Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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E

Ethernet

(Basisband-Bussystem von Xerox, Anfang der 1970er-Jahre ursprünglich für die Verknüpfung von Minicomputern entwickelt. Es basiert auf dem CSMA/CD-
Zugriffsverfahren
. Als Übertragungsmedium dienen Koaxialkabel mit doppelter Schirmung, Twisted-Pair-Leitungen [verdrillte Kupferdoppeladern], Glasfaserkabel und in neuerer Zeit auch Funkverbindungen [Drahtloses Ethernet]. Übertragungsgeschwindigkeiten: 10 Mbps [Ethernet], 100 Mbps [Fast Ethernet] sowie 1 Gbps bzw. 10 Gbps [Gigabit Ethernet]. In naher Zukunft werden Datenraten von 100 Gbit/s bis 400 Gbit/s erwartet. Weit verbreitete Technik zum Vernetzen von Rechnern in einem LAN, seit 1985 genormt [IEEE 802.3 und ISO/IEC 8802-3]. Die Ethernet-Technologie hat sich im Bürobereich allgemein durchgesetzt. Nach Ermöglichung auch sehr harter Echtzeitanforderungen und Anpassung der Gerätetechnik [Buskabel, Patchfelder, Anschlussdosen] an die gegenüber den Bürobereichen wesentlich rauheren Einsatzbedingungen des industriellen Umfeldes dringt sie zunehmend in die Feldbereiche der Automatisierungstechnik vor)

www.ethermanage.com/ethernet/ethernet.html

www.AuD24.net/PDF/AD125651

de.wikipedia.org/wiki/Ethernet

Ethernet Powerlink

(ist eine Erweiterung des Standard Ethernet. Es erlaubt den Datenaustausch unter harten Echtzeitbedingungen bei Zykluszeiten bis herab zu 200 µs und Jitter unterhalb 1 µs. damit ist Ethernet in der Automatisierungstechnik auf allen Kommunikationsebenen von der Leitebene bis zu den IO nutzbar. Ethernet Powerlink wurde durch die Firma B&R Industrie-Elektronik initiiert)

www.ethernet-powerlink.org

EtherNet/IP

Ethernet Industrial Protocol (offener Standard für industrielle Netzwerke, der zyklische sowie azyklische Nachrichtenübertragung unterstützt und mit standardmäßigen Ethernet-Kommunikationschips und physikalischen Medien arbeitet. Automatisierungsgerätetechnik, die typischerweise über Ethernet/IP-Netzwerke kommunizieren sind SPS, Robotersteuerungen, HMI-Systeme und E/A-Adapter)

www.anybus.de/technologie/EthernetIP.shtml

www.auto.tuwien.ac.at/LVA/DA09/CIP.pdf

www.ethernetip.de

ETIM

ElektroTechnisches InformationsModell (ein einfaches Klassifikationsmodell für den elektronischen Austausch strukturierter Marketingdaten elektrotechnischer Produkte. Die Grundidee der Klassifizierung besteht darin, gleichartige oder ähnliche Produkte in Klassen zusammenzufassen und die Artikel einer Klasse über ihre relevanten, objektiven Merkmale zu beschreiben. Das vom Verein ETIM Deutschland e.V. initiierte und getragene Modell baut auf dem in den Niederlanden bereits eingeführten ETIM-Modell des niederländischen Branchenverbandes UNETO auf)

www.etim.de

EUC

Equipment under Control → Steuerungs- bzw. Regelungsobjekt (teil- oder durch eine Steuerung oder ein Prozessleitsystem geführte bzw. überwachte Einrichtung [Gerät, Maschine, Anlage] zur Gewinnung, Speicherung, Übertragung, Umwandlung und/oder Nutzung von Stoffen, Energien und/oder Informationen in allen technischen und nichttechnischen Bereichen. Falls Fehler im EUC oder vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendungen zu Gefährdungen mit unvertretbar hohem Risiko führen können, sind Sicherheitsfunktionen erforderlich, um das EUC in einem sicheren Zustand zu Überführen und dort zu halten. Diese Sicherheitsfunktionen werden durch ein oder mehrere sicherheitsbezogene Systeme realisiert, die das EUC entweder ständig überwachen [High Demand Mode oder Continuous Mode der Sicherheitsfunktion] oder nur im Gefahrenfall auf besondere Anforderung hin reagieren [Low Demand Mode der Sicherheitsfunktion)

EUCA

European Union Control Association (gemeinnützige Organisation, die das Ziel hat, den wissenschaftlichen Informationsaustausch und den Technologietransfer zu Fragen der Steuerung von Systemen insbesondere innerhalb der EU zu stimulieren und diesbezügliche Forschungsaktivitäten zu koordinieren)

http://www.esi2.us.es/~euca/

EUP

Energy Using Product → energiebetriebenes Produkt (nach EBPG: Produkt, dem nach seinem Inverkehrbringen oder seiner Inbetriebnahme Elektrizität, fossiler Treibstoff oder erneuerbare Energiequellen-Energie zugeführt werden muss, damit es bestimmungsgemäß funktionieren kann, oder ein Produkt zur Erzeugung, Übertragung und Messung solcher Energie, einschließlich von Teilen, denen Energie zugeführt werden muss und die zum Einbau in ein energiebetriebenes Produkt bestimmt sind, als Einzelteil für Endnutzer in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden und getrennt auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden können)

