Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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B

Beschleunigung

→ Acceleration (die Beschleunigung a, Maßeinheit: Meter pro Sekunde hoch 2 [m/s²], ist eine Bewegungskenngröße, die die zeitliche Änderung der Geschwindigkeit [Weg- oder Winkelgeschwindigkeit] eines Körpers charakterisiert. Mit v = Geschwindigkeit, s = Weg und t = Zeit beispielsweise gilt: a = dv/dt = d²s/dt². Beschleunigungsvorgänge spielen in allen bewegten Systemen, wie Aufzügen oder Fahrzeugen, wegen den damit im Zusammenhang auftretenden Trägheitskräften eine wichtige Rolle. Sie dürfen bestimmte Werte nicht überschreiten, um von mitfahrenden Personen nicht als unangenehm empfunden zu werden)

http://de.wikipedia.org/wiki/Beschleunigung

Beschleunigungssensor

→ Acceleration Sensor (auf Basis des Ferrarisprinzips für lineare und Drehbewegungen siehe folgende Website)

www.baumerhuebner.com/ferrarissensoren.html

Beschreibungsfunktion

→ Describing Function (bei nichtlinearen Übertragungsgliedern der Frequenzgang unter ausschließlicher Berücksichtigung der Grundschwingung des Ausgangssignals in Abhängigkeit von der Amplitude des sinusförmigen Eingangssignals [IEV 351-24-42])

Betrachtungseinheit

→ Item under Consideration (Gegenstand/Objekt einer Betrachtung [Beschreibung, Behandlung, Analyse, Begutachtung, Untersuchung], dessen Art und Umfang ausschliesslich vom Betrachter abgegrenzt wird)

Betriebsart

→ Operating Mode / Duty type (Art und Weise [in der Regel eine aus mehreren Möglichkeiten] wie ein Betriebsmittel [Gerät, System, Maschine oder Anlage] in der Einsatzumgebung betrieben wird, für die es ausgelegt ist. So wird beispielsweise bei Werkzeugmaschinen zwischen „Einrichtbetrieb", „Tippbetrieb", „Handbetrieb" und „Automatikbetrieb" und bei Elektromotoren zwischen insgesamt zehn Nennbetriebsarten unterschieden. Darüber hinaus beschreibt die DIN EN 61508-4 zwei Betriebsarten für Sicherheitsfunktionen. Das sind die Anforderungsarten „Low Demand Mode" und „High Demand Mode")

Betriebsbew?hrtheit

→ Proven in Use (zur Konfiguration sicherheitsbezogener Systeme werden u. a. betriebsbewährte [proven-in-use] Bauteile verwendet. Das heißt Bauteile, die sich bereits in größerer Stückzahl über einen längeren Zeitraum unter gleichen oder ähnlichen Einsatzbedingungen bezüglich ihrer Funktionssicherheit bewährt haben. Die konkreten Kriterien für die Betriebsbewährtheit sind dabei in den verschiedenen Branchen nicht exakt gleich definiert. Nach der DIN EN 61511 (VDE 0810) beispielsweise werden in der Prozessindustrie unter Einbeziehung aller betrachteten Geräte mindestens 30 Mio. Stunden Betriebszeit vorausgesetzt. Im Bereich des Maschinenbaus dagegen werden Bauteile oder Komponenten als betriebsbewährt angesehen, wenn zehn Systeme in unterschiedlichen Anwendungen während 10 000 Betriebsstunden oder wenigstens einem Jahr Betriebsdauer keine sicherheitsrelevanten Fehlfunktionen gezeigt haben)

Betriebsleitebene

→ Plant Management Level (leittechnische Ebene, in der die für die Betriebsführung relevanten Entscheidungen getroffen werden. Personal: Betriebsleiter, Manager; Aufgaben: Produktionsfeinplanung, Produktionsdatenerfassung, KPI-Ermittlung, Materialmanagement, Qualitätsmanagement; Technik: Leitrechner; eingesetzte Systeme: MES, MIS; Kennzeichnend ist der Anfall von technischen und organisatorischen Daten aus verschiedenen Betriebsbereichen, die in Leitrechnern für die Betriebsleitung [Management] aufbereitet werden. Das dazu erforderliche Kommunikationssystem kann sich hier über mehrere Unternehmenskomponenten oder Betriebe erstrecken)

