Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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A

ASP

Application Service Provider → Anwendungsdienstleister (übernehmen u.A. die Betreuung der kommunikationstechnischen Infrastruktur in Unternehmen)

ASRS

Automatic Storage and Retrieval System → automatisiertes Hochregallager

Assembler

→ Maschinensprache (mnemotechnische Sprache, in der die Maschinenbefehle eines Prozessors durch Mnemonics, d.h. durch einprägsame Kürzel aus alphanumerischen Zeichen zum Ausdruck gebracht werden. Beispielsweise wird in einem bekannten Prozessorsystem beim Programmieren für den Befehl "Register D0 löschen" anstelle des binären Befehlskodes 01000010 01000000 die mnemotechnische Abkürzung clr D0 benutzt. Diese Art der Programmierung wird als Assemblerprogrammierung bezeichnet. Das Ergebnis ist ein Assemblerprogramm. Ein symbolischer Befehl entspricht darin genau einem Maschinenbefehl. Ein Assemblerprogramm wird vor der Programmausführung durch ein Übersetzungsprogramm, das ebenfalls als Assembler bezeichnet wird, in die Bitfolgen des Maschinenkodes umgesetzt und dann in den Programmspeicher des Rechner- oder Controllersystems geladen. Die Assemblersprache ist im Gegensatz zu höheren Programmiersprachen, wie Pascal, C++, JAVA etc. prozessorspezifisch, d.h. an den Befehlsatz eines bestimmten Prozessors gebunden)

Asset Management

→ Anlagengüterverwaltung (Verwaltung des Inventars bzw. der Vermögenswerte [Assets] einer Firma aus betriebswirtschaftlicher und physikalischer Sicht. Der Begriff "Asset Management" wird jedoch sehr unterschiedlich verwendet. Im Börsenwesen beispielsweise bedeutet Asset Management die Steuerung eines Bestandes an Wertpapieren. Man vergewissere sich daher stets genau, von welchen Assets in welchen Zusammenhängen die Rede ist)

http://de.wikipedia.org/wiki/Asset_Management_System

Assets

→ Aktivposten, Vermögenswerte, Anlagenwerte (eines Unternehmens zu denen auch das gesamte Inventar, d.h., die vorhandenen technischen Objekte und Einrichtungen gehören. In verfahrenstechnischen Produktionsanlagen beispielsweise sind Assets die Komponenten dieser Anlagen wie Apparate, Behälter, Rohrleitungen, Maschinen sowie die Geräte und Einrichtungen der Prozessleittechnik. Um die Produktionseffektivität zu gewährleisten, ist es Aufgabe der technischen Betriebsbetreuung aufwandsoptimal für die erforderliche Verfügbarkeit der Assets zu sorgen, d.h. ein anlagennahes Asset Management zu realisieren)

ASSP

Application-Specific Standard Product → anwendungsspezifisches Standardprodukt (Schaltkreistyp mit auf eine bestimmte Anwendung zugeschnittener Funktionalität, der als Standardprodukt vertrieben wird)

AST

Accelerated Stress Test → Beschleunigter Stresstest (beschleunigter Test zur raschen Aufdeckung von vermuteten Schwachstellen in Produkten)

Asynchronmotoren

→ Asynchronous Motors / Induction Motors (sind die am häufigsten, mit Nennleistungen bis in den Megawatt-Bereich industriell eingesetzten Motoren. Sie haben im Stator eine ein- oder zweisträngige Wicklung [Einphasen-Asynchronmotoren, Einphasenmotoren mit Hilfsphase, Zweiphasen-Stellmotoren] oder eine dreisträngige Wicklung [Drehstrom-Asynchronmotoren], die ein Drehfeld erzeugen. Im Rotor ist entweder eine sogenannte Käfigwicklung [Kurzschlussläufermotoren bzw. Käfigläufermotoren] oder eine von außen über Schleifringe zugängliche Wicklung [Schleifringläufermotoren] untergebracht. Asynchronmotoren zeigen sogenanntes Nebenschlussverhalten, d.h. die Drehzahl ändert sich nur geringfügig mit zunehmender Belastung. Beim Überschreiten des Kippmoments [zwei- bis dreifacher Wert des Nennmoments] bleibt die Maschine unter hoher Stromaufnahme stehen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Asynchronmotor

