Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Akkreditierung

Accredition (Beglaubigung, Bestätigung, Legitimierung, Zulassung. Abgeleitet vom lateinischen "accredere" = Glauben schenken, beschreibt der Begriff "Akkreditierung" in den verschiedensten Bereichen den Sachverhalt, dass eine allgemein anerkannte Instanz einer anderen die Befähigung zur Erfüllung spezifizierter Eigenschaften bescheinigt. In technischen Bereichen beispielsweise ist Akkreditierung eine Aktion, durch die eine autorisierte Stelle [Akkreditierungsstelle] die Kompetenz eines Prüf- oder Kalibrierlaboratoriums oder einer Zertifizierungsstelle formell anerkennt. Das heißt, dass diese Einrichtung in der Lage ist, definierte Aufgaben anforderungsgerecht auszuführen. Grundlage der Akkreditierung sind die Normen der Reihe DIN EN ISO/IEC 17025. Die Aufgaben und Befugnisse der Akkreditierungsstelle regelt das Akkreditierungsstellengesetz [AkkStelleG] )

http://bundesrecht.juris.de/akkstelleg/index.html

www.dakks.de/was_ist_eine_akkreditierung

http://de.wikipedia.org/wiki/Akkreditierung

www.tga-gmbh.de

www.dar.bam.de

Aktive Netzfilter

Active Power Filters (Netzentstörfilter auf informations- und leistungselektronischer Basis, der die von einem nachgeschalteten Verbraucher generierten Oberschwingungen analysiert und dann gegenphasig das gleiche Oberschwingungsspektrum in die Installation injiziert. Die Oberschwingungsströme werden dadurch am Anschlusspunkt neutralisiert, d.h. sie können nicht mehr auf andere Verbraucher oder das Versorgungsnetz einwirken. Auf diese Weise gelingen Blindleistungskompensation und die Neutralisierung von Verbraucher-Netzrückwirkungen. Aktive Netzfilter sind für die Niederspannungsebene mit Kompensationsströmen von 30 A bis 450 A verfügbar)

www.ewh.ieee.org/r8/ukri/pels/PQ-APF-P4.pdf

www.tit.at/frameset.asp?file=filter-saf.htm

www.tit.at/filter-gesamt.htm

Aktive Sicherheit

(1. Begriff aus der Kfz-Technik. Betrifft alles, was seitens der Automobilhersteller zur Unfallverhütung im Fahrzeug und drum herum erdacht wurde.

2. Begriff aus der Sicherheitstechnologie für kritische IT-Infrastrukturen. Das Ziel ist hier der präventive Schutz vor Angriffen aus dem Internet, das Entdecken und Melden von Viren, Trojanern, Würmern und Hackerangriffen sowie eine adäquate Reaktion)

www.invent-online.de/downloads/VAS-handout-D.pdf

www.flat4.de/sicher.htm

Aktive Teile

→ Live Parts (in der Elektrotechnik sind dies Leiter und leitfähige Teile von Betriebsmitteln, die unter normalen Betriebsbedingungen gegen Erde unter Spannung stehen)

Aktiver Funktionsfehler
Aktivit?tsdiagramm

→ Activity Diagram (in Verbindung mit der UML verwendete Diagrammart zur Darstellung von Abläufen. Petri-Netz-ähnlich)

http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/43034

Aktuatoren / Aktoren

Actuators (sind Stellglieder, wie Stellmotoren, Schaltkupplungen, Magnetventile, Leistungsschalter u.Ä., zum Eingreifen in den Prozess, d.h. zur Nutzung von Informationen für die Beeinflussung von Stoff- oder Energieströmen in einem gesteuerten Objekt. Es gibt sie für rotatorische und translatorische Bewegungsformen, die auf elektromechanischer, piezoelektrischer oder magnetostriktiver Basis oder ggfs. auch noch nach einem anderen physikalischen Prinzip arbeiten)

www.ifs.rwth-aachen.de/files/v2_aktuatoren_deutsch.pdf

http://de.nanotec.com/linearaktuatoren.html

ALA

Association for Laboratory Automation → Gesellschaft für Laborautomation (weltweite virtuelle Organisation, die das Ziel hat, Wissenschaft und Ausbildung auf dem Gebiet der Laborautomation voranzutreiben, um insbesondere durch den Einsatz von Robotern und Verfahren der künstlichen Intelligenz zu höherer Effizienz und Qualität in der Laborarbeit zu kommen)

