2018
02.01.2018

Weidmüller erwartet 2017 Rekordumsatz von 730 Mio. €

Auf ihrem Jahresabschlussgespräch in Detmold gab die Weidmüller-Gruppe im Dezember bekannt, dass sie das Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich mit einem Rekordumsatz von 730 Mio. € abschließen wird. Dabei werden Innovationen im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung als bedeutende Wachstumstreiber in einem guten weltweiten Marktumfeld angegeben.

Der Vorstand der Weidmüller-Gruppe (v.l.): Elke Eckstein, Vorstand Operations und Chief Digital Officer, Vorstandssprecher Jörg Timmermann und Vertriebsvorstands José Carlos Álvarez Tobar (Bild: Weidmüller)

„Vor allem die Investitionen in unser neues Automatisierungsportfolio und Lösungen für die Digitalisierung beginnen sich mit neuen Produkten und Geschäftsfeldern auszuzahlen“, erklärt Weidmüller-Vorstandssprecher Jörg Timmermann. Mit dem Rückkauf der Vertriebsgesellschaften in den USA, Kanada und Mexiko sowie der Gründung eines neuen Gruppenunternehmens in Indien hat das Unternehmen zudem die Weichen für weiteres internationales Wachstum gestellt. „Wir sind sehr zuversichtlich, den eingeschlagenen Wachstumspfad auch nächstes Jahr weiter zu beschreiten“, so J. Timmermann weiter. Den finalen Jahresabschluss wird Weidmüller wie in den vergangenen Jahren auf der Hannover Messe im kommenden April präsentieren.

Die Wachstumstreiber

Einen immer größeren Anteil am Umsatz nehmen innovative Produkten und Lösungen für die Automatisierung und Digitalisierung ein. Als Treiber wird hier vor allem die neue Division Automation Products & Solutions genannt, die mehr als 50 % ihres Umsatzes mit Angeboten erzielt, die in den letzten fünf Jahren entstanden sind. Als Beleg dafür wird das 25%ige Umsatzwachstum der Division im Vergleich zum Vorjahr angegeben. „Mit unserer Industrial-Analytics-Lösung zur Datenanalyse, dem Automatisierungsportfolio ‚U-Mation‘ oder unseren Services zur Planung von Schaltschränken und im Bereich Geräteanschlusstechnik sind wir bei wichtigen Trendthemen sehr gut aufgestellt. Das zeigt auch das sehr positive Feedback auf der SPS IPC Drives 2017 Ende November in Nürnberg", verdeutlicht Weidmüller-Vertriebsvorstands José Carlos Álvarez Tobar. „Wir verstehen uns immer mehr als Partner unserer Kunden bei der Umsetzung der digitalen Transformation und bieten innovative Lösungen zur Realisierung neuer datengetriebener Geschäftsmodelle“, ergänzt Elke Eckstein, Vorstand Operations und Chief Digital Officer der Weidmüller-Gruppe.

Investitionen und Kooperationen

Das Unternehmen investiert in seinen Standort in Detmold sowie den Bau eines neuen Gebäudes in Paderborn. Durch den Neubau soll die Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Forschungslandschaft im Bereich der Softwareentwicklung, Softwarequalität und IT-Sicherheit gefördert werden. Profitieren soll davon ab 2020 die dort ansässige Division Automation Products & Solutions im Zuge ihrer Entwicklung neuer Produkte und Lösungen. Neben dem Customer & Technology Center (CTC) in Detmold (Fertigstellung für 2018 geplant) stärkt Weidmüller darüber hinaus die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Lemgo und möchte künftig die Stärke der Clusterregion OWL im Bereich Digitalisierung noch intensiver nutzen. „Dieses Know-how wollen wir gemeinsam weiter ausbauen, mit der Entwicklungsarbeit in unseren Divisionen verknüpfen und so langfristig unsere Innovationskraft stärken“, verdeutlicht J. Timmermann.

Durch die intensive Beschäftigung mit den Veränderungen durch die digitale Transformation auf Produktion und Arbeitswelt will das Unternehmen auch zur Standortsicherung in OWL beitragen: Die Mitarbeiter werden gezielt in den Technologien und Anwendungen von morgen geschult. So werden sie fit gemacht für die Arbeit in der Smart Factory und den Vertrieb von Digitalisierungslösungen. „Dafür arbeiten wir eng mit dem Betriebsrat beim Thema ‚Zukünftiges Arbeiten‘ zusammen. Für das Ende des Jahres haben wir unternehmensweit insgesamt sieben Projekte gestartet, um die digitale Transformation auch bei uns im Unternehmen voran zu treiben“, erklärt E. Eckstein, die als Chief Digital Officer die Digitalisierungsinitiativen bei Weidmüller verantwortet. „Unseren Mitarbeitern veranschaulichen wir dabei anhand alltäglicher Arbeitssituationen die Vorteile der Digitalisierung und nehmen sie so auf dem eingeschlagenen Weg mit. Sie können im Dialog ihr Wissen einbringen und den Veränderungsprozess aktiv mitgestalten.“

Übernahme in Nordamerika und Expansion in Asien

Um weltweit noch besser in Wachstumsmärkten präsent zu sein, wurden die Unternehmen der W Interconnections Group in den USA, Kanada und Mexiko von Rockwell Automation, Inc., erworben. Damit sollen die globale Präsenz und Kundennähe des Unternehmens als internationaler Marktführer bei industriellen Anschlussmöglichkeiten und Industrieautomation in einem schnell wachsenden Bereich gestärkt werden. Zugleich unterstützt sie die Wachstumsstrategie im Hinblick auf industrielle Anschlussmöglichkeiten, Kommunikation und Digitalisierung. „Mit den neuen Gruppenunternehmen bieten wir gerade für international tätige Schlüsselkunden zusätzlichen Mehrwert in einer wichtigen Region“, erklärt J. C. Álvarez Tobar. Auch im asiatischen Markt verbessert Weidmüller durch die Gründung eines Gruppenunternehmens in Indien und einer Vertriebsgesellschaft in Taiwan seine Präsenz. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe nach der Übernahme knapp 4.700 Mitarbeiter weltweit – ungefähr 1.800 am Standort in Detmold.

Ausblick für 2018

Für das nächste Geschäftsjahr fällt die Prognose insgesamt zuversichtlich aus: Sowohl der Branchenverband Zentralverband der Elektroindustrie (ZVEI) wie auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) gehen von einem Wachstum von 4 % aus. „Im Moment erwarten wir, dass sich der gute Trend in einem hervorragenden Marktumfeld auch nächstes Jahr weiter fortsetzen wird. Mit unserer Aufstellung und unserem Portfolio sind wir gut für die Anforderungen aufgestellt“, erklärt J. Timmermann. Eine genaue Prognose gestalte sich insbesondere aufgrund von Unwägbarkeiten durch die Handels- und Wirtschaftspolitik der USA, die Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen sowie die politische Entwicklung weltweit schwierig.

www.weidmueller.de

 

 

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

» Weiterlesen ...

Normen

DIN-VDE-Normen einfach online nutzen

Normen aus dem VDE VERLAG

» Mehr Informationen ...

Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 15.10.2019