www.energie.ch/asynchronmaschine

ATEX

Atmosphére ExplosibleExplosionsschutz (der Begriff ATEX wird umgangsfachsprachlich als Synonym für die beiden EG-Explosionsschutz-Richtlinien verwendet, und zwar für die Richtlinie 94/9/EG [ATEX 95] und für die Richtlinie 1999/92/EG [ATEX 137]. Sie betreffen die Beschaffenheit von Komponenten, Geräten und Schutzsystemen für den Einsatz in explosionsfähigen Atmosphären sowie Mindestanforderungen an das Errichten und Betreiben von Anlagen, in denen explosible Atmosphären vorhanden sind)

http://de.wikipedia.org/wiki/ATEX

ATM

Asynchronous Transfer Mode → Asynchroner Transfermodus (paketorientiertes Übertragungsverfahren, mit dem sich Sprache und Daten mit hoher Geschwindigkeit bis zu 155 Mbit/s über ein Netz übertragen lassen. Derzeit primär für Backbone-Lösungen genutzt. Im Zug des technischen Fortschritts ist künftig auch ein Einsatz bis zum Arbeitsplatz denkbar)

Atom-Prozessor

→ Intel Atom Processor (Intel-Produkt-Familie preiswerter, leistungsfähiger, energiesparsamer 32-bit- oder 64-bit-Prozessoren auf kleinstem Raum. Rund 47 Mio. Transistoren auf ca. 25 mm2, Leistungsaufnahme je nach Taktfrequenz [1,1 GHz bis 2 GHz] und Auslastung im Mittel etwa 2 W. Ursprünglich entwickelt für ultramobile PC finden sie zunehmend auch Einsatz in der Automatisierungsgerätetechnik, wenn lüfterlose kompakte Gerätebauformen gefragt sind)

http://de.wikipedia.org/wiki/Intel_Atom

Audit

→ Anhörung (Methode zur Überprüfung der Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit einer Organisation /eines Unternehmens, d.h., inwieweit beabsichtigte Ziele richtig verfolgt, vorgegebene Richtlinien und Normen eingehalten werden und die damit im Zusammenhang durchgeführten Aktivitäten zufriedenstellende Ergebnisse zeigen. Praktisch überprüft ein Team anhand festgelegter Prüfkriterien unter Führung eines Audit-Leiters die genannten Sachverhalte und leitet aus erkannten Defiziten Verbesserungshinweise ab, deren Realisierung zu einem späteren Zeitpunkt nachzuweisen ist)

http://de.wikipedia.org/wiki/Audit

Augendiagramm

→ Eye Diagram / Eye Pattern (bekanntes Hilfsmittel, um die Qualität von Datenübertragungsstrecken auf dem Physical Layer zu prüfen und zu beurteilen)

www.itwissen.info/definition/lexikon/Augendiagramm-eye-pattern.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Augendiagramm

Augmented Reality

→ Erweiterte Realität, erweiterte Wirklichkeit (Technologie zur Effektivierung der Mensch-Technik-Interaktion bei komplexen industriellen Arbeitsprozessen wie Montieren, Diagnostizieren, Bedienen und Warten im Maschinen- und Anlagenbau. Virtuelle Informationen werden in Verbindung mit der realen Umwelt in Echtzeit zur Anwendung gebracht. So können z.B. einem Monteur über einen mobilen Computer mit Hilfe einer Datenbrille situationsgerechte Bedien-, Service- oder Montagehinweise einer zu betreibenden, zu wartenden oder zu reparierenden Maschine eingeblendet werden. Dadurch erübrigt sich das Blättern in herkömmlichen Service- bzw. Montageanleitungen.)

www.arvika.de

Ausfall

Failure (nach DIN EN 61508 (VDE 0803): Beendigung der Fähigkeit einer Funktionseinheit, eine geforderte Funktion auszuführen. In Bezug auf sicherheitsgerichtete Systeme wird, je nach dem ein Ausfall das System in einen gefährlichen oder ungefährlichen Zustand versetzt, zwischen gefährlichen [Dangerous Failure] und ungefährlichen [Safe Failure] Ausfällen unterschieden. Die Ausfallursache kann dabei belastungs- oder alterungsbedingt rein zufälliger Natur sein, man spricht dann von einem zufälligen Ausfall, oder durch einen systemimmanenten Mangel bedingt sein. In diesem Fall spricht man von einem systematischen Ausfall. Ein solcher kann auch durch dem System innewohnende elektromagnetische Unverträglichkeiten, z.B. mangelnde Störfestigkeit gegenüber einwirkenden elektromagnetischen Störgrößen bedingt sein.
Anmerkung: Im praktischen Sprachgebrauch werden die Begriffe Ausfall und Fehler häufig synonym benutzt)

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