Industrie 4.0
26.07.2018

Siemens plant Übernahme von Omat-Softwarelösungen

Siemens Digital Factory plant die Übernahme der Produkte von Omat Ltd., einem Anbieter von Softwarelösungen für adaptive Spindelvorschubkontrolle, Verbesserung von Werkzeuglebenszeiten und Vibrationsanalyse von Spindeln für den Einsatz mit CNC Steuerungen. Durch die Integration der Omat-Produkte in das Siemens-Softwareportfolio für die Digital Enterprise sollen eine einfachere Handhabbarkeit und Weiterentwicklung der bisherigen Omat-Produkte erreicht werden.

Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Business Unit Motion Control (Bild: www.siemens.com/presse)

Nach Angaben von Siemens sind die von Omat angebotenen Softwarelösungen spezialisiert auf die Optimierung des Spindelvorschubs während des Maschinenbetriebs. Mit diesen will das Unternehmen sein Angebot im Bereich von CNC-Software für die Sinumerik und seine Position als Anbieter von CNC-Steuerungen insbesondere im Bereich der Digitalisierung weiter ausbauen.

“Der Werkzeugmaschinenbau gehört zu den Fokusbranchen von Siemens. Die Übernahme von Produkten der Omat Ltd. ist ein weiterer Schritt in Richtung unseres Ziels, unseren Kunden ein vollständiges Portfolio an Lösungen zur Umsetzung ihres digitalen Unternehmens anzubieten. Die Softwareapplikationen, die wir zukünftig auf Basis der Technologien von Omat Ltd. entwickeln, werden insbesondere im Bereich von Sinumerik Edge zur Anwendung kommen und hier unser Lösungsspektrum für die Kunden im Werkzeugmaschinenmarkt deutlich erweitern“, erläutert Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens Business Unit Motion Control. „Mit dem kombinierten Angebot sind wir zukünftig noch besser aufgestellt, innovative Lösungen für die Herausforderungen der Werkzeugmaschinenhersteller und -anwender auf ihrem Weg zur Digitalisierung anzubieten.“

Eine Lösung von Omat Ltd. mit Hauptsitz in Jerusalem, das Adaptive Control & Monitoring (ACM), reduziert die Prozesszeit von Teileprogrammen, verlängert die Lebenszeit von Werkzeugen und verhindert Werkzeugbruch. Die Technologie beruht auf der Analyse von Werkzeugmaschinendaten sowie weiteren Parametern des Teileprogramms. Basierend auf den von Omat entwickelten Algorithmen können Prozesszeiten um bis zu 20 % reduziert und somit die Produktivität gesteigert werden.

In weiteren Produkten werden zusätzliche Daten und Messgrößen auf Basis von externen Sensoren verarbeitet. Damit wird eine weitere Optimierung des Bearbeitungsprozesses erzielt. Auf diesen Entwicklungen beruhende Lösungen wurden nach Siemens-Angaben von Omat bereits bei Kunden installiert und werden nun weiterentwickelt.

Die Technologien von Omat sollen im ersten Schritt in das Softwareportfolio der Siemens Digital Enterprise integriert werden. Dadurch wird dieses um Lösungen zur Prozessoptimierung bei der spanenden Bearbeitung erweitert. Zukünftig sollen diese Technologien mit der Entwicklung im Bereich von Siemens Industrial Edge und von Sinumerik Edge zusammengeführt werden.

Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2018 geplant. Die Parteien vereinbarten Stillschweigen über finanzielle Details der Transaktion.

www.siemens.com

 

 

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