Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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Admin

Administrator → Verwalter (im Zusammenhang mit technischen Systemen der Systemadministrator bzw. Systemverwalter, der z.B. die IT-Infrastruktur eines Unternehmens betreut, d.h. sich um die Belange der Sytemnutzer, um die Systemverfügbarkeit und -sicherheit kümmert. Er ist berechtigt auf alle Systemfunktionen und -einstellungen zuzugreifen und diese im Bedarfsfall auch zu verändern)

de.wikipedia.org/wiki/Systemadministrator

APM
AS-i SaW

AS-Interface Safety at Work (Sicheres Bussystem auf Basis des offenen Standards AS-International EN 50295 [SIL 3 nach DIN EN 61508 erreichbar]. Konzept, das die Integration von sicherheitsgerichteten Komponenten in ein AS-Interface Netz ermöglicht. Das heißt, Sicherheitskomponenten wie NOT-HALT, Sicherheitsschalter, Zuhaltungen oder Sicherheitslichtvorhänge lassen sich einfach über die AS-Interface Profilleitung miteinander vernetzten. Das bedeutet ferner, nur eine Busleitung ist für die Übertragung von sicheren und nicht sicheren Daten erforderlich)

www.kleissler-online.de/Siemens%20Schulungsunterlagen/D13_CPU315F_AS-I-Monitor.pdf

www.schmersal.com/kasbase/bilddata/broschue/b_as8p01.pdf

http://as-interface.net/DE/System/Safety/Description

Anerkannte Regeln der Technik

→ Recognized/Acknowledged Rules of Technology (sind theoretisch richtige technische Regeln bzw. Festlegungen, die sich in der Praxis bewährt haben. Sie müssen von der Mehrheit der für ihre Anwendung in Betracht kommenden Fachleute anerkannt und mit Erfolg praktiziert worden sein. Bei den Europäischen Normen EN und den DIN-Normen kann vermutet werden, dass sie den anerkannten Regeln der Technik entsprechen)

ACC

American Control Conference (Bedeutende, jährlich stattfindende, vom AACC und acht anderen amerikanischen Organisationen gesponserte Konferenz zu wissenschaftlichen und praktischen Fragen der Steuerungstechnik und Regelungstechnik)

http://a2c2.org/content/aacc-conferences-congresses-workshops-and-symposia

Account

→ Konto (Persönlicher Zugang zu einem Online-Service, der zum Schutz vor Missbrauch in der Regel nur mit einem Benutzernamen in Verbindung mit einem Passwort in Anspruch genommen werden kann)

ACM ? German Chapter

→ Association for Computing Machinery - Deutsche Gruppe

www.informatik.org

ADU
Akkreditierungsstelle

→ Accreditation Authority (autorisierte Stelle, die Akkreditierungen durchführt. Grundlage der Akkreditierung sind die Normen der Reihe DIN EN ISO/IEC 17025. Die Aufgaben und Befugnisse der Akkreditierungsstelle regelt das Akkreditierungsstellengesetz [AkkStelleG])

www.dar.bam.de/ast/index.html

Alarmanlagen

→ Alarm Systems (sind technische, in der Regel elektronisch betriebene Einrichtungen, die dem Objekt- und Personenschutz dienen. Eine Alarmanlage soll durch Abschreckung Einbrüchen, Diebstählen und Überfällen vorbeugen, im Notfall hilfeleistende Dienste [Werkschutz, Polizei, Sicherheitsdienst etc.] herbeirufen, die Aktionszeit von unbefugten Eindringlingen minimieren und die unmittelbare Umgebung sowie anwesende Personen warnen. Die Alarmauslösung erfolgt durch automatische, manuell oder mechanisch betätigte Melder, die über Kabel [Drahtalarmanlagen] oder Funk [Funkalarmanlagen] mit der zentralen Einheit der Alarmanlage verbunden sind. Von dort aus wird je nach Art des zu überwachenden Objekts und der verfolgten Schutzzielstellungen ein stiller, ein akustischer oder ein optischer Alarm ausgelöst, werden hilfeleistende Stellen über Funk oder das Festnetz alarmiert, Videoaufzeichnungen an Brennpunkten gestartet sowie die Aufzeichnung aller Daten der störrelevanten Ereignisse veranlasst) 