Betriebsmittel

→ Equipment (das Wort „Betriebsmittel" verkörpert in den verschiedenen technischen Disziplinen sehr unterschiedliche Begriffe. Aus Sicht der Elektrotechnik zählen dazu alle Teile, die der Erzeugung, Behandlung und Anwendung elektrischer Energie dienen, z. B. Leiter, Leitungen, Schalter, Motoren, Generatoren, Beleuchtungseinrichtungen usw. Aus Sicht der neuen EMV-Richtlinie [Artikel 2] beispielsweise ist "Betriebsmittel" der Oberbegriff für die von der Richtlinie erfassten Objekte. Er gliedert sich in die beiden Unterbegriffe „Geräte" und „ortsfeste Anlagen", für die allgemeine, d. h. von allen Betriebsmitteln zu erfüllende und besondere, d. h. für die beiden Kategorien jeweils spezifische, EMV-Schutzanforderungen gelten)

http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsmittel

Betriebssicherheit

→ Operational Reliability / Industrial Safety / Safety at work (Zustand, der besteht, wenn technische Systeme [Geräte, Maschinen, Anlagen] während ihres Betriebs in beabsichtigter Weise verlässlich funktionieren und von ihnen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine unzumutbare Gefahr für den Anwender und die Umwelt ausgeht. In anderen Worten: ein technisches System ist betriebssicher, wenn mit zufriedenstellend hoher Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist, dass es während seines gesamten Lebenszyklus diese Eigenschaften aufweist)

Betriebssystem

→ Operating System (Gesamtheit aller Programme, die in Verbindung mit der Computer-Hardware den grundsätzlichen Arbeitsablauf eines Computers bzw. computerbasierter Geräte regeln)

http://homepages.fh-giessen.de/~hg52/lv/bs1/skripten/bs1skript/pdf/bs1skript.pdf

www.netzmafia.de/skripten/bs/bs1.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebssystem

BEUG

BITBUS European Users Group (Gemeinnützige Organisation der europäischen BITBUS-Anwender zur Verbreitung der BITBUS-Technologie)

www.bitbus.org

Bewegungssteuerung

→ Motion Control (der Begriff charakterisiert die Funktion, Bewegungen nach Geschwindigkeit, Winkelgleichlauf und Position oder auch in Abhängigkeit voneinander über geschlossene Regelkreise nach vorgegebenen Konzepten zu führen. Dabei ist es gleichgültig, ob die Bewegungen nur von einer Achse ausgeführt werden, oder ob mehrere Achsen, wie bei Robotern oder Werkzeugmaschinen, koordiniert ineinander greifen. Moderne Bewegungssteuerungen integrieren dabei Steuerungs- und Antriebsfunktionalität in einem System. Das dazu erforderliche regelungstechnische Know-how ist inzwischen für zahlreiche Applikationen so in Bausteinbibliotheken hinterlegt, dass auch Motion-Control-Lösungen von jemandem erstellt werden können, der über das zugehörige theoretische Fundament nicht in vollem Umfang verfügt. Die klassischen Einsatzgebiete von Motion Control liegen im Bereich des mechanischen Bearbeitens. Heute ist Motion Control als Subbereich der Automation zu einer branchenübergreifenden Disziplin geworden)

https://prof.hti.bfh.ch/uploads/media/Profibus-dp.pdf

Bewertungskriterien

→ Assessment Criteria (Satz von prüftechnisch bzw. gutachterlich erfassbaren Merkmalen, der in seiner Gesamtheit die Beurteilung eines Objekts oder Sachverhalts, hinsichtlich der Übereinstimmung mit vorgegebenen Anforderungen bzw. angestrebten Zielstellungen zulässt)

BFOC

Bayonett Fiber Optic Connector → Stecker für Glasfaserkabel mit Bayonettverschluss (Synonym für ST-Stecker)

Bin?rsignal

→ Binary Signal (Signal, dessen Informationsparameter nur zwei Werte [Low/High bzw. 0/1] annehmen kann)

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