Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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F

FIFO

First in first out → sinngemäß: Wer oder Was zuerst kommt, geht zuerst (Organisationsprinzip für die Bedienung von Warteschlangen, bei dem die Abarbeitung von Aufträgen in der gleichen Reihenfolge erfolgt, wie die Annahme. Beispiel Leeren eines Speichers: zuerst eingespeicherte Daten - im Bereich der Lagerwirtschaft auch materielle Objekte - werden als erste wieder ausgelagert)

File-Server

→ Dateiserver (Rechner, der innerhalb eines Rechnernetzes mehreren Nutzern Zugriff auf Dateien gewährt)

http://de.wikipedia.org/wiki/Dateiserver

Filter

→ Filter (ein Filter [Bezeichnung vom lateinischen "Filtrum" = Filz, Durchseihgerät herrührend] ist ein Trennelement, das dazu dient, definierte Komponenten aus einem Gemisch materieller Substanzen oder immaterieller Medien herauszulösen. Bekannte Beispiele aus dem Alltag sind Luftfilter, Wasserfilter, Ölfilter, Farbfilter und Virenfilter. In der Kommunikationstechnik werden Filter dazu benutzt, um Informationsinhalte im Sinne von Zensurmaßnahmen zu überprüfen und ggfs. zu unterdrücken [z. B. Spam-Filter], in der digitalen Informationstechnik werden Filter zur Selektion von Bitmustern eingesetzt und in der Statistik oder dem Data Mining beispielsweise dienen Filter dem Extrahieren von Objekten nach einem Merkmal oder mehreren kombinierten Eigenschaften aus einer Vielzahl gelisteter Objekte. Speziell in der elektronischen Signalverarbeitung kennt man Tiefpassfilter, Hochpassfilter, Bandpassfilter, Bandsperren u.A., mit denen bestimmte gewünschte oder unerwünschte Frequenzen aus einem Frequenzspektrum herausgesiebt werden. Filter im Sinne der Entstörtechnik sind Bausteine zur Dämpfung leitungsgeführter Störgrößen. Ihre sinnvolle Anwendung setzt voraus, dass sich die spektralen Anteile der Nutz- und Störgrößen hinreichend voneinander unterscheiden. Dies ermöglicht bei geeigneter Auslegung der Filterparameter eine selektive Dämpfung von Störgrößen ohne merkliche Beeinträchtigung der Nutzgrößen. Der eigentliche Dämpfungseffekt wird dabei im Wesentlichen durch Spannungsteilung erreicht und die dadurch erzielbare Filterwirkung durch die sogenannte Einfügungsdämpfung beschrieben. Filter können sowohl an einer Störquelle zur Verhinderung der Aussendung leitungsgeführter Störgrößen [Ausgangsfilter] als auch an einer Störsenke zur Erhöhung der Störfestigkeit gegenüber leitungsgeführten Störgrößen eingesetzt werden [Eingangsfilter]. Siehe z.B. Netzentstörfilter. Wichtig ist, dass Entstörfilter so nahe wie möglich an der zu entstörenden Einrichtung untergebracht sind. Lange Leitungen dazwischen wirken wie Sende- oder Empfangsantennen, die Störungen, die aus einer Einrichtung herauskommen an die Umgebung abstrahlen, ehe sie zum Filter gelangen und die umgekehrt Störungen aus der Umgebung des zu entstörenden Geräts einfangen können, die dann ungefiltert in das Gerät eindringen. Keinesfalls dürfen Eingangs- und Ausgangsleitungen eines Filters nahe beieinander oder gar parallel verlegt werden. Die direkte Kopplung zwischen den Leitungen hebt in diesem Fall die Filterwirkung nahezu vollständig auf.
Neben diesen nur aus passiven Bauelementen konfigurierten Filtern [passive Filter] gibt es auch aktive Filter, in denen aktive Bauelemente eingesetzt werden, die einer Stromversorgung bedürfen. Aktive Filter sind als Signalfilter weit verbreitet. In Stromversorgungsanlagen werden aktive Netzfilter zur Neutralisierung von Oberschwingungsströmen eingesetzt)

www.specemc.com/surface_pcb.asp

www.epcos.com/emc_filters

http://de.wikipedia.org/wiki/Filter

www.spectrumcontrol.com

FIP

Flux Information Processus, früher Factory Implementation Protocol (Feldbus französischen Ursprungs. Siehe WorldFIP)

