Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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D

DIMM-PC

→ Steckmodul sehr kleiner Abmessung mit voller PC-Funktionalität (bei DIMM-PC werden die bei Speichermodulen in herkömmlichen PC üblichen DIMM-Sockel zur Verbindung mit der individuellen Backplane verwendet. DIMM-Sockel sind robust und sehr preiswert und mit ihren 144 Anschlüssen für den ISA-Bus und die üblichen E/A-Anschlüsse für Tastatur, IDE-Festplatte, Floppy, Drucker sowie für die seriellen Schnittstellen geeignet. DIMM-PC werden mit Standard-PC-Software betrieben. Entwicklungs-Software für PC, also auch für DIMM-PC ist vielseitiger und preisgünstiger als für Mikrocontroller. Die DIMM-Technologie entstand, um weltweit eingeführte Standards und Produkte der PC-Welt für die industrielle Automatisierung nutzbar zu machen und so Kosten einzusparen)

http://emea.kontron.com/products/computeronmodules/dimmpc

www.dpie.com/dimmpc

DIN

Deutsches Institut für Normung → The German Institute for Standardization (privatwirtschaftlich organisierter Dienstleister für Normung in Deutschland. Als einzige nationale Normungsorganisation zur Vertretung deutscher Interessen in der internationalen Normung anerkannt [Grundlage: Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem DIN vom 5. Juni 1975]. Sitz: Berlin. Die gesamte fachliche Arbeit wird von ehrenamtlichen Mitgliedern in Arbeitsausschüssen geleistet)

www.din.de

DIN-Messbus

→ DIN Measurement Bus (Bussystem, konzipiert für die sichere und preiswerte Kommunikation von Geräten zur Messung, Überwachung und Erfassung von Prozess- und Betriebsdaten. Bus- und Stichleitungslängen praktisch beliebig, Übertragungsraten 110 bps bis 1 Mbps, Vollduplex-Betrieb. Einsatzbereiche: Fertigungsmesstechnik, Qualitätssicherung [QS], statistische Prozesskontrolle [SPC], Betriebs- und Maschinendatenerfassung [BDE, MDE] und auch in Verbindung mit speicherprogrammierbaren Steuerungen [SPS])

http://de.wikipedia.org/wiki/DIN-Messbus

www.measurement-bus.de

DIP

Data Integration Point → Datenintegrationspunkt (Grundkomponente eines M2M-Systems. Siehe M2M-Technologie)

Direktantriebstechnik

→ Direct Drive Technology / Direct Drive Solutions (in Direktantriebslösungen sind die rotatorischen oder linearen motorischen Komponenten [Torquemotoren, Drehmomentmotoren, DDR-Motoren, Linearmotoren] integrativer Bestandteil der anzutreibenden Mechanismen und Maschinen. Das heißt, Kupplungen, Getriebe, Ritzel und Zahnstangen, Riemen- und Kettentriebe sowie Spindeln entfallen einschließlich aller damit verbundenen Nebeneffekte, wie Getriebespiel, Reibumkehrspannen, Elastizitätseffekte, Verschleiß, Lärmemissionen, Energieverluste im Getriebe, zusätzlicher Wartungsaufwand und Raumbedarf. Die Direktantriebstechnik ist daher besonders vorteilhaft, wenn reibungs- und verschleißfreie Bewegungen mit hoher Präzision und Dynamik mittels kompakter Anordnungen energieeffizient zu verwirklichen sind. Das ist insbesondere bei Werkzeugmaschinen u. a. Fertigungseinrichtungen jedoch auch in vielen anderen Applikationsbereichen, z. B. der Medizintechnik und der Aufzug- und Spezial-Fahrzeugtechnik, der Fall)

www.direktantriebe.de

www.eaat.de

Direkte Selbstregelung

→ Direct Self-control (Regelungsverfahren für Asynchronmmotoren. Es basiert auf der feldorientierten Regelung, wobei sowohl der Fluss als auch das Drehmoment getrennt geregelt werden. Wird fast ausschließlich nur in Hochleistungstraktionsantrieben angewendet)

http://de.wikipedia.org/wiki/Direkte_Selbstregelung

Direktes Ber?hren

→ Direct Touch / Direct Contact (unbeabsichtigter direkter Kontakt mit einem aktiven, d. h. betriebsmäßig unter Spannungs stehenden Teil eines elektrischen Betriebsmittels, zum Beispiel eines blanken Leiters [Begriff aus dem Vokabular der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag]. Der Schutz gegen direktes Berühren wird durch Isolierung, Umhüllung, Abdeckung, durch Abgrenzungen sowie durch das Einhalten von Sicherheitsabständen erreicht. Siehe auch indirektes Berühren))

