Kurzmeldungen
08.11.2019

ZVEI: Elektroindustrie verbucht im September 3,9 % weniger Aufträge

Wie der ZVEI mitteilt, lagen die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie im September 2019 um 3,9 % unter ihrem Vorjahreswert: Während die Inlandsbestellungen um 9,7 % gefallen sind, legten die Aufträge aus dem Ausland um 0,5 % zu. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres gaben die Auftragseingänge damit um 1,9 % nach.

Kunden aus dem Euroraum orderten im September nach ZVEI-Angaben 5,6 % weniger als im Vorjahr, Partner aus Drittländern dagegen 3,8 % mehr. In den ersten drei Quartalen 2019 gingen Inlands- und Auslandsaufträge gleichermaßen stark zurück: Kunden aus der Eurozone orderten 4 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und jene aus Drittländern 0,6 % weniger. 

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Branche gab im September 2019 um 1,4 % gegenüber Vorjahr nach. „Dabei hatte der Monat einen Arbeitstag mehr als 2018“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. „Andernfalls wäre der Rückgang wohl höher ausgefallen.“ Auch im Gesamtzeitraum von Januar bis September musste die Elektroindustrie ein Minus in der Herstellung hinnehmen. Es belief sich auf 3,6 % gegenüber Vorjahr. Die Kapazitätsauslastung fiel zu Beginn des vierten Quartals um 0,6 Prozentpunkte auf jetzt 83,6 % der betriebsüblichen Vollauslastung.

Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie legte im September 2019 leicht um 1,5 % gegenüber Vorjahr auf 16,9 Mrd. € zu. Hier stiegen die Erlöse im Inland (+2,5 % auf 7,9 Mrd. €) etwas stärker als die Auslandserlöse (+0,8 % auf 9,0 Mrd. €). Das Geschäft mit der Eurozone gab um 5,4 % auf 3,2 Mrd. € nach, mit Drittländern zog es um 4,4 % auf 5,8 Mrd. € an. Nach den ersten drei Quartalen liegt der aggregierte Branchenumsatz mit 142,5 Mrd. € jetzt knapp auf Vorjahresniveau. Inlands- und Auslandsumsatz entwickelten sich ähnlich (-0,7 % auf 66,9 Mrd. € bzw. - 0,3% auf 75,6 Mrd. €). Während die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum zwischen Januar und September stagnierten (+0,1 % auf 27,8 Mrd. €), gab der Umsatz aus Geschäften mit Drittländern leicht um 0,6 % gegenüber Vorjahr auf 47,8 Mrd. € nach. 

„Zwar hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie im Oktober etwas erholt“, so Dr. Gontermann. „Trotzdem lässt sich alles in allem derzeit weiter keine Trendwende hin zu einer nachhaltigen Aufwärtsentwicklung erkennen.“

www.zvei.org

 

 

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