Management & Business
04.10.2018

Pflitsch plant Kompetenzzentrum für Kabelkanäle

Mit dem Kauf des Werks von Magna Powertrain im Gewerbegebiet Hückeswagen Winterhagen stellt Pflitsch auch räumlich die Weichen auf Zukunft. Der Experte für Kabelverschraubungen und Kabelkanäle will hier ein Kompetenzzentrum für seinen stark wachsenden Kabelkanal-Produktbereich realisieren.

Die beiden geschäftsführenden Pflitsch-Gesellschafter, Mathias Stendtke (l.) und Roland Lenzing, vor dem neuen Gebäude, in dem das Kompetenzzentrum für Kabelkanäle realisiert werden soll (Bild: Pflitsch)

„Auf unserem Firmengelände am Mühlenweg könnten wir unser aktuelles Wachstum nur noch etwa ein bis zwei Jahre stemmen“, sagen Roland Lenzing und Mathias Stendtke, die als geschäftsführende Gesellschafter das Unternehmen mit 100-jähriger Erfolgsgeschichte in der 4. Generation leiten. Während der Standort nahe der Wupperschleife bereits mit dem neuen automatischen Kleinteilelager vorbereitet ist für die Expansion des Produktbereichs Kabelverschraubung, schaffe der neue Standort die perfekten Rahmenbedingungen für den ebenfalls stark wachsenden Bereich Kabelkanal. „Hier haben wir Platz, um Produktionsprozesse optimal zu gestalten und unsere Baugruppenfertigung weiter auszubauen“, erklärt Roland Lenzing.

1.300 qm Büros plus 7.000 qm Fertigungsfläche

„Das neue Gelände mit insgesamt ca. 52.000 m2 Fläche und seiner Nähe zu unserem Firmensitz war für uns ein Entscheidungskriterium für den Erwerb“, sagt Mathias Stendtke. Die Gesamtinvestition in zweistelliger Millionenhöhe sei ein klares Bekenntnis für den Standort Hückeswagen, an dem Pflitsch zu Hause ist. „Die Nähe der beiden Werke macht auch eine unkomplizierte Verzahnung möglich.“

„1.300 m2 neue Bürofläche schafft auch Raum im Werk 1 Platz für weitere Mitarbeiter“, so Roland Lenzing. Allein im vergangenen Geschäftsjahr hat der Mittelständler hier 46 neue Arbeitsplätze geschaffen. „Zusammen mit den 22 Azubis gehören derzeit fast 300 Mitarbeitende zu unserem Team.“

In den neuen Hallen mit fast 7.000 m2 will Pflitsch eine moderne, automatisierte Produktion aufbauen, die fertigungstechnisch wie logistisch Pluspunkte bringen und weitere Expansionsmöglichkeiten bieten soll. „In den nächsten zehn Jahren sind mit den beiden Werken Wachstumssteigerungen von über 60 % erreichbar mit entsprechendem Personalzuwachs bei gleichzeitiger Kostenreduktion“, gibt Mathias Stendtke einen Einblick in den Stand der Planungen. Die Zahlen seien nicht aus der Luft gegriffen: Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen das ambitionierte geplante Umsatzsoll weit übertroffen. „Bis zu 900 Einzelaufträge wickeln wir derzeit täglich ab“, freut sich Roland Lenzing. Außerdem wachse der Bereich der Baugruppenfertigung überproportional.

Der Umzug der Kabelkanalsparte ist geplant für das 3. Quartal 2019 – kurz nach den Feierlichkeiten zur 100-jährigen Firmengeschichte am 1. Juli 2019.

www.pflitsch.de

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