Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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D

Drahtlose Energie?bertragung

→ Wireless Energy Transfer / Wireless Power Transmission / Wireless Power Supply / Contactless Power Transmission (auch kabellose oder berührungsfreie Energieübertragung. In der Entwicklung befindliche und realisierte Technologien, wie CETCPS®, InduktivtechnikIPT®, WIS, Wisa, WREL, Kontenda, Primove, WiTricity beruhen auf dem Transformatorprinzip, d.h. eine Primärwicklung bzw. -schleife sendet ein höherfrequentes Wechselfeld aus, dem mittels einer Sekundärspule die an einem bestimmten Ort erforderliche Energie entnommen wird. Die überbrückbaren Entfernungen liegen zurzeit im Millimeter- bis Dezimeter-Bereich und die übertragbaren Leistungen im Milliwatt- bis Megawatt-Bereich. Aus Sicht der EMV ist das Wechselfeld der Primärschleife für benachbarte elektronische Betriebsmittel ein Störfeld)

de.wikipedia.org/wiki/Drahtlose_Energieübertragung

www.wirelesspowerconsortium.com

DRAM

Dynamic RAM → dynamischer RAM (Speicherchips, in denen als Speicherelemente Kondensatoren dienen. Zum Erhalt der Ladung müssen sie ständig [einige tausendmal je Sekunde] aufgefrischt werden. Sie sind billiger aber langsamer als SRAM)

Drehfeldmagnete

→ Rotating Field Magnets / Rotary Field Magnets (sind Drehstrom-Asynchronmotoren mit Käfigläufer, die für Dauerstillstandsbetrieb ausgelegt sind. Das heißt, sie sind thermisch so bemessen, dass sie unter Nennspannung bei festgebremster Welle dauernd eingeschaltet bleiben können und dabei ihr größtes Drehmoment entwickeln. Als Motornennstrom wird der im Stillstand aufgenommene Strom angegeben. Das Drehmoment selbst ändert sich quadratisch mit der angelegten Ständerspannung und kann durch Spannungsstellung an spezielle Erfordernisse angepasst werden. Anwendungsgebiete sind Stellantriebe, Wicklerantriebe, Türantriebe, Schrankenantriebe und viele andere, die nur Winkelbewegungen ausführen oder bei sehr niedrigen Drehzahlen betrieben werden)

www.kaiser-motoren.de/de/drehfeldmagnete.htm

Drehgeber

→ Encoder / Rotary Encoder / Shaft Encoder (sind kleine elektromechanische Präzisionsgeräte, welche die Winkelpositionen einer mechanischen Welle, an die sie angekuppelt sind, in elektrisch auswertbare kodierte Daten umsetzen. Sie sind auch unter der Bezeichnung Winkelsensoren, Winkelgeber, Winkelkodierer oder Drehimpulsgeber bekannt. Grundsätzlich ist zwischen inkrementalen und absoluten Systemen zu unterscheiden.

  • Inkrementalgeber → Incremental Encoders liefern ausgehend von einer fotoelektronisch abgetasteten Strichscheibe Inkremente in Form von Signalimpulsen an eine Auswerteelektronik [bis zu 25 000 Impulse je Umdrehung]. Sie sind für die Erfassung von Drehwinkeln und Drehzahlen, bei entsprechender Bewegungsumsetzung aber auch für die Erfassung der Verfahrwege und Fahrgeschwindigkeiten bei Längsbewegungen sehr gut geeignet. Vorteilhaft sind ihr einfacher Aufbau und der damit verbundene niedrige Preis. Nachteilig dabei ist jedoch, dass sie die Position nur im eingeschalteten Zustand registrieren können, was nach jedem Einschalten die Fahrt zu einem bekannten Referenzpunkt erfordert.
  • Absolutwertgeber → Absolute Encoders liefern die Position der Welle jeweils über eine Umdrehung absolut kodiert an die Auswerteelektronik [Single-Turn-Encoder]. Sie sind aufgrund dessen Nullspannungssicher. Für eine absolute Winkelmessung über mehrere Umdrehungen, kommen Multi-Turn-Encoder zum Einsatz. Sie bestehen im Allgemeinen aus mehreren über ein Präzisionsgetriebe gekoppelten Kodescheiben oder aus einem Single-Turn-Teil, der mit einem Umdrehungszähler gekoppelt ist.
    In der Automatisierungstechnik kommen Drehgeber als Sensoren für Position, Winkel, Drehzahl, Geschwindigkeit und Beschleunigung zum Einsatz. Mithilfe von Spindeln, Zahnstangen, Messrädern oder Seilzügen lassen sich auch lineare Bewegungsparameter erfassen. Haupteinsatzgebiete sind der Maschinenbau, die Fördertechnik sowie die Handhabungs-, Verpackungstechnik und Lagertechnik)

www.zvei.org/index.php?id=303 > Leitfaden Drehgeber

www.Wegsensor.name/PDF/Encoder/Uebersicht.pdf

www.directindustry.de > Suche: Drehgeber

www.drehgeber-ab-lager.de

Drehmagnete
» Rotary Solenoids (sind gleichstrom- oder wechselstrombetätigte elektromagnetische Stellglieder mit oder ohne Rückstellfeder, die begrenzte Winkelbewegungen [max. 95°] ermöglichen. Sie werden für anspruchsvolle Anwendungen in der Automatisierungstechnik eingesetzt) www.actronic-solutions.de/drehmagnete.html
Drehmelder

