Industrie 4.0
06.06.2018

Montratec präsentiert selbstfahrende „Shuttle Carrier“ auf Automatica

Auf der Automatica zeigt die Montratec GmbH fünf Weiterentwicklungen ihres Schienen- und Shuttle-Transportsystems Montrac. Highlight: Der „Shuttle Carrier“, der nun auch ganz ohne Schiene die Arbeitsplätze verbindet.

Das Shuttle Carrier von Montratec wird erstmals auf der Automatica 2018 in München präsentiert (Bild: Montratec)

„Bei unserer ersten Präsentation auf der Automatica starten wir gleich mit einer Weltneuheit“, informiert Sven Worm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Montratec GmbH (Bild, Quelle: Montratec), „zugleich optimieren wir mit der Entwicklung des Shuttle Carriers die Einsatzmöglichkeiten unseres Schienen- und Shuttle-Transportsystems Montrac und machen es auch für Kunden mit schwierigen räumlichen Verhältnissen interessant.“ S. Worm ist überzeugt, dass sich diese Lösung in vielen Industriebereichen durchsetzen wird.

„Wir hören unseren Kunden sehr genau zu“, betont S. Worm, „und investieren intensiv in Forschung und Entwicklung, um Montrac kontinuierlich den spezifischen Kundenanforderungen in allen Industriebranchen anzupassen - so entstand der Shuttle Carrier.“

Mit dem Shuttle Carrier ist es nach Unternehmensangaben erstmals möglich, das Schienensystem zu unterbrechen und Freiräume zwischen den Schienensegmenten und den angeschlossenen Arbeitsstationen für Fluchtwege, Transportstrecken und Gänge für Mitarbeiter zu schaffen, ohne den Produktionsprozess zu unterbrechen. “Daraus resultiert ein optimiertes kundenspezifisches Anlagenlayout, das auch den schwierigsten örtlichen Gegebenheiten beim Kunden flexibel angepasst werden kann“, verdeutlicht der Vorsitzender der Geschäftsführung.

Der Shuttle Carrier fungiert als eine Art selbstfahrender Verbindungsroboter auf dem Boden: mittels eingebauter Sensoren erkennt er die als Streifen auf dem Boden eingezeichneten jeweiligen Fahrstrecken und fährt sie mit Geschwindigkeiten bis 25 m/min ab. Eine bewegliche Schiene bildet den Abschluss des höhenverstellbaren Aufsatzes des Shuttle Carriers, um leere oder bis zu einem Gewicht von 50 kg beladene Transport-Shuttles von einem feststehenden Schienensegment zum anderen zu fahren und dort wieder auf die Schiene zu setzen. Damit es im Produktionsprozess keine Wartezeiten gibt und der Shuttle Carrier permanent zur Verfügung steht, wird der Akku beim Andocken geladen.

Mit dem Shuttle Carrier wird das modular aufgebaute Transportsystem Montrac, bisher bestehend aus einem Monoschienensystem und selbstfahrenden Transport-Shuttles, um eine weitere aktive Komponente erweitert. Der geringe Platzbedarf von Montrac, resultierend aus der Kombination von integrierten, elektrisch betriebenen Weichen, Kreuzungen und Kurvenradien von 220 mm, Schienenanstiegen bis 12° und integrierten Liftelementen, kann mit dem Einsatz von Shuttle Carriern nun noch weiter reduziert werden. Die Transport-Shuttles auf der Monoschiene, die dank einer intelligenten Steuerung selbstständig das Transportziel bei Geschwindigkeiten bis zu 55 m/min erreichen, kommunizieren via Infrarot sowohl mit den Arbeitsstationen als auch mit der Fahrstrecke und bringen, aufgrund der autonom agierenden Streckenkomponenten, jedes Transportelement individuell an das jeweilige Ziel.

„Die Zuverlässigkeit und permanente Verfügbarkeit von Montrac sind allzeit gewährleistet“, so S. Worm, „zum einen durch die permanente Stromversorgung der Shuttles, zum anderen aber auch durch die Möglichkeit, jedes Shuttle jederzeit individuell aus dem laufenden System zu entfernen oder auszutauschen, ohne dafür die Anlage stoppen zu müssen.“

Zu den weiteren Neu- oder Weiterentwicklungen von Montratec zählen:

-       die Shuttlevariante mit integrierter Robotik,

-       das Cleanroom Shuttle MSH4 CR,

-       die neue Version des Smart Routers sowie

-       die neue Shuttle-Generation MSH5                 

„Die Entwicklung einer Shuttle-Applikation mit integrierter Robotik, die wir als weiteres Highlight erstmals auf der Automatica vorstellen werden, ist ein Beispiel dafür, dass wir uns als Vorreiter der Industrie 4.0 verstehen“, so S. Worm. Der auf dem Shuttle installierte Roboterarm wird während der Fahrt permanent mit Strom versorgt und ermöglicht nach Herstellerangaben "minimale Zykluszeiten, maximale Präzision und einen kontinuierlichen Einsatz". Es ist nun möglich, den Roboter zum Werkstück zu fahren und somit den Produktionsprozess zu optimieren, da Wartezeiten im Ablauf reduziert werden.

www.montratec.com

Automatica: Halle 5A, Stand 320

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