FIPA

Foundation for Intelligent Physical Agents → (1996 gegründete gemeinnützige Gesellschaft zur Ausarbeitung von Software-Normen für das Interagieren von Agenten und Multi-Agentensystemen in kommerziellen und industriellen Anwendungen. Seit 2005 als Normungskomitee in die IEEE Computer Society integriert, um die Software-Normung für Agenten und agentenbasierte Systeme in den allgemeineren Rahmen der Computer-Software-Entwicklung einzubetten)

www.fipa.org

Firewall

→ Sicherheitsgateway [wörtlich: Brandmauer, Feuerschutzwand] (bezeichnet ein elektronisches, hardware- und/oder softwarebasiertes Sicherheitssystem zwischen zwei Netzen, beispielsweise zwischen Intranet und Internet, das die Computer bzw. das interne Netz eines Unternehmens vor unbefugtem Zugriff aus dem Internet schützt. Nur Daten für bestimmte, berechtigte Dienste dürfen an einem fest definierten Punkt die Sicherheitsbarriere passieren)

https://www.bsi.bund.de > Suche: Sicherheitsgateway

www.kes.info/lexikon/index.html

FireWire

(von Apple Computer, Inc. 1987 entwickelter serieller Low-Cost Hochgeschwindigkeitsbus. Seit 1995 unter IEEE 1394 als offener Standard genormt. Speziell geeignet für digitale Video- und Multimedia-Anwendungen sowie für industrielle Bildverarbeitungssysteme, High-Speed-Steuerungssysteme und Motion-Control-Applikationen. Vorteile:

  • Datentransferraten bis zu 400 Mbit/s [1,2 Gbit/s in Vorbereitung].
  • Gemischter Betrieb unterschiedlich schneller Geräte am Bus ist möglich.
  • Übertragungsmedium: dünnes preiswertes sechsadriges Kabel [zwei jeweils getrennt für sich geschirmte Datenleitungspaare sowie zwei Versorgungsleitungen für entfernte Geräte].
  • Einfache Konfiguration, da keine Abschlusswiderstände, Geräte-Ids oder Einstellverfahren notwendig.
  • Geräte lassen sich im Hot-Swap-Verfahren anschliessen und entfernen.
  • Spannungsversorgung der Geräte erfolgt über das Datenkabel [8 V bis 40 V bei maximal 1,5 A].
  • Als Peer-to-Peer-Netzwerk benötigt der IEEE 1394 Bus keinen speziellen Host)

www.dvcentral.org/firewire.html

www.firewiredirect.com

Firmware

→ Firmware (gewissermaßen "feste" Software sind Programme, die in Nur-Lese-Speichern fest eingebrannt sind. Das sind Programme für den Betrieb von computergesteuerten Geräten, die im Allgemeinen während der Gerätelebensdauer oder über einen längeren Zeitraum konstant bleiben, wie Betriebssysteme für CPU und Applikationsprogramme für Industrie-PC und speicherprogrammierbare Steuerungen, beispielsweise die Software in einer Waschmaschinensteuerung. Traditionell ist Firmware in einem Festwertspeicher [ROM, PROM, EPROM] hinterlegt und kann nicht ohne weiteres geändert oder ausgetauscht werden. Wird sie in einem EEPROM oder Flash-Memory abgelegt, ist sie auch für eine Aktualisierung oder der Nachrüstung neuer Funktionen leicht zugänglich)

