Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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AMR

→ Automatische Messdatenerfassung / Automatische Zählerauslesung (mittels fernauslesbarer elektronischer Messgeräte für Strom, Gas, Wasser und Wärme auf draht- oder funkgestützten Übertragungswegen)

Amtsblatt der europ?ischen Union

Official Journal of the European Union (maßgebende Quelle für EU-Recht und das einzige Periodikum, das in den 23 Amts- und Arbeitssprachen der Europäischen Union erscheint. Es besteht aus zwei zusammenhängenden Reihen, u. zwar der Reihe L "Rechtsvorschriften" und der Reihe C "Mitteilungen und Bekanntmachungen", sowie einem Supplement "Amtsblatt Reihe S — Ausschreibungen". Die folgende Website bietet den unmittelbaren kostenfreien Zugriff zu den Rechtsvorschriften der EU)

http://eur-lex.europa.eu/de/index.htm

Analog-Digital-Wandler

→ Analog-to-Digital Converter (Funktionseinheit, die ein analoges Signal in ein digitales Signal umsetzt)

Analoges Signal

→ Analogue Signal / Analog Signal [US] (Signal, dessen Informationsparameter innerhalb technisch bedingter Grenzen beliebig viele Werte annehmen kann [IEV 351-21-53]. Sie haben theoretisch ein unendlich hohes Auflösungsvermögen. Praktisch ist es jedoch auf einen Bereich von höchstens 1 zu 104 beschränkt. Darüber hinaus bereitet die Langzeitspeicherung sowie die Verrechnung vieler Größen Probleme. In der modernen Automatisierungstechnik werden daher überwiegend digitale Signale verwendet)

Analyse

Analysis (Auflösung, Aufgliederung, Aufschlüsselung, Zerlegung, Zergliederung, [Gegenteil von Synthese]. Systematische Untersuchung, bei der Objekte in Bezug auf die Feststellung interessierender Sachverhalte zielgerichtet physisch oder virtuell in ihre Bestandteile zerlegt und deren Wechselwirkungen sowie ihr Einfluss auf das Objekt-Gesamtverhalten erkundet werden. Analysen werden durchgeführt, um Objekt-Ist-Zustände festzustellen oder die Ursachen für einen bestehenden Ist-Zustand zu erkunden. Sie sind der erste notwendige Schritt, um bestehende Probleme zu lösen oder eine bestehende Situation zielgerichtet zu verbessern. Fallbeispiele siehe: Bedrohungsanalyse, Fehlerbaumanalyse, Gefahrenanalyse, Kosten-Nutzen-Analyse, Risikoanalyse, Systemanalyse, Ausfallartanalyse, Ausfalleffektanalyse)

http://de.wikipedia.org/wiki/Analyse

Anlage

→ Plant / Fixed Installation (Der Begriff "Anlage" bezeichnet aus technischer Sicht eine ortsfeste, in der Regel aus vielen Komponenten und Geräten bestehende, auf Dauer an einem bestimmten Ort installierte und betriebene Einrichtung, die der Erfüllung einer bestimmten Aufgabe dient, z.B. Telefonanlage, Industrieanlage, Kläranlage, Müllverbrennungsanlage, Kraftwerksanlage, Automatisierungsanlage, Blitzschutzanlage usw.)

Anlagenautomatisierung

Plant Automation (Automatisierung komplexer technischer Prozesse, die auf größeren, oft räumlich weit ausgedehnten technischen Anlagen ablaufen. Beispiele: Kraftwerksanlagen, Walzwerksanlagen, fertigungstechnische und verfahrenstechnische Produktionsanlagen, Hochregallager, Klär- und Wasserwerke, Energieversorgungsnetze, Pipelines und ähnliche. In der Regel handelt es sich hier um Einzelobjekte mit jeweils spezifischen Automatisierungskonzepten)

www4.informatik.uni-erlangen.de/Lehre/WS04/V_PA/Skript/Kap1.ppt.pdf

www.vescon.com/index.php?id=671

Anlagensicherheit

Plant Safety (Industrieanlagen können aufgrund des Vorhandenseins von gefährlichen Stoffen sowie der darin ablaufenden technischen Prozesse ein hohes Gefahrenpotenzial darstellen. Zweck der Anlagensicherheit ist es, das Auftreten von gefährlichen Ereignissen zu verhindern bzw. deren Auswirkungen auf Menschen, Sachwerte und Umwelt zu begrenzen.

In Deutschland wird die Anlagensicherheit durch zahlreiche Gesetze, Verordnungen, technische Regelwerke und Normen reglementiert, die auch den Arbeits- und Immissionsschutz umfassen. Der Ratgeber Anlagensicherheit Online [www.ratgeber-anlagensicherheit.de] unterstützt wirkungsvoll die Erreichung wesentlicher damit im Zusammenhang stehender Zielstellungen und Maßahmen wie
• Ermittlung und Beurteilung der Gefahren und Risiken von Anlagen
• Festlegen von Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und der Umwelt
• Verhinderung von Störfällen und Begrenzung von Störfallauswirkungen
• Gewährleistung der Geräte- und Produktsicherheit bezogen auf Produkte und Leistungen des Betriebes
• Ganzheitliche Betrachtung der Sicherheitsaspekte bei Planung, Errichtung, Betrieb, Beseitigung und Sanierung von Anlagen
• Erstellung eines prozessorientierten Managementsystems
• Erfüllung der Anforderungen aus dem Leitbild „Nachhaltige Entwicklung")

