare Bilddaten umsetzt)

www.hasotec.com

Freeware

→ Freie Software (Software, die vom Urheber zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Siehe auch FSF)

Frequenz-Sprungverfahren

→ Frequency Hopping Spread Spectrum (Übertragungstechnik, die den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Systeme im selben Frequenzbereich [2,4 GHz bis 2,5 GHz] erlaubt. Dabei werden die zu übertragenden Datensignale mit einer schmalbandigen Trägerfrequenz moduliert, die innerhalb eines weiten Frequenzbandes in Abhängigkeit der Zeit zufällig von Frequenz zu Frequenz springt. Genutzt z.B. in Bluetooth- und WLAN-Anwendungen, um Signale in störverseuchter Umgebung sicher zu übertragen)

www.datenschutz-praxis.de/lexikon/f/frequenzsprungverfahren.html

www.at-mix.de/fhss.htm

Frequenzumrichter

→ Frequency Inverter / Frequency Converter / Frequency Changer (sind Betriebsmittel auf Basis leistungselektronischer Halbleiterbauelemente, die im Schaltbetrieb, d.h. nur im Durchlasszustand oder im Sperrzustand arbeiten. Sie haben speziell in drehzahlstellbaren Drehstromantriebssystemen die Aufgabe, aus einer ein-oder dreiphasigen Netz-Wechselspannung konstanter Frequenz und Amplitude eine in der Regel dreiphasige Spannung veränderlicher Frequenz und Spannungsamplitude zur Speisung eines Drehstrommotors [Synchron- oder Asynchronmotor] zu erzeugen. Der Zeitverlauf der vom Umrichter gelieferten Spannungen und Ströme muß dabei weitestgehend sinusförmig sein, da Strom-Oberschwingungen zu stärkerer Erwärmung des Motors und erhöhter Geräuschbildung führen und Spannungs-Oberschwingungen andere parallel arbeitende Verbraucher störend belasten. Im Übrigen genügt das Antriebsverhalten umrichtergespeister Drehstrommotoren höchsten Ansprüchen. Auch die Integration von Sicherheitsfunktionen direkt in die Umrichter ist möglich und bietet viele Vorteile.
Frequenzumrichter werden heute in einem Leistungsbereich von wenigen Watt bis zu 100 MW im Mittelspannungsbereich gebaut. Umrichter kleinerer Leistung [kW-Bereich] sind oftmals direkt auf den Motor montiert. Sehr kompakte Umrichterbauformen erlaubt die Flüssigkeitskühlung. Ihre Grundstruktur ist aber in allen Fällen sehr ähnlich. Das heißt, sie bestehen in den meisten Fällen aus einem Netzgleichrichter, der die Ein- oder Dreiphasenspannung des Netzes in eine meist konstante Gleichspannung umwandelt, einem Gleichspannungs-Zwischenkreis mit einem größeren Kondensator, um die Spannung zu glätten und einem Wechselrichter, der die Gleichspannung des Zwischenkreises in eine frequenzveränderliche dreiphasige Ausgangsspannung umsetzt. Technologisch bedingt können dabei das Versorgungsnetz und andere parallel arbeitende Verbraucher mit leitungsgebundenen und auch feldgebundenen Störgrößen belastet werden. Wesentliche Gegenmaßnahmen sind der Einsatz von Netzentstörfiltern gegen Stromoberwellen, von Funkentstörfiltern gegen leitungsgebundene HF-Störgrößen im Frequenzbereich bis 30 MHz, die Unterbringung des Umrichters in einem metallischen Schaltschrank sowie geschirmte Motorleitungen mit HF-gerecht beidseitig aufgelegtem Kabelschirm zum Schutz der Umgebung vor Störabstrahlungen. Diese unerwünschten Nebenwirkungen vermeidet die neue patentgeschützte Technologie der ISA Drives Sinus Frequenzumrichter der Firma Igel Elektronik GmbH, die eine rein sinusförmige Ausgangsspannung erzeugen und damit Filter und geschirmte Motorzuleitungen erübrigen)

www.moeller.net/binary/schabu/f0200-004de.pdf Seiten 2-21 bis 2-27

http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/470859

www.automatik-markt.ch/news/pi147.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumrichter

www.igelelektronik.de

Frequenzumrichter-Motoren

→ Frequency Converter Motors (sind Asynchronmotoren mit integriertem Frequenzumrichter in kompakter Bauform. Damit entfallen geschirmte Leitungen zwischen Frequenzumrichter und Motor. Zutzeit verfügbar mit Nennleistungen bis über 20 kW)

www.vem-group.com/index.php?id=53&lkz=1

Fr?hausf?lle

→ Early Failures / Infant Mortalities (Frühausfälle entstehen am Einsatzbeginn von Bauelementen in der sogenannten Frühausfallphase [Early Failure Phase], in der die Ausfallrate fallende Tendenz aufweist. Davon betroffen sind schwach konstituierte Elemente, deren Lebensfähigkeit durch Auslegungsschwächen, Materialfehler und Fertigungsmängel beeinträchtigt ist. Sie sind bis zu einem gewissen Grad durch Voraltern [burn in] eliminierbar)

www.cloodt.de/Dateien/PDF/1lebensd.pdf

FSC

Field Sensing Circuit (auf dem Halleffekt basierender Stromwandler für die potentialfreie Strommessung in leistungselektronischen Applikationen)

FSD

Final Switching Device (das Bauteil des sicherheitsbezogenen Steuerungssystems einer Maschine, das den Stromkreis des Hauptsteuerelements des Antriebs der Maschine [MPCE] unterbricht, wenn das Ausgangsschaltelement OSSD der BWS in den Aus-Zustand übergeht)

FSF

Free Software Foundation (Vereinigung von Programmierern, die die Entwicklung und Verbreitung sog. freier Software unterstützt. Der Begriff "freie Software" steht dabei für Freizügigkeit in Bezug auf Kopieren, Nutzen, Verändern, Verbessern und Verbreiten solcher Software)

www.fsf.org

FSK

Frequenzy Shift Keying → Frequenzumtastung (Modulationsverfahren für die Übertragung von digitalen Signalen, das hohe Störunempfindlichkeit gewährleistet. Dabei wird eine Trägerfrequenz auf verschiedene diskrete Frequenzwerte umgeschaltet, die vereinbarten Symbolen entsprechen. Die Werte 0 und 1 von Binärsignalen z.B. werden auf zwei unterschiedlichen Trägerfrequenzen abgebildet)

http://as-interface.net/academy/content/specials/glossary/frameset.de.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumtastung

FSM

Finite-state Machine → Endlicher Automat (Automat, dessen Menge der Zustände, die er einnehmen kann, endlich ist)

http://de.wikipedia.org/wiki/Endlicher_Automat

FSM

Functional Safety Management → Management der Funktionalen Sicherheit (FSM impliziert alle Management-Methoden, d.h. Strategien und Vorgehensweisen zur Erreichung Funktionaler Sicherheit. Es kann als ein um die Belange der Funktionalen Sicherheit erweitertes firmeneigenes Qualitätsmanagementsystem angesehen werden, das alle erforderlichen Organisationsstrukturen, Maßnahmen und Aktivitäten zur DIN EN 61508- und DIN EN 61511-konformen Projektabwicklung vorschreibt. FSM-Systeme können produktbezogen und/oder firmenbezogen eingerichtet werden)

www.61508.org/hymnsheets/What_is_Functional_Safety_Management.pdf

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 17.09.2019