Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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B

Bluetooth

(Funktechnologie nach IEEE 802.15.1, die die drahtlose Kommunikation [Sprache, Daten] innerhalb begrenzter Reichweiten ohne Sichtkontakt zwischen den beteiligten mobilen oder stationären Geräten, wie PC, PC-Peripheriegeräten, Laptops, Organizern, Modems, Mobiltelefonen, digitalen Kameras, Headsets, Maus, PCMCIA-Adaptern und USB-Adaptern, je nach Version mit Datenraten bis 3 Mbit/s ermöglicht. Typische Reichweite: ca. 10 m bei 1 mW Sendeleistung, ca. 30 m bei 2 mW und bis 150 m bei 100 mW Sendeleistung, Arbeitsfrequenz bei 2,4 GHz im nicht reglementierten ISM-Band, Übertragungsverfahren adaptives FHSS mit 1 600 Frequenzsprüngen pro Sekunde auf maximal 79 Kanälen mit einer Bandbreite von 1 MHz, Störanfälligkeit gering, hohe Datensicherheit durch 128-bit-Datenverschlüsselung und Teilnehmer-Authentifizierung. Hohe lokale Systemdichte, d. h. störungsfreier Parallelbetrieb vieler Bluetooth-Systeme ist möglich und die Koexistenzfähigkeit zu WLAN-802.11-Netzwerken gegeben. In der Automatisierungstechnik insbesondere für die Integration mobiler, bewegter oder zeitweilig installierter Geräte und Anlagenteile prädestiniert.
Die Bluetooth-Technologie geht zurück auf einen Entwurf der Firma Ericsson aus dem Jahr 1994. Die Bezeichnung Bluetooth ist vom Namen des Dänenkönigs Blatand [Blauzahn, Bluetooth] abgeleitet, der 960 die skandinavischen Länder erstmals vereinigte. Dieser Namensgebung lag die visionäre technisch-romantische Vorstellung zugrunde, dass die Bluetooth-Technologie eines Tages die Welt der mobilen Geräte kommunikativ vereint)

www.avm.de/de/Presse/Themen_und_Technik/TT_Bluetooth.pdf

www.palowireless.com/infotooth/tutorial.asp

http://files.messe.de/cmsdb/001/3301.pdf

www.bluetooth.org/apps/content

www.bluetooth.com

Bluetooth Low Energy

(neue, besonders energiesparende drahtlose Funktechnologie, die seit 2009 den Industriestandard Bluetooth ergänzt. Funkreichweite maximal 10 m, Sendefrequenz im 2,4-GHz-Bereich, Datenrate maximal 1 Mbit/s)

http://de.wikipedia.org/wiki/Bluetooth_low_energy

BNC

Britisch Naval Connector, Bayonet Nut Connector, Bayonet Navy Connector oder auch nach den Erfindern Bayonet Neill Concelman → BNC-Steckverbinder (Stecker für Koaxialkabel mit Bajonettverriegelung. Im Gegensatz zu vielen anderen Steckverbindungen werden BNC-Stecker nicht nur in die Buchse gesteckt, sondern auch durch eine Drehbewegung um 90 ° im Uhrzeigersinn arretiert. Die Verbindung ist daher besonders stabil und kann sich nicht durch Zugbelastung lösen. Bis in den Giga-Hertz-Bereich einsetzbar. Häufig verwendet in LANs)

http://de.wikipedia.org/wiki/BNC-Steckverbinder

BNK

Benutzernahe Komponente (Synonym für ABK)

B-Normen

→ Typ B-Standards / Generic Safety Standards / Safety Group Standards (TYP B-Normen sind Sicherheitsgruppennormen, die Sicherheitsaspekte und sicherheitstechnische Einrichtungen für eine ganze Reihe von Maschinenarten zum Gegenstand haben. Dabei wird zwischen B1- und B2-Normen unterschieden.
Die B1-Normen [Typ B1-Standards] enthalten dabei Sicherheitsaspekte, die eine Vielzahl von Maschinen auf ähnliche Weise betreffen, wie die zu beachtenden Sicherheitsaspekte bei den elektrischen Ausrüstungen von Maschinen nach DIN EN 60204, die funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener Systeme entsprechend DIN EN ISO 13849-1 oder die Berechnung von Sicherheitsabständen und die Anordnung von Schutzeinrichtungen nach DIN EN ISO 294 und DIN EN 999.
Die B2-Normen [Typ B2-Standards] dagegen beziehen sich auf Sicherheitseinrichtungen, die für verschiedene Arten von Maschinen verwendet werden können, wie die Zweihandschaltung oder berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen BWS nach DIN EN 574 bzw. DIN EN 61496)

www.arbeitssicherheit.leuze.de/a/a_06.html

BoB

Bedienen ohne Beobachtung (Betriebsweise vollautomatisierter Anlagen ohne ständige Beaufsichtigung des Prozessbereichs. Betriebspersonal muss nur beim Anfahren und anschließend in regelmäßigen Inspektionsintervallen vor Ort anwesend sein, z. B. in modernen Kraftwerksanlagen)

