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20.06.2009

VDMA: Iran hat strategische Bedeutung für den deutschen Maschinenbau

Industrieinvestitionen bis in den zweistelligen Milliardenbereich pro Jahr sind nötig und möglich im Iran, wenn die politischen Probleme gelöst werden können...

Industrieinvestitionen bis in den zweistelligen Milliardenbereich pro Jahr sind nötig und möglich im Iran, wenn die politischen Probleme gelöst werden können. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erläuterte der VDMA die Bedeutung des Irans für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. "Der Iran hat strategische Bedeutung für den deutschen Maschinenbau", so Klaus Friedrich von der Außenwirtschaftsabteilung des VDMA. "Sollte das Land auf seinen alten Wachstumspfad (aus der Zeit bis 2005) zurückkehren können, kann der deutsche Maschinenbau binnen zwei, drei Jahre über die Marke von 2 Mrd. € Ausfuhrwert jährlich kommen". Der Iran läge dann auf vergleichbarer Ebene mit Wachstumsmärkten wie Brasilien, Ungarn oder auch die Türkei.

Über die aktuellen Risiken macht sich der VDMA keine Illusionen. "Wenn durch innenpolitische Machtkämpfe die Investitionsbereitschaft iranischer Unternehmen einbricht, kann das den Maschinenexport durchaus um eine halbe Milliarde € schrumpfen lassen", schätzt VDMA-Fachmann K. Friedrich. Im Moment sei das allerdings unwichtig, Priorität habe jetzt die Lösung der politischen Fragen und Probleme im Iran.

Die Weltwirtschaftskrise treibt verstärkt auch solche Unternehmen in das Irangeschäft, die wenig Erfahrung mit diesem schwierigen Markt haben. Die VDMA Außenwirtschaftsabteilung meldet, dass Anfragen von "Iran-Anfängern" in den letzten Monaten spürbar zugenommen haben. Das kann schnell zu Problemen mit den Iran-Sanktionen führen, wobei Absicherungsanfragen und -anträge beim BAFA definitiv der falsche Weg sind, Sanktionsrisiken zu vermeiden, so der auch für Exportkontrolle zuständige VDMA-Experte K. Friedrich: "Eigenverantwortung erkennen, Rechtslage lernen und Eigenverantwortung wahrnehmen sind stattdessen die Schlüssel zum Erfolg und zu einer wirksamen Risikobegrenzung". Der VDMA bietet daher kurzfristig am 30. Juni 2009 in Frankfurt/Main einen halbtägigen VDMA-Sonderworkshop "Iran-Embargo für Einsteiger" an, der auch Unternehmen offen steht, die nicht Mitglied im VDMA sind.

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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