www.bmu.de/anlagensicherheit/kurzinfo/doc/4011.php

www.kas-bmu.de

Anlassverfahren

Starting Methods (sind Methoden, die in elektrischen Antrieben dazu dienen, während des Anlaufs den Anlaufstrom der Elektromotoren zur Schonung des Netzes zu reduzieren, d.h. um in schwachen Netzen unliebsame Spanungseinbrüche und dadurch bedingte unerwünschte Auswirkungen auf andere Verbraucher zu vermeiden oder Drehmomentstöße von den angetriebenen Mechanismen und Maschinen fernzuhalten oder auch, um das Hochfahren eines Antriebs speziellen technologischen Erfordernissen anzupassen. Je nach Art und Leistung des Motors sowie den jeweils gegebenen Netz- und Lastverhältnissen kommen verschiedene technische Hilfsmittel wie Stern-Dreieck-Schalter, Anlasswiderstände, Anlassdrosseln, Anlasstransformatoren, Anlaufkondensatoren, Anlaufkupplungen, Anwurfmotoren, Sanftanlaufgeräte, und Anlassschaltungen mit Frequenzumrichtern zur Anwendung. Einzelheiten siehe folgende Websites)

http://literature.rockwellautomation.com/idc/groups/literature/documents/wp/icg-wp002_-de-p.pdf

http://wiki.verkata.com/de/wiki/Anlassverfahren

de.wikipedia.org/wiki/Anlassverfahren

Anlaufsperre

→ Start Interlock (Einrichtung, die eine BWS veranlasst, in den Verriegelungszustand zu gehen, wenn die Stromversorgung der BWS eingeschaltet oder unterbrochen und wieder eingeschaltet wird)

http://schmersal.com > Glossar

A-Normen

→ Typ A-Standards / Basic Safety Standards / Basic Safety Publications (Typ A-Normen sind europäische Sicherheits-Grundnormen, die in der Maschinenrichtlinie gelistet sind. Sie enthalten Grundbegriffe, Technische Leitsätze und allgemeine Aspekte wie die DIN EN ISO 12100 bzw. allgemein gültige Methoden wie die Risikobeurteilung nach DIN EN ISO 14121, die grundsätzlich für alle Maschinen gelten)

www.arbeitssicherheit.leuze.de/a/a_06.html

ANP

Ausschuss Normenpraxis (im DIN. Wichtigstes Forum für den Erfahrungsaustausch alle an der Normung interessierten Kreise)

www.anp.din.de

Anpassung

Adaption / Adjustment / Matching (bezeichnet aus allgemeiner Sicht, z.B. nach Schubert/Klein, eine aktive oder passive Leistung, die auf Übereinstimmung oder Anschlussfähigkeit mit vorgegebenen Größen, Formen, Normen, Strukturen oder Tatsachen zielt. Anpassungsprozesse können dabei individuell begründet sein oder auch sozialen, politischen oder wirtschaftlich-technischen Erfordernissen folgen. Speziell zu den Fragen der Anpassung elektrischer Größen wie Leistungsanpassung, Spannungsanpassung, Stromanpassung, Impedanzanpassung siehe folgende Website)

http://de.wikipedia.org/wiki/Anpassung_(Elektrotechnik)

Anregelzeit

→ Control Rise Time (siehe Regelgüte)

Antriebstechnik

Drive Technology / Drive Engineering (elektrische Antriebssysteme sind Einrichtungen zur elektromechanischen Energieumwandlung, die unter Nutzung von Elektromotoren und anderen antriebsspezifischen Betriebsmitteln [Umrichter, Getriebe, Kupplungen, Bremsen, Sensoren sowie Steuerungs- und Regeleinrichtungen] dazu dienen, in informationstechnischen und feinmechanischen Geräten, Elektrowerkzeugen und Konsumgütern, in Aggregaten der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik, bei Produktions- und Hilfseinrichtungen in den verschiedenen Zweigen der Fertigungsindustrie und der Verfahrenstechnik, bei elektrifizierten Transportmitteln im Verkehrswesen und bei Anwendungen in vielen anderen Bereichenden den für die jeweilige Aufgabenstellung erforderlichen Bewegungsablauf zu realisieren. Dabei werden Leistungen von einigen µW bis zu 100 MW in einer Einheit, Drehzahlen von einigen Umdrehungen in der Stunde bis zu mehreren hunderttausend je Minute und Drehzahlstellbereiche von 1:10 000 ohne Getriebumschaltung beherrscht. Etwa die Hälfte der erzeugten Elektroenergie wird in Elektroantrieben umgesetzt. Besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang der Einsatz von Energiesparmotoren sowie die Anwendung verlustarmer Drehzahlstellverfahren. Bezüglich der grundsätzlichen Aufbautechnik siehe Zentrale Antriebstechnik und Dezentrale Antriebstechnik)

www.eas.e-technik.uni-erlangen.de/Aktuelles/Ringvorlesung_EEI.pdf

www.elektromotoren.de/Lexikon.html

www.schaltungsbuch.de

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