http://labautomation.org

Alarm

Alarm (vereinbartes, akustisches oder optisches, manuell oder selbsttätig ausgelöstes Signal mit dem eine bestimmte Zielgruppe wie Maschinenbediener, Anlagenfahrer, Leitstandpersonal, die Belegschaft einer Firma, Rettungsmannschaften, Feuerwehr, Polizei oder die gesamte Bevölkerung auf ein bestimmtes unerwünschtes, in der Regel gefährliches Ereignis aufmerksam gemacht wird, um darauf in vorbedachter Weise möglichst professionell schadenbegrenzend zu reagieren)

http://de.wikipedia.org/wiki/Alarm

Alarmmanagement

Alarm Management (Anwendung von Management-Grundsätzen zur optimalen Beherrschung von Alarmierungssituationen. Das heißt insbesondere, dass die für einen Alarm zuständigen Personen oder Institutionen eindeutig, rechtzeitig und verlässlich informiert werden, dass für den Einzelnen keine irritierenden Alarmüberflutungen auftreten und jeder eindeutig weis, was er im Alarmfall zu tun hat)

www.namur.de/fileadmin/media/Pressespiegel/atp/atp_02_2008_Alarmmanagement.pdf

http://vds.de/fileadmin/vds_publikationen/vds_2556_web.pdf

de.wikipedia.org/wiki/Alarmmanagement

ALARP

As Low As Reasonable Possible/Practicable → so niedrig wie vernünftiger Weise möglich/machbar (Begriff aus dem Bereich des Risikomanagements)

http://winf5.in.tu-clausthal.de/winf/ss05/UP/UP4.pdf

Algorithmus

Algorithm (nach DIN 19226: vollständig festgelegte endliche Folge von Vorschriften, nach denen aus zulässigen Eingangsgrößen eines Systems gewünschte Ausgangsgrößen erzeugt werden. Er beschreibt, wie etwas zu tun ist. Um im Sinne der Mathematik als Algorithmus zu gelten, muss ein Verfahren mindestens den folgenden Ansprüchen genügen.

  • Diskretheit → Discreteness. Das heißt, ein Algorithmus besteht aus einer endlichen Folge von Schritten.
  • Determiniertheit →  Determinacy. Unter gleichen Startbedingungen erzeugt er stets dasselbe Endergebnis.
  • Eindeutigkeit → Clearness. Das heißt, die Reihenfolge der Schritte ist eindeutig festgelegt.
  • Endlichkeit → Finitiness. Das heißt, er endet nach endlich vielen Schritten.

Mengentheoretisch betrachtet ist ein Algorithmus eindeutig bestimmt durch eine Menge von Größen [Eingangs-, Zwischen- und Ausgangsgrößen], eine Menge von Elementaroperationen sowie durch eine Vorschrift, die angibt, in welcher Reihenfolge welche Operationen wann auszuführen sind. Aus funktionaler Sicht überführt er eine Menge von Eingangsgrößen [Eingabemenge] in eine Menge von Ausgangsgrößen [Ausgabemenge]. Seine Darstellung kann textuell in einer natürlichen oder künstlichen formalen Sprache oder mittels grafischer Darstellungen [Graph, Programmablaufplan, Struktogramm, Petri-Netze u.Ä.] erfolgen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Algorithmus

ALT

Accelerated Lifetime Test → Beschleunigter Lebensdauertest (von Produkten. Der Test erfolgt in der Regel bei hohen oder tiefen Temperaturen oder bei Beaufschlagung des Prüfobjekts mit einer Temperaturrampe, mit temperaturwechseln oder mit Vibrations- oder Schockbeanspruchungen. Erzielbare Beschleunigungsfaktoren liegen zwischen 3 und 20)

AMA ? Fachverband f?r Sensorik e. V.

(1980 als "Arbeitsgemeinschaft Messwertaufnehmer" [AMA] gegründet. Heute ca. 450 Mitglieder aus Industrie und Forschung. AMA versteht sich als Interessenvertretung all derer, die sich im Verlauf der Wertschöpfungskette mit technischen Messsystemen [messend oder schaltend] für unterschiedlichste Anwendungen befassen. Da jedes moderne Messsystem eine Anwendung der Mikrosystemtechnik darstellt, ist der AMA Fachverband als Branchenvertreter der Sensorik gleichzeitig einer der wichtigsten Repräsentanten der Mikrosystemtechnik)

www.ama-sensorik.de

AML

AutomationML Automation Markup Language

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