http://de.wikipedia.org/wiki/Firmware

FI-Schutzschalter

→ Residual Current Device / Residual Current Circuit Breaker / Ground Fault Circuit Interruptor [USA] (Fehlerstromschutzschalter bzw. Fehlerstromschutzeinrichtung, die beim Auftreten eines unzulässig hohen Fehlerstroms die Stromversorgung abschaltet. Der FI-Schutzschalter hat als Fehlerstromsensor einen Summen-Stromwandler durch den alle zu einem Verbraucher hin- und zurückfließenden Ströme geführt werden. Die Summe dieser Ströme ist im Normalfall Null. Tritt jedoch hinter dem FI-Schutzschalter ein Isolationsfehler auf, ist diese Summe von Null verschieden. Dadurch wird im Sekundärkreis des Wandlers eine Spannung induziert, die zur Auslösung des FI-Schutzschalters führt. Das heißt, alle Phasen sowie der Neutralleiter werden unterbrochen. FI-Schutzschalter dienen dem Schutz von Personen, Nutztieren und Sachwerten bei Isolationsfehlern. Die Abschaltung erfolgt bei den marktgängigen Typen innerhalb von 35 Ms, beim Erreichen des 0,5- bis 1-fachen Wert des Nennfehlerstroms. FI-Schutzschalter gibt es für Nennfehlerströme von 10 MA, 30 MA, 100 MA, 300 MA bzw. 500 mA und höher. Der Nennfehlerstrom bestimmt den maximal zulässigen Erdungswiderstand der angeschlossenen Anlage. Ist dieser zu hoch, besteht die Gefahr, dass der Fehlerstrom den Auslösestrom [Nennfehlerstrom] nicht überschreitet und der FI-Schutzschalter nicht auslöst)

http://de.wikipedia.org/wiki/FI-Schalter

www.elektro-lexikon.de/f/f.html

www.doepke.de

FISCO

Fieldbus Intrinsically Safe Concept → Eigensicheres Feldbuskonzept (eigensicheres Feldbussystem für explosionsgefährdete Bereiche. Spezifiziert in der DIN EN 60079-27 (VDE 0170-27))

http://de.wikipedia.org/wiki/Fieldbus_Intrinsically_Safe_Concept

FIT

Failure in Time → Zahl der Fehler pro Zeiteinheit (Maßeinheit zur Bezifferung der Ausfallrate insbesondere eletronischer Bauteile. Die Einheit ein FIT entspricht der Anzahl der Ausfälle, die in 109 Stunden auftreten, d.h. 1 FIT = 1·10-9/h)

http://de.wikipedia.org/wiki/Failure_In_Time

FIZ Technik

Fachinformationszentrum Technik (Nationales Zentrum für technisch-wissenschaftliche Information und Dokumentation zur Förderung von Forschung und Wissenschaft für die volkswirtschaftlich wichtigen Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik, Werkstoffe und Textil)

www1.fiz-technik.de

FlashDrives

(siehe Flash-Disk)

Flash-Memory

→ Flash-Speicher / Flash-EEPROM (nichtflüchtiger Schreib-Lese-Speicher, EEPROM-Variante. Während ein EEPROM auf Byte-Level gelöscht und wieder beschrieben wird, geschieht dies beim Flash-Memory auf Blockbasis, d.h. ganze Segmente des Speicherbereichs können in einer einzigen Aktion [Flash] gelöscht und auch reprogrammiert werden. Sie sind dadurch wesentlich schneller als EEPROM)

http://de.wikipedia.org/wiki/Flash-Speicher

FLCs

Ferroelectric Liquid Crystals → ferroelektrische Flüssigkristalle (FLC-Displays ermöglichen nahezu unbegrenzte Bildschärfe und können aufgrund des Memory-Effekts der Moleküle als optische Speicher dienen, bei denen auch bei Wegfall der Spannungsquelle das Bild erhalten bleibt)

http://de.wikipedia.org/wiki/Flüssigkristallbildschirm

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 18.06.2019