EUP-Richtlinie

(Synonym für Ökodesign-Richtlinie)

Europ?ische Normen / EN

→ European Standards (von einer der drei europäischen Normenorganisationen CEN, CENELEC oder ETSI, ratifizierte Spezifikationen, die von allen Mitgliedstaaten der EU anerkannt und angewandt werden, indem ihnen der Status einer natioalen Norm zuerkannt wird und entgegenstehende nationale Normen zurückgezogen werden. Wird eine EN von einem nationalen Normungsinstitut überommen, wird dies wird durch Voranstellen des Länderkürzels kenntlich gemacht. Beispiel: DIN EN 61131-3. Etwa 85% der europäischen Normen basieren auf Arbeiten der IEC oder sind mit diesen inhaltlich identisch)

Europ?ischer Wirtschaftsraum

European Economic Area, EEA (im EWR waren bis April 2004 die Mitgliedstaaten der Europäischen Union Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland , Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien sowie die der EFTA angehörenden Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen zusammengeschlossen. 2004 kamen die neuen EU-Beitrittsländer Zypern, die Tschechische Republik, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Malta, Polen, Slowenien und die Slowakische Republik und 2007 die Länder Bulgarien und Rumänien hinzu. Damit umfasst er insgesamt 30 Staaten mit rund 500 Mio. Einwohnern. Somit ist der EWR der größte Binnenmarkt der Welt. Innerhalb des EWR besteht Freizügigkeit für Waren, Dienstleistungen, Kapital und Personen)

EWR

Europäischer Wirtschaftsraum → European Economic Area (EEA)

EWS

Engineering Workstation → Enineering-Komponente, EK (Eine EWS, meist ein PC, dient in einem Automatisierungssystem zur zentralen Konfiguration der Systemfunktionalität, d.h. zur Definition der Funktionen der PNK und ABK durch Verknüpfen und Parametrieren entsprechender Softwarebausteine)

www.zmms.tu-berlin.de/modys/PRLT/PLT009-PLS.pdf

www.christiani.de/pdf/76755_probe.pdf

Expertensystem

→ Expert System (wissensbasiertes System, das auf der Basis von gesammeltem Expertenwissen zur Lösung oder Bewertung artverwandter Problemstellungen beitragen kann)

http://de.wikipedia.org/wiki/Expertensystem

Explosionsschutz

Explosion Protection (Fachgebiet, das sich mit dem Schutz vor der Entstehung von Explosionen und deren Auswirkungen befasst. Es gehört zum Bereich der Sicherheitstechnik und dient der Vorbeugung von explosionsbedingten Schäden durch technische Produkte, Anlagen und Einrichtungen an Personen und Dingen. In technologischen Anlagen und Bereichen [Räume oder Freigelände] vorzugsweise der chemischen und petrochemischen Industrie, in denen brennbare Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube mit Luft explosionsfähige Gemische bilden können, sind zur Gewährleistung des Explosionsschutzes besondere Vorkehrungen zu treffen. Das geschieht

  • einerseits durch Maßnahmen, die das Zustandekommen gefährlicher explosibler Gemische verhindern oder räumlich, zeitlich oder mengenmäßig einschränken [primärer Explosionsschutz]
  • und andererseits durch das Vermeiden möglicher Zündquellen [Wärme, offenes Feuer, mechanisch erzeugte Funken, Entladungen statischer Elektrizität, starke elektromagnetische Energieeinstrahlungen in explosionsgefährdeten Umgebungen] sowie durch den Einsatz explosionsgeschützter [ex-geschützter] elektrotechnischer Betriebsmittel [sekundärer Explosionsschutz]. Hier bieten auch pneumatische Antriebe und pneumatische Steuerungen Vorteile.

Bei den ex-geschützten Betriebsmitteln sind verschiedene Zündschutzarten, wie die Überdruckkapselung, Vergusskapselung oder Eigensicherheit definiert. Sollen Betriebsmittel in ex-geschützten Bereichen eingesetzt werden, bedarf es einer Zulassung durch eine hierfür vorgesehene Stelle, z. B. die PTB. Im Übrigen sind Hersteller und Betreiber von ex-geschützten Betriebsmitteln in der Pflicht, ihren Verantwortlichkeiten aus dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz, GPSG und der Betriebsicherheitsverordnung nachzukommen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Explosionsschutz

www.sui24.net more@click SIK06201

www.explosionsschutz.ptb.de

Extranet

(nach ISO/IEC 2382 Erweiterung eines firmenspezifischen Intranets über die Unternehmensgrenzen hinaus. Damit können Kunden und Zulieferer in das Unternehmensnetz eingebunden werden, ohne dass die Datenkommunikation ungeschützt über das öffentliche Internet laufen muss)

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