Industrie 4.0
31.10.2018

OPC Foundation: Stefan Hoppe ist neuer Präsident

Auf der letzten Vorstandssitzung der OPC Foundation gab Thomas J. Burke sein Amt als Präsident und Geschäftsführer ab. Er nominierte Stefan Hoppe als Nachfolger, der anschließend vom Vorstand gewählt wurde. T. J. Burke wird weiterhin Mitglied des Vorstands sein.

Stefan Hoppe ist neuer Präsident und Geschäftsführer der OPC Foundation (Bild: OPC Foundation)

In der Begründung für seine Entscheidung, eine andere Position anzunehmen, sagte Thomas J. Burke: "Nach den spannenden 23 Jahren meiner Amtszeit als Präsident und Geschäftsführer der OPC Foundation habe ich beschlossen, dass es an der Zeit ist, die Zügel des operativen Geschäfts an die nächste Generation zu übergeben. Ich glaube, Stefan Hoppe ist der richtige Mann für diese Aufgabe; er hat sein Engagement und seine Führungsstärke schon vielfach unter Beweis gestellt. Ich freue mich darauf, dass er die OPC Foundation und die OPC-UA-Technologie weiter vorantreiben wird."

Stefan Hoppe hat mit sofortiger Wirkung die operativen Tätigkeiten der OPC Foundation übernommen und verantwortet die weltweite Verbreitung des OPC Standards sowie die Weiterentwicklung der Organisation. Er bringt langjährige Erfahrung aus der Automatisierungsbranche in diese Position ein und ist der OPC Foundation seit Langem verbunden.

S. Hoppe startete 1995 als Ingenieur der Elektrotechnik bei Beckhoff und entwickelte dort den OPC Classic Server. 2006 wurde unter seiner Leitung der weltweit erste OPC-UA-Server in eine Embedded-Steuerung integriert und als Produkt verfügbar gemacht. Im Jahr 2008 initiierte und leitete er die PLCopen-OPC-UA-Companion-Arbeitsgruppe, deren Ergebnisse heute in der Prozessindustrie und diskreten Fertigung von namhaften Herstellern weltweit angeboten wird. Im Jahr 2010 wurde er zum Präsidenten der OPC Foundation Europe gewählt. Seit 2014 ist S. Hoppe Vizepräsident der OPC Foundation und Mitglied des Vorstands. In den darauffolgenden Jahren hat er sich als überzeugter OPC-UA-Experte zunehmend der Aufgabe gewidmet, die breite Adaption der OPC-UA-Technologie zu fördern. Experten sehen OPC UA als die Schlüsseltechnologie für die interoperable Basis der Kommunikation der Zukunft im Rahmen des Internet of Things und Industrie 4.0.

"Ich freue mich auf die Herausforderung, diese weltweit agierende Organisation in die Zukunft zu führen und auszubauen, fühle mich geehrt und bedanke mich für das Vertrauen. Die OPC Foundation ist in der industriellen Automatisierung tief verwurzelt, aber ich bin auch davon überzeugt, dass die OPC Technologie das Potential besitzt, ihre Anwendung in verschiedenerlei Hinsicht stark zu erweitern – innerhalb der Automatisierungsbranche aber vor allem auch in ganz neue Märkte", sagte S. Hoppe bei Amtsantritt.

Zur künftigen Verbreitung der OPC-Technologie erklärte er weiter: "Der große Mehrwert, den OPC UA als Interoperabilitätsstandard für die offene, sichere, herstellerunabhängige und genormte Datenkommunikation der Zukunft bietet, ist universell nutzbar. OPC UA wird als Basis für IoT-Anwendungen in allen Bereichen die gleiche große Bedeutung haben, wie es Ethernet für die Vernetzung von Computern und das Internet hatte und hat. Mein Anspruch ist es, die Aktivitäten der OPC Foundation strategisch an diesem großen Potenzial auszurichten und auszubauen, um die Anwendung der Technologie auf eine neue Ebene zu bringen."

S. Hoppe richtete zudem persönliche Dankesworte an Burke: "Im Namen der OPC Foundation danke ich Tom Burke aufrichtig für die Vision, die Führungskraft und den leidenschaftlichen, unermüdlichen Einsatz, den er in all den Jahren geleistet hat. Es war großartig, in den letzten acht Jahren eng mit ihm zusammenarbeiten zu können. Ich freue mich, dass Thomas Burke weiterhin innerhalb der OPC Foundation seinen Erfahrungsschatz und seine Expertise als strategischer Berater einbringt und die weltweite Verbreitung der OPC-Technologie fördert."

www.opcfoundation.org

 

 

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