www.sicherheitstechnik-shop.de/faq/alarmanlagefaq.htm

de.wikipedia.org/wiki/Alarmanlage

Alternierende Pulsmodulation

→ Alternating Puls Modulation / APM (Modulationsverfahren zur gleichstromfreien und störstrahlungsarmen seriellen Datenübertragung im Basisband. Genutzt im AS-Interface. Funktionsweise siehe folgende Website)

http://as-interface.net/academy/content/specials/glossary/frameset.de.html

Amplitudenmodulation

→ Amplitude Modulation (Modulationsverfahren, bei dem der Amplitude eines hochfrequenten Trägersignals ein niederfrequentes Nutzsignal aufgeprägt wird) 

de.wikipedia.org/wiki/Amplitudenmodulation

www.elektroniktutor.de/signale/am.html

Anlassdrosseln

→ Starting Reactors (sind induktive Wechselstromwiderstände zur Begrenzung des Anlaufstroms von Wechsel- und Drehstrommotoren. Sie werden beim Anlassen in die Ständerzuleitungen des Motors eingeschaltet, begrenzen den Anlaufstrom auf etwa den dreifachen Wert des Motornennstroms und werden nach Hochlauf des Motors durch ein Schütz überbrückt. Sie sind für Kurzzeitbetrieb ausgelegt und ggfs. für mehrstufiges Anlassen mit Anzapfungen versehen.) 

www.getra.de/H01.pdf

www.getra.de/H04.pdf

Anlassschwere

→ Starting duty / Starting Load (Die Anlassschwere f charakterisiert in der elektrischen Antriebstechnik die Belastungsverhältnisse des Motors während des Anlassens. Sie wird der Anlasserdimensionierung zugrunde gelegt und ist definiert als 

• Verhältnis des mittleren Motor-Anlassmoments MM zum Motor-Nennmoment MN : f = MM /MN oder als
• Verhältnis des mittleren Motor-Anlassstroms IM zum Motor-Nennstrom IN : f = IM /IN oder auch als
• Verhältnis des maximalen Motor-Anlaufmoments MMax zum Motor-Nennmoment MN : f = MMax /MN .
Für die vier möglichen Kategorien der Anlassschwere eines Antriebs gelten folgende Richtwerte:
Halblastanlauf → Semi-load Start: f = 0,7
Nennlastanlauf → Rated load Start: f = 1
Volllastanlauf → Full-load Start: f = 1,4
Schweranlauf → Heavy Duty Start: f = 2)

www.mks-anlasser.de/files/afa-anlasserbeschreibung_de.pdf

de.wikipedia.org/wiki/Anlassschwere

 

Anlasstransformatoren

→ Starting Transformers (Anlasstransformatoren sind eine Sonderform von Spartransformatoren, die in schwachen Netzen oder am Ende langer Stichleitungen bei mittleren und großen Drehstrom-Kurzschlussläufermotoren [bis zu 25 MW Nennleistung] als Anlasshilfe für den Teilspannungsanlauf genutzt werden, um den Anlaufstrom des Motors zu vermindern und die Netzrückwirkungen während des Anlaufs in Grenzen zu halten. Ein bekanntes Verfahren ist der Teilspannungsanlauf nach der sogenannten 3-Schalter-Methode. Dabei versorgt ein Spartransformator den Motor in einer ersten Startstufe mit einer reduzierten Spannung. Nach kurzer Zeit [Sekundenbereich], wenn der Motor etwa 80% bis 90% seiner Betriebsdrehzahl erreicht hat, werden Teilwicklungen des Spartransformators als Drossel vor dem Motor geschaltet und anschließend, nach erfolgtem Hochlauf der Motor schließlich ans Netz gelegt. Schaltbilder siehe folgende Website)

www.mocotech.de/cms/fileadmin/user_upload/PDFs/408_KAE_Produktb_D.pdf

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