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05.11.2019

Telekom veröffentlicht Ergebnisse Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020

Der nun von der Deutschen Telekom herausgebrachte Digitalisierungsindex Mittelstand 2019/2020 zeigt: Vier von zehn Unternehmen haben durch digitale Projekte Absatz (40 %), Umsatz und Betriebsergebnis (je 41 %) gesteigert. 45 % der Befragten konnten Neukunden gewinnen. 52 % haben ihre Prozesse vereinfacht. Für 47 % ließen sich so Service oder Produktqualität verbessern.

(Bild: Deutsche Telekom)

Insgesamt belegt die Stuide, dass der Grad der Digitalisierung über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg weiter angestiegen ist. Er erreicht nun 56 von 100 möglichen Indexpunkten.

„Mittelständische Unternehmen erkennen immer deutlicher, dass sich ihr Einsatz für die Digitalisierung auszahlt. Sie steigern ihren Umsatz, verbessern Prozesse. Und sie gewinnen leichter neue Kunden. Unternehmer kurbeln mit innovativen Technologien ihre Wertschöpfung an,“ betont Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland. 

Auch bei den digitalen Geschäftsmodellen legt der Mittelstand um einen Indexpunkt auf 48 zu. Dies gilt als die "Königsdisziplin" der Digitalisierung. Hier sind Fortschritte besonders schwer zu erzielen, aber wichtig. Wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss seinen Kunden digitale Produkte anbieten. Er sollte sein Portfolio und seine Vertriebskanäle erweitern. Etablierte Unternehmen müssen disruptive Innovationen entwickeln. Nur so können sie sich im Wettbewerb mit Start-ups und der internationalen Konkurrenz behaupten. Immerhin 21 % der Unternehmen veredeln inzwischen ihre Produkte mit vernetzten und intelligenten Funktionen. Weitere 30 % sind dabei, smarte Funktionen zu entwickeln.

Besonders deutlich wird der Zusammenhang zwischen dem Grad der Digitalisierung und wirtschaftlichem Nutzen bei den „Top 10“ der Befragten. Diese digitalen Vorreiter sind den anderen Befragten mit einem Indexwert von 85 Punkten voraus. Sie zeigen sich mit ihren Ergebnissen wesentlich zufriedener als die anderen Unternehmen. Fast drei Viertel (74 %) der Top-Performer heben einen höheren Umsatz hervor. Noch deutlicher ist der Unterschied in Sachen Produkt- und Servicequalität: Hier sehen sich 83 % der digitalen Vorreiter auf bestem Weg.

Intelligente Datenanalyse als Schlüssel zum Erfolg

Aus der Vielzahl der vorhandenen Daten filtern Unternehmen zunehmend mehr Informationen heraus: Sie verstehen ihre Kunden besser. Und sie erkennen Muster oder Trends im Kaufverhalten. Auf Basis dieser Analyse setzen sie Aktivitäten in Richtung Kunden zielführender um. So individualisieren fast ein Drittel (31 %) der Befragten Produkte und Services mithilfe von Daten. Personalisierte Produkte und Services wirken sich positiv auf die Umsätze aus. Dies sagen 85 % der befragten Unternehmen. 84 % konnten damit die Kundenbindung verstärken.

Auch wenn Unternehmen Künstliche Intelligenz (KI) noch nicht häufig einsetzen: KI gewinnt im Mittelstand zunehmend an Bedeutung. Zwar haben nur 7 % der befragten Mittelständler KI bereits im Einsatz. Aber weitere 19 % verfolgen konkrete Projektpläne innerhalb der nächsten zwei Jahre. 71 % der Befragten sehen in KI-Lösungen mittelfristig eine große Chance für die eigene Branche.

Schon heute setzt knapp ein Drittel der befragten Unternehmen auf Business Intelligence und Analytics, um Unternehmensdaten auszuwerten. Bei mehr als einem Viertel (28 %) gehören sogar Echtzeitanalysen zum Alltag. Predictive Analytics nutzen 23 % und weitere 31 % wollen die vorausschauende Wartung bald einführen. Besonders aufgeschlossen zeigt sich der Mittelstand beim Thema Robotik. 62 % können sich den Einsatz von Robotern vorstellen. Unter den Unternehmen der Industrie, Transport- und Logistikbranche sowie den Versorgern sind es sogar mehr als 80 %.

Zu wenig Fachkräfte für die Digitalisierung

Die Studie zeigt aber auch, dass fehlendes Know-how und ein Mangel an Fachkräften die digitale Transformation verzögern. Nur jedes dritte Unternehmen meint, dass seine Mitarbeiter ausreichend qualifiziert sind. Daher investieren 37 % nun gezielt in die digitale Weiterbildung ihrer Beschäftigten. H. Rickmann: „Unternehmer sind sich einig, dass der digitale Fortschritt vor allem vom Kenntnisstand der Mitarbeiter abhängt.“ Weil bei der Digitalisierung oft das nötige Know-how fehlt, suchen Unternehmen händeringend nach Datenanalysten, KI-Spezialisten oder Sicherheitsexperten. „Eine digitale Weiterbildung, notwendige Investitionen in Schulungen und Trainings für Mitarbeiter werden zukünftig den Unterschied machen“, erklärt er weiter.

Kostenloser Self-Check

Analysten von Techconsult führten die Studie im Sommer 2019 bereits zum vierten Mal durch. Sie befragten knapp 2.100 kleine und mittelständische Unternehmen verschiedener Branchen über den aktuellen Stand ihrer digitalen Transformation.

Der aktuelle Gesamtbericht steht ab sofort auf der Webseite www.digitalisierungsindex.de zum Download bereit. Berichte zu einzelnen Branchen sollen in Kürze ebenfalls auf der Webseite erscheinen. Unternehmen, die sich für den eigenen digitalen Status quo interessieren, können ihn unter www.benchmark.digitalisierungsindex.de ermitteln. Der Online-Self-Check ist laut Telekom kostenlos und dauert nur wenige Minuten.

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„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 19.11.2019