→ Resolver / Selsyn / Synchro (sind kleine Wechselstrommaschinen in Präzisionsausführung zur analogen Erfassung und Übertragung von Drehwinkeln. Sie haben eine einsträngige Läuferwicklung und eine zwei- oder dreisträngige Ständerwicklung, deren Stränge um 90° bzw. 120° räumlich gegeneinander versetzt angeordnet sind. Geräte mit zweisträngiger Ständerwicklung werden auch als Resolver bezeichnet)

www.radartutorial.eu/17.bauteile/bt25.de.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Drehmelder

Drehmomentmotoren
Drehmomentsensoren

→ Torque Sensors (Drehmomentsensoren werden in vielen Ausführungsformen als rotierende Drehmomentaufnehmer mit und ohne Schleifringe für die Signalübertragung sowie als statische Reaktionmomentsensoren hergestellt. Beispiele siehe folgende Websites)

www.directindustry.de Suche Drehmomentsensoren

www.me-systeme.de/dms_td.html

www.drehmomentsensoren.com

Drehzahlw?chter

→ Speed Monitor / Rotation Speed Monitor / Speed Sensing Switch (Geber zur Anzeige und Überwachung der Drehzahl, von Drehzahldifferenzen und auch des Stillstands von Motoren, Antriebswellen u. a. rotierenden Teilen. In klassischer elektromechanischer Ausführung werden sie direkt mit der Welle verbunden. Beim Erreichen bestimmter Drehzahlen schließen oder öffnen sie über ein Fliehkraftschaltsystem Kontakte, die z. B. in Meldesystemen oder Ablaufsteuerungen eingebunden sind. Moderne elektronische schrankmontierbare Ausführungen sind Geräte, die gewünschte Drehzahlwerte erfassen und direkt oder zeitlich verzögert melden. Sie verarbeiten dazu die Impulssigale von Drehzahlsensoren, Drehimpuls- oder Inkrementalgebern, digitalen Drehzahlgebern und Näherungsschaltern sowie sinusförmige Frequenzsignale von magnetisch-induktiven Drehzahlgebern oder die Signale von analogen Tachogeneratoren. Ansprechwerte, Anlaufüberbrückungs- und Rückschaltverzögerungszeiten sind in der Regel einstellbar bzw. programmierbar)

www.ifm-electronic.com/ifmat/news/news_pos_6a4klf.htm

www.ifm.com/ifmgo/web/lp_drehzahlwaechter.htm

www.baumer.com/motion/drehzahlschalter.html

Dreipunktregler

→ Three Step Controller (unstetig arbeitende Regeleinrichtung, bei der die Ausgangsgröße [Regelgröße] nur drei diskrete Zustände annehmen kann, beispielsweise "Rechtslauf − Stillstand − Linkslauf", "Heben − Ruhezustand − Senken" oder "Auszustand − Erste Leistungsstufe − zweite Leistungsstufe")

http://de.wikipedia.org/wiki/Dreipunktregler

Drivecom Nutzergruppe e.V.

(internationaler Zusammenschluss von führenden Antriebsherstellern, Universitäten und Instituten. Ziel ist die Erarbeitung von Lösungen zur einfachen Integration von Antrieben in Feldbus- und offene Automatisierungssysteme. Drivecom ist eine Nutzergruppe des Interbus Club)

www.drivecom.org

DSL

Digital Subscriber Line → Digitaler Teilnehmeranschluss (ermöglicht breitbandige Datenübertragung auf Standard-Kupferleitungen. Der normale Sprachbereich der Telefonleitung bleibt davon unberührt. Siehe auch xDSL)

www.dslweb.de

DSMC

Digital Smart Motion Controller (programmierbarer Peripherieschaltkreis mit Signalprozessor und allen erforderlichen Funktionen für die hochdynamische Regelung und Ansteuerung von Umrichtern für Drehstromantriebssysteme)

http://all-electronics.de/ai/resources/8d82bbe97a7.pdf

DSN

Drahtlose Sensornetzwerke → Wireless Sensor Networks [WSN] (zurzeit, 2009, noch stark in der Forschung und Entwicklung befindliches Fachgebiet. Hauptanliegen ist die Funkvernetzung vieler kleiner räumlich verteilter intelligenter Sensorknoten zur Erfassung relevanter physikalischer Parameter im Rahmen der verschiedenen Überwachungs- und Lokalisierungsaufgaben in der Sicherheitstechnik, Logistik, Landwirtschaft, Umweltanalytik, im Patienten-Monitoring, im Asset-Management und in vielen anderen Bereichen. Die Energieversorgung der einzelnen Knoten erfolgt zurzeit über Batterie oder eine spezielle Form des Energy Harvesting. Die in Europa dafür in Frage kommenden Funkfrequenzen liegen im 434-MHz-, im 869-MHz- und im 2,4-GHz-Band)

www12.informatik.uni-erlangen.de/spprr/colloquium04/Hinkelmann.pdf

www.iis.fraunhofer.de/bf/ec/dk/sn/index.jsp

www.agilion.de/Produkte.html

DSP

Digital Signal Processor → Digitaler Signalprozessor (Prozessor, der auf die möglichst schnelle Abarbeitung spezieller mathematischer Funktionen, insbesondere komplexer Algorithmen der analogen Signalverarbeitung optimiert ist, z. B. Fast Fourier Transformation)

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 23.08.2019