Industrie 4.0
15.12.2017

Von der Projektierung bis zum fertigen Produkt

In der industriellen Zukunft werden Bestell- und Produktionsprozesse mehr und mehr digitalisiert und automatisiert. Das Ziel: Durchgängigkeit und Datentransparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um so Kosten und Zeiten zu senken und unnötigen Mehraufwand zu vermeiden. Zur Unterstützung dieser horizontalen Integration bietet Wago mit Smartdata-Engineering eine Lösung, die den Anwender von der Planung und Projektierung über das Engineering bis hin zur Prüfung und Inbetriebnahme unterstützt.

Wago liefert dem Kunden mit Smartdata durchgängig alle Daten, Software-Tools und Schnittstellen, die er entlang seiner Prozesse benötigt

Während in Zeiten von Industrie 4.0 die Komplexität und Individualisierung der Produkte zunimmt und fachliche Kompetenz gefragt ist, steigt auch der Kostendruck – Unternehmen befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen gut und günstig. Wie wettbewerbsfähig ein Unternehmen letztendlich ist, entscheidet neben der Expertise der Mitarbeiter, den Eigenschaften der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen, vor allem die Effektivität und Effizienz der Produktionsprozesse. Um seine Kunden auf dem Weg zu mehr Effizienz zu unterstützen, bietet Wago mit Smartdata-Engineering daher eine Vielzahl an Daten und Services rund um individuelle Produkte und Lösungen. Das ermöglicht eine durchgängige Datenhaltung und verhindert Systembrüche in unterschiedlichen Gewerken, die zu Iterationen und damit zu einem deutlichen Mehraufwand führen können.

Lösung aus einem Guss

Hier gilt es, bereits bei der elektrotechnischen Planung und Projektierung anzusetzen: Muss der Fachplaner etwa Daten unterschiedlichster Planungstools importieren, weil es erforderlich ist, Kundenprojektdaten, wie Schaltpläne oder Komponentenlisten, zu übernehmen, unterstützt Wago ihn mit dem Engineeringtool Smartdesigner dabei. Das Programm verfügt über Schnittstellen zu verschiedenen CAE-Tools – beispielsweise Eplan und WSCAD – und ermöglicht so die einfache Übernahme bestehender elektrotechnischer Planungsstände. Als Webanwendung ist die Software außerdem bequem per Browser über das Internet erreichbar, ohne in die eigene IT eingebunden werden zu müssen – das spart Zeit und Kosten und ist vor allem dann von Vorteil, wenn die hauseigene IT an einen externen Dienstleister ausgelagert ist, der die Neuinstallation oder das Update einer Software berechnet zudem entfällt jegliche Versionierungsproblematik. Durch Anlagen eines eigenen Kontos können Planungsstände zudem verwaltet und wiederverwendet werden.

Werden elektromechanische Komponenten und Automatisierungssysteme von Wago genutzt, unterstützt die direkte Verknüpfung zwischen Smartdesigner und dem Wago-Onlinekatalog den Projektierer. Hier stehen jederzeit die aktuellsten Artikeldaten in Form von Datenblättern, Produktfotos sowie Downloads von CAE- und CAD-Daten zur Verfügung.

Direkter Anschluss an den Onlineshop

Ist zum Beispiel die Tragschiene konfiguriert, wird sie automatisch durch den Smartdesigner überprüft. Dieser weist bei der Nutzung von Reihenklemmen beispielsweise darauf hin, dass eine Abschlussplatte gesetzt werden muss, um zu vermeiden, dass stromführende Teile einander berühren. Werden Steuerungen geplant, wird unter anderen der Anlaufstrom errechnet, um eine bedarfsgerechte Stromversorgung zu bestimmen. Ist die Planung abgeschlossen, können die gewünschten Produkte, wie auch die komplette vorkonfektionierte Tragschiene, über den Onlineshop bestellt werden. Sie werden individuell für den Kunden angefertigt und zugesandt.

Nach einer logischen Prüfung im Smartdesigner können die einmal erarbeiteten Daten zur weiteren Nutzung oder für ein erneutes Review vollständig in 3D dargestellt und dokumentiert werden. Auch Stücklisten und Fotos der verwendeten Produkte oder Beschriftungsdaten, die später im Schaltschrank verbaut werden, können erstellt und gedruckt werden – beispielsweise für die Reihenklemmen.

Horizontal integriert

Sind auf der Tragschiene intelligente Komponenten geplant, ist eine einfache Übergabe der Daten vom Smartdesigner zum Engineering-Tool "e!COCKPIT" möglich. Für die Programmierung der gesamten Komponenten bietet Wago mit "e!COCKPIT" ein Engineering-Tool, das sich explizit den Themen Benutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienung verschrieben hat. "e!COCKPIT" unterstützt alle Herstellungsschritte von der Hardwarekonfiguration und Programmierung über die Simulation und Visualisierung bis zur Inbetriebnahme der Schaltanlage. Um Anwendern kostbare Zeit bei der Einarbeitung in das "e!COCKPIT" zu sparen, gleicht die Benutzeroberfläche aktuellen Office-Programmen. Damit der Anwender die Übersicht über sein Projekt auch dann behält, wenn die Komplexität zunimmt, ist die Menügestaltung der Bedienoberfläche kontextsensitiv gelöst. Das heißt, es werden lediglich die Menüpunkte und Funktionen dargestellt, die sich im aktuellen Status quo der Projektierung oder Bedienung ausführen lassen. Komponenten können dann per Drag-and-drop im Hauptbereich der Bedienoberfläche platziert und virtuell miteinander verbunden werden. Fehlverbindungen werden dadurch von vornherein ausgeschlossen, anstatt zu einem späteren Zeitpunkt aufwendig identifiziert und behoben werden zu müssen. Da im "e!COCKPIT" gleichzeitig mehrere Controller konfiguriert und programmiert werden können, ist auch eine Simulation und ein Durchlaufen von verschiedenen Testszenarien der geplanten Anlage möglich.

Während der Smartdesigner als Onlineprojektierungstool die Schnittstelle zur Elektroplanung gewährleistet, den gesamten Projektierungs- und Bestellprozess beschleunigt und zusätzlich optimale Möglichkeiten für die Dokumentation bietet, gewährleistet die Schnittstelle zum Engineeringtool "e!COCKPIT" die durchgängige Weitergabe der Planungsdaten zur weiteren Konfiguration und Programmierung der Automatisierungskomponenten. Schließlich ist es im modernen Maschinen- und Anlagenbau entscheidend, komplexe Maschinenfunktionen schnell und sicher zu realisieren.

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 18.07.2019