Bode-Diagramm

→ Bode Plot (das Bode-Diagramm, auch Frequenzgang genannt, dient der Darstellung des Übertragungsverhaltens dynamischer Systeme, und zwar beschreibt es die stationäre Reaktion an einem Ausgang eines Systems auf eine harmonische [sinusförmige] Anregung an einem Eingang des Systems. Es basiert auf mathematischen Systembeschreibungen durch Differentialgleichungen und besteht aus einem Graph für den Betrag [die Amplitudenverstärkung] und einem Graph für das Argument [die Phasenverschiebung] einer komlexen Übertragungsfunktion)

http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/184131

http://de.wikipedia.org/wiki/Bode-Diagramm

BOP

Basic Operator Panel → Basisbedienfeld (Bedienfeld zur Statusanzeige und zur Einstellung von Parametern an Umrichtern. Es kann direkt auf den Umrichter aufgesteckt oder in eine Schaltschranktür eingelassen werden)

Bots

(„Bots", „Softbots" oder „Knowbots" sind [nach Schoder/Janetzko, Uni Freiburg] Kunstwörter, die aus den Begriffen „Software-Robots" bzw. „Knowledge und Robots" abgeleitet sind. Im Vergleich zu Begriffen mit ähnlichem Bedeutungsinhalt, wie „[intelligente] Agenten" lassen sie sich am ehesten als Systeme bezeichnen, die auf der Basis von Informationen, die über das Internet bereitgestellt werden, in Bezug auf Informationsaufnahme, -selektierung, -sammlung, -speicherung und -archivierung den menschlichen Benutzer nachahmen, ergänzen oder ganz ersetzen. Als charakteristisch für Bots wird ihr hoher Grad an Autonomie angesehen, der ein Eingreifen des Menschen weitgehend auf die Bestimmung und Parametrisierung der vom Bot zu bewerkstelligenden Aufgabe und den Empfang der vom Bot eigenständig erarbeiteten Ergebnisse reduziert. Die schwächere Gewichtung von Kommunikation und Kooperation zwischen Bots untereinander [zumindest bei den gegenwärtig realisierten Systemen], der vergleichsweise geringe Rückgriff auf KI-Methoden sowie die Einschränkung auf Internet-Anwendungen stellen die Hauptabgrenzungen zum [Ober-]Begriff des Agenten dar. Insgesamt gesehen sind die Unterschiede zwischen Bots und Agenten aber eher gradueller als prinzipieller Natur. Neben vielen nützlichen Funktionen, die sie in der Regel unbemerkt im Hintergrund realisieren [vgl. z. B. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Bots] stellen entsprechend konzipierte Bots neben Viren, Würmern und Trojanern zunehmend auch eine Bedrohung für den Internetnutzer dar)

http://cert.uni-stuttgart.de/doc/netsec/bot-entfernung.php

http://cert.uni-stuttgart.de/doc/netsec/bots.php

http://bot.parsimony.net

Bottleneck Engineering

(Methode im Rahmen des Quality Function Deployments [QFD] zur Umsetzung von Kundenanforderungen in Entwicklungsziele. Zweck des Bottleneck Engineerings ist es, aus einer Vielzahl redundanter und ungenauer Kundenaussagen präzise Spezifikationen für kritische Bereiche der Produktentwicklung (Bottlenecks = Engpässe) zu erhalten)

www.projektmagazin.de/glossar/gl-0017.html

Bottom-Up

→ von unten nach oben (vom Speziellen zum Allgemeinen, vom Konkreten zum Abstrakten fortschreitend. Betrachtungsweise, Vorgehensweise, Methode, die in verschiedenen Zusammenhängen, wie Analysieren, Planen, Entwickeln usw. zur Anwendung kommt. Gegensätzlicher Ablauf wie beim Top-Down-Verfahren)

http://de.wikipedia.org/wiki/Top-down_und_Bottom-up

BPCS

Basic Process control System → Prozessleitsystem

bps

bits per second → Bits pro Sekunde (Maß für die Datenübertragungsgeschwindigkeit)

Brainstorming

→ Ideensammlungsmethode (kreative Methode zur Ideenfindung im Rahmen von Problemlösungsprozessen. Zu einer bestimmten Problemstellung werden von einer Gruppe von etwa fünf bis 20 Teilnehmern spontane Ideen gesammelt und später von einer Jury nach definierten Kriterien, z. B. Kosten, Realisierbarkeit u. Ä., ausgewertet. Siehe folgende Websites)

http://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming

www.zmija.de/brainstorming.htm

www.meport.net Indexliste

Brandschutz

→ Fire Protection / Fire Prevention (Gesamtheit aller baulichen, technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Verhütung der Entstehung und Ausbreitung von Bränden, zur rechtzeitigen Entdeckung, Meldung und der wirkungsvollen Bekämpfung von Bränden im Ernstfall sowie zum Schutz von Personen, Nutztieren und Sachwerten vor den von Bränden ausgehenden Gefahren.
Grundsätzlich wird zwischen vorbeugendem Brandschutz [organisatorische Regelungen] und abwehrendem Brandschutz [Feuerwehr- und Löschmitteleinsatz] unterschieden)

http://de.wikipedia.org/wiki/Brandschutz

www.f-plan.de

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