www.schaltungsbuch.de/norm010.html

Direktumrichter

→ Direct Converter / Cycloconverter  (sogenannte Matrixumrichter sind Wechselrichter ohne Zwischenkreis. Das heißt ein Gerät auf leistungselektronischer Basis, das durch entsprechende Ansteuerung eine anliegende Wechselspannung direkt in eine Wechselspannung anderer Frequenz, Amplitude und/oder Phasenzahl umwandelt)

www.naich.de/Kurse/LE/Direktumrichter.pdf

DIS

Draft International Standard → Internationaler Normentwurf

Diskontinuierliche Prozesse

→ Discontinuous Processes (sinngemäß versteht man darunter physikalische Vorgänge, chemische Reaktionen oder technologische Abläufe, deren Zustandsgrößen sich nur zu diskreten Zeitpunkten ändern. Im Übrigen bedeutet diese Bezeichnung, dass Energie- und Stoffströme der Prozessstrecke diskontinuierlich zugeführt und darin diskontinuierlich verarbeitet, verteilt, transportiert oder genutzt werden und im Fall eines Produktionsprozesses das Endprodukt nur jeweils zu diskreten Zeitpunkten bereitgestellt wird. Zu den wichtigsten diskontinuierlichen Prozessen zählen die sogenannten Stückgutprozesse und die Chargenprozesse)

Diskret

→ Discret (herrührend vom lateinischen "discretus", steht im Zusammenhang mit technischen Sachverhalten, Objekten und Werten für getrennt, vereinzelt, abgesondert, voneinander abgeschieden. Beispiele: Diskrete Bauelemente, diskrete Signale, diskrete Systeme, diskrete Prozesse)

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskret

Diskrete Systeme

→ Discret Systems (zu unterscheiden sind Zeitdiskrete Systeme, Wertdiskrete Systeme und Ereignisdiskrete Systeme)

 

Diversit?t

→ Diversity (Synonym für Vielfalt, Vielfältigkeit, Manigfaltigkeit, Verschiedenartigkeit, Differenziertheit. Bei der Lösung von Zuverlässigkeits- und Sicherheitsaufgaben durch redundante Strukturen versteht man im Bereich der Technik unter Diversität den Einsatz ungleichartiger oder ungleichartig angeordneter gleichartiger Mittel zur Ausführung einer geforderten Funktion in den redundanten Pfaden. Grundgedanke dabei ist, dass Systeme, die etwa das Gleiche leisten aber unterschiedlich realisiert sind, gegen gleiche Einsatzbeanspruchungen und -bedingungen verschieden empfindlich bzw. unempfindlich sind und daher z. B. nicht alle zum gleichen Zeitpunkt ausfallen. Beispiele hierfür sind redundante Computersysteme mit Rechnern von verschiedenen Herstellern, die nach verschiedenen Verfahren von unabhängigen Programmierern programmiert sind, Betriebsmittel, die funktionell das Gleiche leisten, aber mit unterschiedlicher Hilfsenergie arbeiten, redundante Signalwege, die in unterschiedlichen Technologien ausgeführt sind, beispielsweise in kontaktloser und kontaktbehafteter Technik, oder Mehrfachantennensysteme mit unterschiedlich angeordneten Komponenten [Antennen-Diversity], die in mobilen Funknetzen eine robuste Übertragungsqualität gewährleisten)

www6.in.tum.de/pub/Main/TeachingWs2008Echtzeitsysteme/echtzeit_090127.pdf

http://digbib.ubka.uni-karlsruhe.de/volltexte/documents/760183

de.wikipedia.org/wiki/Diversität

DKD

Deutscher Kalibrierdienst (im DKD waren Kalibrierlaboratorien von Industrieunternehmen, Forschungsinstituten, technischen Behörden, Überwachungs- und Prüfinstitutionen zusammengeschlossen, die eine Akkreditierung für eine bestimmte Messgröße haben. Mit Wirkung vom 17.12.2009 wurde die Akkreditierungsstelle des DKD in die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH [DakkS] überführt)

www.dakks.de

www.dkd.eu

DKE

Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE → German Commission for Electrical, Electronic & Information Technologies of DIN and VDE (Gemeinsames Organ des Deutschen Instituts für Normung [DIN] sowie ihres Trägers, des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik [VDE], gegründet 1970. Als nationale Organisation zuständig für die Erarbeitung von Normen und Sicherheitsbestimmungen im Bereich der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik sichert die DKE wichtige Querschnittsanliegen, wie Sicherheit, EMV, Bauteile und Performance, von klassischen Stromnetzen über Mobilfunkkommunikation bis hin zu Software und Internet-Protokollen. Die DKE ist deutsches Mitglied in den entsprechenden europäischen und weltweiten Normungsorganisationen wie CENELEC, ETSI und IEC. Rund 4 000 Experten bringen als ehrenamtliche Mitarbeiter ihr Wissen und Engagement in etwa 130 Komitees der DKE ein. Die Ergebnisse der Normungsarbeit in IEC, CENELEC und ETSI werden durch die DKE in nationale Normen umgesetzt und veröffentlicht)

www.dke.de

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